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Aktuelle Meldung
Nr. 012 - IHK stellte 2011 rund 550 Befähigungsnachweise für Lkw-Fahrer aus - Fahrermangel muss nicht sein
27.01.2012 13:28
„Schlüssel rumdrehen und losfahren“, dieses häufig noch vorherrschende Zerrbild vom Kapitän der Landstraße war einmal. Der Beruf ist vielschichtig und wurde mit dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) noch komplexer. Für Führerscheinneulinge wird der Platz im Führerhaus damit vor allem auch eines: teurer. Denn neben dem Führerschein müssen die künftigen Lkw-Fahrer, die sich nicht zum Berufskraftfahrer ausbilden lassen, eine zusätzliche Grundqualifikation vorweisen, was aber auch zugleich zu einer weiteren Eintrittshürde für den schon jetzt nachwuchsschwachen Beruf werden könnte.
In den nächsten Jahren werden viele Brummi-Fahrer aus Altersgründen den Arbeitsmarkt verlassen. Dies bedeutet gleichzeitig, dass ein erheblicher Anteil frei werdender Fahrerarbeitsplätze neu zu besetzen ist. Auch wenn in den letzten Jahren eine kontinuierliche Zunahme bei der zweijährigen Erstausbildung zum Berufskraftfahrer zu verzeichnen war, reichen die neuen Ausbildungsverhältnisse bei weitem nicht aus. Viele Jahrzehnte versorgte die Bundeswehr das Transportgewerbe mit gut ausgebildeten Fahrern. Diese Quelle ist versiegt. Daher muss der Fahrernachwuchs nun auch über die obligatorische Fahrerqualifizierung nach dem Berufskraftfahrer-Qualifizierungs-Gesetz (BKrFQG) gewonnen werden. Im Jahre 2011 bestanden bei der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) 101 Personen die entsprechenden IHK-Prüfungen.
Die Profis in ihren 40-Tonnern sind an strenge Regeln gebunden. Unter anderem müssen sie das Know-how für die korrekte Sicherung der Ladung besitzen sowie die Vorschriften zur Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten beherrschen. Die Anforderungen an die Gefahrgutfahrer liegen noch erheblich über denen für andere Fahrzeugführer. Nicht zuletzt durch ihre in Lehrgängen angeeignete Spezialisierung gewährleisten diese Gefahrgutfahrer die Sicherheit und Qualität des Transportes gefährlicher Güter auf der Straße. So konnten seitens der IHK Siegen im vergangenen Jahr 455 „Gefahrgutführerscheine“ nach erfolgreich abgeschlossener Prüfung und entsprechendem Lehrgang ausgehändigt werden.
Hintergrundinformationen:
Hans Stötzel, Tel. 0271 3302-313, E-Mail: hans.stoetzel@siegen.ihk.de
