PDF wird generiert
Bitte warten!

Teilnovellierung der Metall- und Elektroberufe und des Mechatronikers

„Industrie 4.0“ und digitales Arbeiten nehmen Einzug in die Ausbildung der Metall- und Elektroberufe und des Mechatronikers. Die bestehenden Ausbildungsordnungen werden zum 1. August 2018 teilnovelliert.

Die Novellierung gilt für folgende Ausbildungsberufe:

  • Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik
  • Elektroniker/-in für Betriebstechnik
  • Elektroniker/-in für Gebäude- und Infrastruktursysteme
  • Elektroniker/-in für Geräte und Systeme
  • Elektroniker/-in für Informations- und Systemtechnik
  • Mechatroniker/in
  • Anlagenmechaniker/-in
  • Industriemechaniker/-in
  • Konstruktionsmechaniker/-in
  • Werkzeugmechaniker/-in
  • Zerspanungsmechaniker/-in


Die Änderungen im Überblick

1. Alle Berufe erhalten eine neue Berufsbildposition „Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit“. Diese integrative Berufsbildposition ist während der gesamten Ausbildungszeit zu vermitteln.

2. Weitere Berufsbildpositionen wie „Betriebliche und technische Kommunikation“ und „Geschäftsprozesse und Qualitätssicherungssysteme im Einsatzgebiet“ wurden im Hinblick auf die Industrie 4.0-relevanten Qualifikationsanforderungen aktualisiert.

Die nachzuweisenden Qualifikationen der neuen und geänderten Berufsbildpositionen werden im Teil 2 der Abschlussprüfung berücksichtigt.

3. Ergänzung um drei bzw. vier optionale Zusatzqualifikationen:

Industrielle Metallberufe (4 ZQs):

  • Systemintegration
  • Prozessintegration
  • Additive  Fertigungsverfahren
  • IT-gestützte Anlagenänderung

Industrielle Elektroberufe (3 ZQs):

  • Digitale Vernetzung
  • Programmierung
  • IT-Sicherheit

Mechatroniker (4 ZQs):

  • Digitale Vernetzung
  • Programmierung
  • IT-Sicherheit
  • Additive  Fertigungsverfahren

Die Zusatzqualifikationen werden im Rahmen der Abschlussprüfung Teil 2 extra geprüft. Prüfungsinstrument ist ein 20-minütiges Fachgespräch, welches auf Grundlage einer zuvor im Ausbildungsbetrieb durchgeführten, praxisbezogenen Aufgabe geführt wird. Bei bestandener Prüfung erhält der Prüfungsteilnehmer eine Bescheinigung der IHK.


Inkrafttreten und Übergangsregelungen

Bereits bestehende Ausbildungsverhältnisse können auf die neue Verordnung umgeschrieben werden, sofern Teil 1 der Abschlussprüfung noch nicht absolviert wurde.
Die Zusatzqualifikationen können ab dem 1. August 2018 in allen (auch bereits bestehenden) Ausbildungsverhältnissen genutzt werden.


Hilfen und Tipps für die Ausbildungsbetriebe

Im Leitfaden des DIHK finden Ausbildungsbetriebe sowie Prüfer/innen eine detaillierte Übersicht der Änderungen in Verordnung und Ausbildungsrahmenplan. Ebenso enthält der Leitfaden konkrete Erläuterungen und Hinweise zur Prüfung der Zusatzqualifikationen.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat Umsetzungshilfen für Ausbildungsbetriebe mit Praxisbeispielen zur neuen Berufsbildposition und den neuen Zusatzqualifikationen veröffentlichen. Diese sind einsehbar unter: www.bibb.de/ausbildunggestalten

Die Prüfungsaufgaben- und Lehrmittelentwicklungsstelle (PAL) stellt für jede Zusatzqualifikation fachliche Orientierungshilfen für die Auswahl praxisbezogener Aufgaben zur Verfügung: www.stuttgart.ihk24.de/pal/zusatzqualifikationen

Seiten-ID: 2575