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Erfahrungsbericht - Portsmouth März 2019

Ronja Lawo, Auszubildende zur Industriekauffrau bei der Demler Spezialtiefbau GmbH & Co. KG

  • 3. März bis 30. März 2019 mit WINGs in Portsmouth
  • Gastbetrieb: Motor Parts Direct Fareham

Jana Meyer, Auszubildende zur Industriekauffrau bei der Jochen Brill Hallen- und Industriebau GmbH

  • 3. März bis 30. März 2019 mit WINGs in Portsmouth
  • Gastbetrieb: Hippo Waste Management Systems in Portsmouth

Die Reise für uns begann am Flughafen in Düsseldorf. Im Flugzeug haben wir schon einige Pläne für unsere Freizeitgestaltung geschmiedet, aber dazu nachher mehr. In London am Flughafen angekommen hieß es erstmal: Koffer finden und Geld umtauschen. Das geht sowohl mit der Bankkarte am Automaten als auch am Schalter mit Bargeld. 

Die nächste Aufgabe: die Busstation am Flughafen finden und dann auch noch den richtigen Bus nehmen. Kleiner Tipp: Einfach Fragen, die meisten Leute sind einfach super freundlich und helfen sehr gerne. So auch in unserem Fall. Ohne die Hilfe einer älteren Dame ständen wir vermutlich immer noch dort.

Im Bus stieg die Aufregung nochmal um einiges. Wie ist wohl die Gastfamilie? Sind die Leute in dem Gastbetrieb nett? Schaffe ich es, mich auf Englisch im Alltag zu verständigen?

In Portsmouth an der zentralen Busstation „The Hard“ angekommen, wurden wir sehr freundlich von einer Mitarbeiterin von IBD, der Partnerorganisation der IHK Siegen für das Projekt WINGs, in Empfang genommen und haben die ersten Unterlagen erhalten. Da wir nicht die einzigen waren, die am 03.03.2019 angereist sind, haben wir noch auf eine Gruppe Schwedinnen gewartet. Mit drei der Schwedinnen haben wir dann den Weg zu unserer gemeinsamen Gastmutter Debbie angetreten. Und wir waren uns einig: wir konnten alle das Dinner nicht mehr abwarten!

Auch von Debbie wurden wir super herzlich empfangen und haben unsere Zimmer bezogen. Für uns war es zwar nicht ganz leicht, die viel zu schweren Koffer in den dritten Stock zu hieven, aber danach konnten wir uns das typische englische Dinner mit Braten, Kartoffeln, Yorkshire Pudding und Gemüse umso mehr schmecken lassen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und einer Einweisung in „Debbies Hausregeln“ waren wir dann doch froh, ins Bett zu kommen.

Am nächsten Tag hat Debbie einen kleinen Spaziergang mit uns durch die nähere Umgebung gemacht und uns das Wichtigste – Restaurants, Geschäfte und Bars – gezeigt.

Danach ging es für uns zu IBD. Dort hatten wir eine Einführungsveranstaltung, bei der wir viel über die Kommunikationsweise in England sowie die  „Do and Don'ts“  erfahren haben so viele Tipps für unsere Zeit in Portsmouth bekamen. Auch alle organisatorischen Dinge wurden ausführlich geklärt, vor allem aber die Frage, wann wir am nächsten Tag von einem Mitarbeiter von IBD zu unserem Gastbetrieb gefahren werden. Nach einem super leckeren Lunch haben wir alle gemeinsam eine kleine Stadtführung gemacht und anschließend die Stadt noch ein bisschen auf eigene Faust erkundet.

Ronja:

In meinem Fall wurde ich Dienstag um 12 Uhr abgeholt und zum Gastbetrieb Motor Parts Direct Fareham gefahren. Dort habe ich mich kurz vorgestellt und von dem Manager weitere Informationen zu meinem Gastbetrieb erhalten, unter anderem, dass ich doch, wenn möglich, Arbeitsschutzschuhe tragen soll.

Ich musste jeden Tag um 9 Uhr in Gosport an der Fähre sein, dort wurde ich abgeholt und zur Firma mitgenommen. Mittags hatte ich 1 Stunde Pause und wurde immer gegen 15.30 Uhr oder 16.30 Uhr wieder zur Fähre gebracht. Meine Tätigkeiten waren die Annahme, Kontrolle und EDV-Erfassung von Bestellungen, die Einsortierung der Waren in die Regale, und die Zusammenstellung der Bestellungen und Bereitstellung der Ware für Fahrer oder Kunden. Wenn neue Bestellungen reinkamen, habe ich diese zusammengestellt und an den richtigen Ort gelegt, damit sie bei der nächsten Tour direkt mit rausgingen. Außerdem durfte ich auch mal mit den Fahrern mitfahren, was wirklich schön ist, weil man nochmal ganz andere Ecken gesehen hat. Mir wurde auch gezeigt, wie man Nummernschilder bedruckt. Alles in allem ist es bei Motor Parts Direct in Fareham wirklich sehr entspannt, die Mitarbeiter sind super freundlich und man kam gut ins Gespräch. Es haben auch wirklich alle Verständnis, wenn man mal etwas nicht versteht und versuchen es solange, bis man weiß, was gemeint ist.

Am Ende meines Praktikums bekam ich von meinem Gastbetrieb einen sehr guten „Letter of Reference“, der besonders mein Engagement und meine Englischkenntnisse hervorhob. Das hat mich sehr gefreut und er wird mir zusammen mit dem durch das Auslandspraktikum erworbenen „Europass-Mobilität“, einem europaweit anerkannten Zertifikat in der beruflichen Bildung, für meinen weiteren beruflichen Werdegang sehr nützlich sein.

Meine persönlichen Highlights:

  • Spinnaker Tower
  • Isle of Wight
  • HMS Victory Museum
  • London ( Hop on – Hop off Bustour)
  • Warrens Bakery in Gosport

Jana:

Ich wurde am 5. März gegen 10 Uhr von einer netten Mitarbeiterin von IBD in unserer Gastfamilie abgeholt. Ich war total nervös, aber die Nervosität sank von Minute auf Minute… Denn ich verstand die Dame von IBD schon besser als ich dachte und sie berichtete mir sehr positiv über meinen Gastbetrieb Hippo Waste, ein Entsorgungsunternehmen.

Meine Arbeitszeiten gingen eigentlich von 9 Uhr bis 16.30 Uhr inklusive einer Stunde Pause, aber meine Firmen-Ansprechpartnerin bot mir an, dass ich auch von 9  Uhr bis 16 Uhr mit nur 30 Minuten Pause arbeiten könne. So habe ich das dann auch gemacht. Dennoch musste ich spätestens um 8 Uhr aus dem Haus, denn meine Firma lag über eine Busfahrstunde von meiner Gastfamilie entfernt. Meine Haupttätigkeit bestand in den sogenannten „Driver-Paperworks“: ich musste die angegebenen Fahrten mit denen im System vergleichen, diese später in die Arbeitslisten der Fahrer eintragen, einscannen und abheften. Wenn ich diese tägliche Hauptaufgabe erledigt habe, durfte ich in verschiedene Bereiche wie das Callcenter oder die Buchhaltung reinschnuppern und bekam dort noch diverse kleinere Aufgaben. So habe ich u.a. Rechnungen in der Buchhaltung kontrolliert, abgestempelt, mit Kundennummern versehen, eingescannt und in das firmeninterne Erfassungssystem eingegeben, falsch gelieferte Ware und Retouren angenommen und dem Callcenter gemeldet, aktiv an einem Brain-Storming im Callcenter teilgenommen, „Oster-Aktion-Flyer“ zurecht geschnitten und verpackt oder auch Briefe frankiert, etikettiert und verpackt.

Die Arbeitszeiten waren sehr gut abgestimmt mit der Arbeit, die man zu tun hatte. Auch die Kollegen waren sehr nett. Mit der ein oder anderen Kollegin bin ich weiterhin in Kontakt. Vor allem die Damen aus dem Callcenter waren sehr offen und man verstand sich wirklich direkt sehr gut mit Ihnen.

Auch mit der Verständigung klappte es besser als gedacht! Und wenn es dort mal komplizierter wurde, nahm man das mit Humor und half mir.

Mein Gastbetrieb hat mir am Ende der vier Wochen auch einen sehr guten „Letter of Reference“ ausgestellt, mit dem ich für künftige Bewerbungen zusammen mit dem durch das Praktikum erworbenen Europass-Mobilität einen deutlichen „Wettbewerbsvorteil“ habe. Dass ich von meinem Gastbetrieb besonders für meine Höflichkeit und Hilfsbereitschaft sowie für meine „excellente Arbeitsweise“ und „guten Sperachkenntnisse“ gelobt wurde, freut mich sehr.

Meine persönlichen Highlights:

  • Ilse of Wight (Buchten, Needles etc…)
  • London Baillie Ballerson Bar
  • Der Strand bei uns vor der Haustür
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Ansprechpartner

Dr. Christine Tretow

Tel: 0271 3302-306
Fax: 0271 3302-44306
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