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Drittes Azubi- und Schülerforum im Oktober in Siegen

Europa – Erleben und Lernen: Errungenschaften und aktuelle Herausforderungen der EU

Vom 25. bis zum 27. Oktober laden das Europäische Jugendparlament in Deutschland e.V. (EJP) gemeinsam mit der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammer Siegen zum dritten Azubi- und Schülerforum im Rahmen der Initiative „Europa - Erleben und Lernen“ nach Siegen ein.  Auszubildende aller Fachrichtungen aus ganz Nordrhein-Westfalen kommen unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Steffen Mues in der Krönchenstadt zusammen, um sich über die Errungenschaften der EU auszutauschen und gemeinsame Lösungsansätze für die europapolitischen Herausforderungen unserer Zeit zu erarbeiten.

„Europa - Erleben und Lernen“ ist eine gemeinsame Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen und des EJP, die 2021 in Nordrhein-Westfalen bereits zum dritten Mal durchgeführt wird. Unter Beteiligung und mit Unterstützung verschiedener IHKs, HWKs sowie gesellschaftlich engagierter, meist mittelständischer Unternehmen, verfolgt die Initiative zwei Ziele: die Förderung der Auslandsmobilität im Rahmen der Ausbildung und die Sensibilisierung und Begeisterung junger Auszubildender für europapolitische Themen und Prozesse.

In der praktischen Durchführung besteht die Initiative aus zwei zentralen Elementen, die beliebig miteinander kombinierbar sind: Mittelständische Unternehmen erklären sich bei Teilnahme an der Initiative bereit, ihren Auszubildenden während der dreijährigen Ausbildungszeit einen Arbeitsaufenthalt bei einem Unternehmen im EU-Ausland zu ermöglichen. Zum Beispiel über das IHK-Projekt „WINGs goes Ireland“ oder über Erasmus+-finanzierte Poolprojekte, die die Mobilitätsberatung der IHK Siegen vermittelt. Außerdem nehmen interessierte Jugendliche an einem dreitägigen Azubi- und Schülerforum des EJP teil, um die Vielfalt und Komplexität der europäischen Entscheidungsprozesse und aktuellen europapolitischen Problemstellungen durch eine Parlamentssimulation kennenzulernen – unabhängig von der Arbeit einzelner Parteien. „Hierfür bietet das Europäische Jugendparlament mit dem Azubi- und Schülerforum den organisatorischen Rahmen, ermuntert Jugendliche im Alter von 15 bis 25 Jahren, ihre Potentiale zu erkennen und Verantwortung für die eigene Zukunft sowie die Zukunft Europas zu übernehmen“, erklärt IHK-Präsident Felix G. Hensel.

Die Initiative trägt dazu bei, dass sich junge Auszubildende individuell weiterentwickeln, ihre Kommunikations- und Teamfähigkeit stärken, sowie Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen erwerben.  Sowohl im Rahmen des Auslandsaufenthalts als auch bei der Teilnahme an Azubi- und Schülerforen lernen die Auszubildenden neue Menschen, Perspektiven und Arbeitsweisen sowie den respektvollen Umgang miteinander kennen. „Sie erfahren und erleben nicht nur, welche persönlichen Vorteile die Europäische Union für sie hat, sondern insbesondere auch, wie relevant die EU für kleine und mittelständische Unternehmen ist“, betont Sabine Bechheim, Leiterin des Geschäftsbereichs Berufliche Bildung und Gründung der IHK Siegen. „Themen wie Green New Deal, Zukunft der Arbeitswelt, Ausbildungsmodelle in Deutschland und EU-weit, Energiewende und viele mehr werden am 25. und 26. Oktober in den Ausschüssen des Azubi- und Schülerforums diskutiert und daraus eigene Ideen und Lösungsvorschläge entwickelt“, führt die Projektverantwortliche der IHK Siegen, Dr. Christine Tretow, aus.

Am 27. Oktober findet dann die Parlamentarische Vollversammlung statt, bei der nach den Regeln des Europäischen Parlaments die Azubis als Delegierte ihre Ideen verteidigen und in offenen Debatten über die Beschlüsse aller Ausschüsse diskutieren. Im Nachgang erhalten die Teilnehmer die Gelegenheit, ihre erarbeiteten Resolutionen in einem „Digital Round Table“ mit NRW-Landtagsabgeordneten zu diskutieren und sich somit direkt am politischen Diskurs zu beteiligen.

Neben der Parlamentarischen Vollversammlung findet am 27. Oktober ab 17 Uhr auch das Netzwerktreffen der beteiligten Unternehmen statt. Im Beisein des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes NRW, Herrn Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, erhalten interessierte Unternehmen hier die Möglichkeit, die Absichtserklärung der Initiative „Europa – Erleben und Lernen“ feierlich zu unterschreiben und dadurch Teil dieser zu werden.   

Für Rückfragen steht Ihnen bei der IHK Siegen Dr. Christine Tretow unter 0271-3302 306 gern zur Verfügung.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.eyp.de

Für Fragen zur Gesamtinitiative steht seitens der Staatskanzlei NRW Chiara Picado-Maagh unter europa-erleben@stk.nrw.de gern zur Verfügung.

Anmeldungen werden bis Mittwoch, 15. September 2021, via Online-Anmeldeformular entgegengenommen. 

Übersicht der Ausschussthemen des Azubi- und Schülerforums Siegen

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Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten

Eine Perspektive für die Jugend Europas: Die hohe Jugendarbeitslosigkeit in verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten droht sich durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie noch einmal deutlich zu verschärfen. Im Mai 2021 stieg die europäische Quote auf 17,3 % und in der europäischen Wirtschaft kündigt sich eine Rezession an. Welche Maßnahmen soll die EU ergreifen, um den europäischen Arbeitsmarkt zu fördern und vor allem der Jugend Europas eine Perspektive zu bieten?

Ausschuss für Sicherheit und Verteidigung

Wählen per Mausklick: Wie die letzte Bundestagswahl in Deutschland ergab, hätte jeder zweite Wahlberechtigte gerne per Internet abgestimmt. Doch was in manchen europäischen Mitgliedsstaaten bereits möglich ist, trifft in anderen Ländern der EU noch auf große Hindernisse und Bedenken. Wie soll die Cyberinfrastruktur Europas von morgen aussehen und welche Rolle spielen dabei E-Demokratie, Sicherheit und Datenschutz?

Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie

Netzaufbau: Europa befindet sich mitten in der Energiewende. Auf den ersten Blick scheint es so, als könnten erneuerbare Ressourcen genug Energie für die Verbraucher bereitstellen. Was aber, wenn ein großer Teil der Energie aus Solar- und Windkraftanlagen zum Zeitpunkt des Bedarfs nicht zur Verfügung steht? Das Ausgleichen und Speichern von Energie wird deshalb immer wichtiger. Hier kommen intelligente Stromnetze ins Spiel. Wie kann die EU die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Steuerung erneuerbarer Energien durch den Einsatz intelligenter Stromnetze fördern und gleichzeitig ihre Daten schützen?

Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz

Alle Karten auf den Tisch: Mit dem Vorschlag der Europäischen Kommission, bis 2022 einen einheitlichen digitalen Impfpass für EU-Bürgerinnen und Bürger einzuführen, treten neben immunologischen Bedenken nun auch Datenschutzbedenken hinzu, da die digitalen Impfpässe eine beachtliche Anzahl an sensiblen Gesundheitsdaten benötigen. Viele EU-Bürger sind über die Sammlung und Nutzung ihrer persönlichen Daten besorgt. Wie kann die EU die Sicherheit der Gesundheitsdaten sicherstellen?

Ausschuss für Klimawandel

Das Eis wird dünner: Im Übereinkommen von Paris 2015 hat sich die internationale Staatengemeinschaft auf das Ziel geeinigt, die Klimaerwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Reichen die derzeitigen nationalen Klimaschutzpläne der Mitgliedstaaten aus, um die Ziele des Green New Deal der EU zu erreichen? Welche Maßnahmen soll die EU ergreifen, um sicherzustellen, dass die Nationalstaaten die gesetzten Klimaziele effektiv umsetzen?

Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten

Die Welt wächst zusammen: Nie war es leichter und alltäglicher, in einem internationalen Umfeld zu arbeiten. Dennoch gibt es gerade bei der länderübergreifenden Anerkennung von Berufsabschlüssen noch immer große Hürden. Welche Möglichkeiten kann die EU schaffen, um die Berufsausbildung zu internationalisieren und wie können bereits bestehende Konzepte, wie etwa die duale Berufsausbildung in Deutschland, dabei genutzt werden?

Ausschuss für Umwelt, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Das unsichtbare Problem: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind etwa 20 % der jungen Erwachsenen von psychischen Krankheiten betroffen. Wie kann die EU auch angesichts der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Gesellschaft an einem umfassenden Ansatz zur Verbesserung der psychischen Gesundheit von Jugendlichen arbeiten?

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Ansprechpartner

Dr. Christine Tretow

Tel: 0271 3302-306
Fax: 0271 3302400
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