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Gründungsreport NRW 2025
11.12.2025 Der neue „Gründungsreport NRW 2025“ von IHK NRW liefert umfassende Einblicke in das aktuelle Gründungsgeschehen in Nordrhein-Westfalen. Alle zwei Jahre nehmen die Industrie- und Handelskammern in NRW das Gründungsgeschehen im Land, auf Basis einer breit angelegten Befragung, genau unter die Lupe.
Seit dem Corona-Jahr 2020 steigt die Zahl der Unternehmensgründungen in Nordrhein-Westfalen wieder und erreichte 2024 ungefähr das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Damit ist der Abwärtstrend von 2016 bis 2020 vorerst gestoppt. Zugleich nimmt in NRW die Zahl der Gründungen durch Menschen mit Einwanderungsgeschichte kontinuierlich zu. Ihr Anteil an allen Selbstständigen liegt inzwischen bei 27 Prozent.
An der diesjährigen Umfrage von IHK NRW beteiligten sich 828 Gründerinnen und Gründer aus allen relevanten Branchen, die sich in den Jahren 2022, 2023 oder 2024 selbstständig gemacht haben. Die allermeisten von ihnen – über 90 Prozent – entschieden sich für eine Neugründung, lediglich 59 Personen gaben an, im Zuge einer Nachfolge ein Unternehmen übernommen zu haben. 52 Prozent der Befragten gründeten ihr Unternehmen im Haupterwerb. Der Anteil an Nebenerwerbsgründungen steigt seit Jahren und erreichte nun 48 Prozent. Gut 77 Prozent gründeten aus einem Beschäftigungsverhältnis heraus, 14 Prozent aus der Arbeitslosigkeit, sechs Prozent aus einem Studium. Das durchschnittliche Gründungsalter liegt bei 41 Jahren. Der Anteil von Frauen an allen Gründenden liegt bei 31 Prozent.
Während dieser Wert eher stagniert, steigt der Gründungsanteil von Menschen mit Einwanderungsgeschichte, also Personen, die entweder selbst oder von denen ein Eltern- oder Großelternteil seit 1950 in das heutige Gebiet Deutschlands eingewandert sind. „Seit Jahrzehnten sind Menschen mit Einwanderungsgeschichte nicht nur als Beschäftigte tätig, sondern auch als Unternehmer“, erklärt Cem ?entürk, Programmleiter Partizipation in Wirtschaft und Kommune am ZfTI. „Sie schaffen Arbeitsplätze, steigern maßgeblich das Bruttoinlandsprodukt, erhöhen die Angebotsvielfalt auf den Märkten, fördern internationale Handelsbeziehungen und tragen zur Revitalisierung von Stadtteilen bei.“ NRW zähle zu den Hochburgen für Unternehmensgründungen durch Menschen mit Einwanderungsgeschichte.
Wie die Befragung von IHK NRW und ZfTI zeigt, spielt die eigene Einwanderungsgeschichte in der Wahrnehmung dieser Gründenden im wirtschaftlichen und im Gründungskontext keine große Rolle. Mehr noch: Die Auswertung ergibt, dass mit zunehmender Aufenthaltsdauer in der Regel auch der Akkulturationsgrad steigt und sich langfristig die Verhaltensmuster migrantischer und nicht-migrantischer Unternehmer annähern.
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