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Ausbildungszeiten verlängern

Die Regelausbildungszeit der Berufsausbildung kann nicht nur gekürzt, sondern auch verlängert werden. Das Berufsbildungsgesetz unterscheidet dabei zwischen einer „Verlängerung im Ausnahmefall“ und einer „Verlängerung bei Nichtbestehen der Abschlussprüfung“.

Verlängerung im Ausnahmefall
Die Regelausbildungszeit kann nach Anhörung des Ausbildenden auf Antrag des Auszubildenden in Ausnahmefällen verlängert werden, wenn es zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich ist. Ausnahmefälle für eine Verlängerung können z. B. Krankheit oder längere vom Auszubildenden nicht zu vertretende Ausfallzeiten sein. Eine Verlängerung der Regelausbildungszeit ist auch möglich, wenn sich nach einer Verkürzung der Regelausbildungszeit herausstellt, dass sich das Ausbildungsziel doch nicht so schnell wie erwartet erreichen lässt.

Verlängerung bei Nichtbestehen der Abschlussprüfung
Bestehen Auszubildende die Abschlussprüfung nicht, so verlängert sich das Berufsausbildungsverhältnis auf ihr Verlangen bis zur nächsten Wiederholungsprüfung, höchstens aber um ein Jahr. Das Gesetz will so sicherstellen, dass Auszubildende, die die Abschlussprüfung nicht bestehen und deren Berufsausbildungsverhältnis durch Zeitablauf endet, in der bisherigen Ausbildungsstätte weiter ausgebildet werden, wenn sie dies verlangen. Das Verlangen ist an den Ausbildenden zu stellen. Wird keine Verlängerung verlangt, endet das Berufsausbildungsverhältnis zum vertraglich vereinbarten Termin. Bei beiden Formen der Verlängerung wird ein wesentlicher Punkt des Ausbildungsvertrags, nämlich die konkrete Ausbildungsdauer des Berufsausbildungsverhältnisses, nachträglich geändert. Die Verlängerung führt – ebenso wie die Verkürzung – dazu, dass die sachliche und zeitliche Gliederung der Berufsausbildung (Ausbildungsplan) umzustellen ist.

Wird die Regelausbildungszeit der Berufsausbildung verlängert, ist dies mit dem "Änderungsvertrag" umgehend der Industrie- und Handelskammer Siegen mitzuteilen.

Ausbildungsverhältnisse auflösen
Ausbildungsverhältnisse können im gegenseitigen Einvernehmen zwischen Ausbildenden und Auszubildenden aufgelöst werden. Hierbei sind keine „schwerwiegenden Gründe“ für die Beendigung des Ausbildungsverhältnisses erforderlich. Bei der Auflösung eines Ausbildungsverhältnisses im gegenseitigen Einvernehmen entfällt jeglicher Rechtsanspruch sowohl für den Ausbildenden als auch den Auszubildenden.In jedem Fall sollte der Ausbildungsberater der Industrie- und Handelskammer Siegen über die Auflösung im Vorfeld unterrichtet werden.

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Ansprechpartner

Jürgen Dax

Tel: 0271 3302-202
Fax: 0271 3302-44202
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Burhan Demir

Tel: 0271 3302-203
Fax: 0271 3302-44203
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