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UTP Metalltechnik: Qualität und Zukunftsdenken

Text von Christian Schwermer

„Lösungen“ – ein scheinbar banaler Begriff, der auf der Homepage der united-turned-parts GmbH & Co. KG gleich auf der Startseite eine „prominente“ Platzierung einnimmt. „Wir suchen immer Lösungen im Sinne unserer Kunden. Das schafft Kundenzufriedenheit und eine langfristige Partnerschaft“, schreibt das Unternehmen aus Finnentrop dazu. Das klingt durchaus simpel, geradezu selbstverständlich – und erfordert doch ein extrem hohes Maß an betriebswirtschaftlichem Weitblick und unternehmerischem Einfallsreichtum.

›› Der zweite Begriff, der dem aufmerksamen Website-Besucher ins Auge fällt: „Netzwerk“. „Wir sind Netzwerker“, umreißt auch Frank Schmerbeck kurz und prägnant die Philosophie seiner Firma, die er im Jahr 2004 gründete und die seit März 2016 im Industriegebiet in Finnentrop mitten im Sauerland heimisch geworden ist. „Unser Konzept ist es, am Markt möglichst flexibel zu agieren, ohne dass uns dabei hohe Fixkosten entstehen. So können wir unseren Kunden unsere Produkte zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten“, erklärt der Diplom-Ingenieur. United Turned Parts Metalltechnik setze auf die Netzwerk statt auf die Schwarmstrategie. Eine Idee, die sich bereits in der Namensgebung des Unternehmens widerspiegelt. „United“ steht dabei für die enge Kooperation mit dem amerikanischen Partner, während „Turned“ und „Parts“ auf die zahlreichen Produkte aus der Dreh- bzw. der Kaltformtechnik anspielen.

Die Kunden schätzen das branchenspezifische Know-how von United Turned Parts Metalltechnik, dessen Erzeugnisse zu 80% an den großen Bereich der Automobil- und der entsprechenden Zuliefererindustrie gehen. Zum Kundenportfolio zählen außerdem der Maschinen- und Anlagenbau, die Pneumatik- und Elektroindustrie sowie die Hydraulikindustrie. Auch dem Bereich der Medizintechnik kommt dabei eine immer größer werdende Bedeutung zu. Ein enorm breites Betätigungsfeld, das ohne das Wissen eines global gespannten Netzwerkes in dieser Form kaum auszufüllen wäre. „Vor allem den Industriebereich bauen wir derzeit kontinuierlich aus“, berichtet Frank Schmerbeck. Er erklärt, dass die UTP-Produkte auf eigenen, dafür gebauten optoelektronischen Sortiermaschinen zu 100%geprüft werden. Diese sind in der Lage, bereits minimale Abweichungen von der angestrebten Norm zu erkennen, sodass die wenigen fehlerbehafteten Teile kurzerhand und problemlos auszusortieren sind. Den „Rest“ erledigt das Fachpersonal. „Unsere Null-Fehler-Strategie ist ein ganz wesentliches Verkaufsargument“, stellt der Geschäftsführer klar. „Unsere Prüfmaschinen bauen und konstruieren wir selbst. Sie sind in dieser Art und Weise einzigartig. Das bekommt man sonst nicht auf dem Markt.“ Die Produktpalette sei breit. In den Bereich der Dreh- und Frästechnik fallen etwa Teile aus allen zerspanbaren Wertstoffen, vor allem aus Stahl, Edelstahl und Messing. Diese kommen überwiegend als Fahrwerkskomponenten und in der Motorentechnik zum Einsatz, ebenso in der Kunststoffindustrie. Unterschiedliche Losgrößen von der Muster- bis zur Großserie, einfache oder äußerst komplexe Teile: United Turned Parts Metalltechnik erfüllt alle Kundenwünsche. Kleine, für den Laien fast schon unscheinbare Produkte, die aber ein Höchstmaß an Präzision und Zuverlässigkeit erfordern – Attribute, die das Unternehmen dank eines hochmodernen und innovativen Maschinenparks erfüllt.

Durchaus größer kommen da schon die Erzeugnisse aus dem Bereich der Kaltumformungen daher. Diese werden schließlich für Karosserien sowie in der Abgastechnologie verwendet. Die Besonderheit hier: Optional können die Produkte nachträglich bearbeitet und praktisch alle Formen von Rillen, Bohrungen, Fasen und Zapfen angebracht werden. Das Unternehmen hat die Abläufe in dieser Produktsparte zum Teil automatisiert: Kundenanfragen werden sofort in die Kategorie als Dreh- oder Kaltformteil eingeordnet, sodass bereits vor der Auftragserteilung die für den Kunden am besten passende Option angeboten werden kann. Als ein typisches „Netzwerk-Produkt“ bezeichnet Frank Schmerbeck indes die Produkte aus dem Bereich des Metall- und Schweißbaus. Hier werden nämlich Dreh- oder Kaltformteile mit anderen Stanz- oder Biegeprodukten schweißtechnisch verbunden. „Das Schweißen übernehmen wir dabei aber nicht selbst.“ Vielmehr werde dieser Vorgang an Partner-Unternehmen ausgelagert. „Am Ende kommen dabei zuverlässige Produkte, etwa für die Batterietechnik, heraus. Durch das Zusammenführen der verschiedenen Produktbereiche stellen wir für den Kunden das wirtschaftlichste und effizienteste Verfahren zusammen“, so der Geschäftsführer weiter. Angesichts der Tatsache, dass Metall in den Autos der Gegenwart und vor allem der Zukunft wohl immer weniger verbaut werden wird, hat sich United Turned Parts Metalltechnik im Bereich der hybriden Metall- und Kunststoffverbindungen darauf spezialisiert, Metallkomponenten in Verbindung mit der Kunststoff-Umspritzung herzustellen. Mechanische Nachbearbeitungsgänge, Oberflächengüten aller Art auf Kundenwunsch oder das Härten verschiedener Produkte runden das Leistungsspektrum von United Turned Parts Metalltechnik ab. „Bei allen unseren Produkten setzen wir auf Mehrwegverpackungen – das ist auch eines unserer Verkaufsargumente“, stellt Frank Schmerbeck klar. Durch das konsequente Verwenden wiederverwertbarer Systemverpackungen und Transporteinheiten werden rund 230 t an Verpackungsmüll im Jahr eingespart. Entsprechend ist das Unternehmen nach dem Standard ISO 140001 zertifiziert.

Der Betrieb setzt insgesamt auf eine konsequente Prozessoptimierung, die Überwachung von Kennzahlen und eine Aufstockung des Personals – besonders im Bereich der 100-%-Kontrolle sowie der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements. UTP bezeichnet zudem die Just-in-Time-Lieferung als eines seiner Erfolgsgeheimnisse. „Wir verfügen europaweit über viele Außenlager, die eine enorm schnelle Reaktionszeit zu unseren Kunden ermöglichen“, erklärt Frank Schmerbeck. Das biete den Kunden ein Höchstmaß an Flexibilität und Sicherheit. „Der Standort in Finnentrop hat die Funktion eines Hauptquartiers. Von hier aus werden die Zweigwerke in ganz Europa koordiniert“, so der 56-Jährige weiter. Im Sauerland werden die gesamte Disposition, der Einkauf, der Vertrieb, das Lager und die Buchhaltung abgewickelt. Mit Erfolg: Derzeit gehen 50 % der Exporte des Unternehmens in das europäische Ausland – Tendenz steigend.

United Turned Parts Metalltechnik hat in den vergangenen Jahren zweifellos eine Erfolgsgeschichte geschrieben und ein ganz spezielles Netzwerk der Lösungen geschaffen. Das Kapital des Unternehmens stellen dabei vor allem die Mitarbeiter dar – rund 25 sind es am Standort in Finnentrop, „im gesamten Netzwerk rund 180“, erklärt Frank Schmerbeck. In Zeiten des Fachkräftemangels setzt das Unternehmen auf eine umfassende und fundierte Berufsausbildung. Momentan werden zwei Azubis zu den Facharbeitern der Zukunft ausgebildet. Zudem plant United Turned Parts Metalltechnik, den Ausbildungsberuf des Designund Produktmanagers ins Portfolio aufzunehmen. „In der Regel werden unsere Auszubildenden nach Bestehen ihrer Abschlussprüfung in ein Arbeitsverhältnis übernommen. Wir möchten dem Nachwuchs schnell Verantwortung übertragen, gerade auch im internationalen Geschäft“, betont Frank Schmerbeck. Kein Wunder, dass das Durchschnittsalter der Mitarbeiter am Standort in Finnentrop junge 35 Jahre betrage. Auch die Zufriedenheit aller Beschäftigten ist den Verantwortlichen besonders wichtig, wie Qualitätsmanagementbeauftragter Dominik Vielhaber bestätigt. Wichtig sei in diesem Kontext ein offener, ehrlicher und familiärer Umgang. Bewusst gehe die Führung auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter ein – von der Ermöglichung flexibler Arbeitszeiten bis hin zur Option, im Homeoffice tätig zu sein. Zudem spiele auch die regelmäßige Teilnahme an Schulungen und Weiterbildungen eine wichtige Rolle. Dadurch solle es in Zukunft gelingen, ein Expertenteam aus allen Fachbereichen aufzustellen. Unter Umständen gehe es dabei auch um das Thema Arbeitssicherheit, etwa um die Qualifizierung medizinischer Ersthelfer. Glücklicherweise habe es aber seit 14 Jahren keinen Betriebsunfall gegeben. Großen Wert legen Frank Schmerbeck und seine Kollegen außerdem darauf, Mitarbeitern über 50 Jahren eine Perspektive zu bieten. Ein erfolgreiches Beispiel ist Roger Ripinski, der im Unternehmen für Umweltfragen und  Qualitätsmanagement zuständig ist.

Die grundlegende Zielsetzung für die Zukunft ist klar: Das Unternehmen möchte die Digitalisierung der industriellen Welt aktiv mitgestalten – und nicht nur auf die unaufhaltsame Entwicklung reagieren. „Der Mehrwert für unsere Kunden: steigende Schnelligkeit bei gleichbleibender, hoher Qualität“, erläutert Frank Schmerbeck. „We love the future“ heißt es folgerichtig auf dem Titel der neuen Imagebroschüre des Unternehmens, die vor Kurzem erschienen ist. Dass es sich dabei keinesfalls um eine Marketing-Phrase handelt, unterstreicht Frank Schmerbeck durch sein Handeln höchstpersönlich. Zurzeit arbeitet er daran, seine Nachfolge familiär zu regeln. „Wir haben die nächste Generation bereits im Blick“, sagt der 56-Jährige schmunzelnd. Bemerkenswert: Frank Schmerbeck hat bei seinem unternehmerischen Handeln auch gesamtgesellschaftliche Entwicklungen im Blick. „Besonders der Umgang vieler Menschen mit ihren persönlichen Daten, ob privat oder beruflich, bereitet mir durchaus Sorge“, erzählt der Geschäftsführer. Er versucht, seine Überzeugungen auch an seine Mitarbeiter weiterzugeben und diese für den Datenschutz zu sensibilisieren. Dass dabei zwischen zunehmender Digitalisierung und der Pflicht zum Datenschutz durchaus ein schmaler Grat zu beschreiten ist, ist Frank Schmerbeck durchaus bewusst: „Wir in unserem Unternehmen sind aber davon überzeugt, diesen Spagat zu schaffen.“ Für die kommenden Herausforderungen scheint United Turned Parts Metalltechnik in vielerlei Hinsicht bestens gerüstet zu sein. „Durch die Synthese von modernen Arbeitsprozessen und jahrzehntelanger Erfahrung werden wir auch in Zukunft unseren Innovationsvorsprung zu Ihrem Erfolg zu machen“, verspricht das Unternehmen seinen Geschäftspartnern – genau davon ist bei dem familiengeführten Unternehmen aus Finnentrop fest auszugehen. n

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