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Viele Unternehmen sind massiv von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Um Ihnen bestmöglich dabei zu helfen, diese schwierigen Zeiten zu überstehen, sammeln wir hier die Informationen, die Ihnen hoffentlich weiterhelfen können:

Verordnungen

Verordnungen zu der jeweils aktuell gültigen Corona-Schutzverordnung sowie Einreise- und Betreuungsverordnung des Landes NRW. 

No­vem­ber­hil­fe (Dezemberhilfe geplant)

Die Anträge zur Novemberhilfe können ab sofort gestellt werden (FAQ-Fragen und Antworten).Die Dezemberhilfe wird vorbereitet.

  • Soloselbständige erhalten eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro; andere Unternehmen erhalten bis zu 10.000 Euro.
  • Die Antragstellung und Auszahlung erfolgt voll elektronisch über die IT-Pattform 
  • Hilfe zur Erstellung eines Elsterskonto
  • Erste Auszahlungen der Abschlagszahlungen erfolgen ab Ende November 2020.
  • Die Antragstellung erfolgt einfach und unbürokratisch. Um Missbrauch vorzubeugen werden Maßnahmen zur Sicherstellung der Identität des Antragstellers vorgesehen.

Überbrückungshilfe verlängert und erweitert

Die Überbrückungshilfe des Bundes richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen, die besonders von der Corona-Pandemie betroffen waren. 

  • Die Überbrückungshilfe für die 1. Phase (für die Monate Juni bis August) konnte bis zum 9. Oktober 2020 beantragt werden. Es ist nicht möglich, nach dem 9. Oktober 2020 rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen.
  • Die 2. Phase der Überbrückungshilfe umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für die 2. Phase können ab sofort gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 31. Dezember 2020. Die Beantragung erfolgt ausschließlich mit Hilfe eines  Steuerberaters, steuerberatenden Rechtsanwalts, Wirtschaftsprüfers oder vereidigten Buchprüfers. 
  • Das Programm wird mit der 3. Phase der Überbrückungshilfe bis Ende Juni 2021 verlängert. Künftig sind u.a. Unternehmen mit bis zu 500 Mio. Euro jährlichem Umsatz in Deutschland, die unmittelbar und mittelbar coronabedingt erhebliche Umsatzausfälle erleiden, antragsberechtigt.

Die Hintergrundinformationen erläutern, wer antragsberechtigt ist, welche Kosten förderfähig sind, wie sich die Förderhöhe im Einzelnen berechnet und welche Nachweise zu erbringen sind. Vorab-Check, Beantragung der ÜberbrückungshilfeFAQs und Berechnung der möglichen Förderung.

Frei­stellung der GEZ-Gebühren möglich

Unter­nehmen, Institutionen und Ein­richtungen des Gemein­wohls können auf­grund der Corona-Pan­demie unter be­stimmten Voraus­setzungen eine rück­wir­kende Frei­stellung von der Rund­funk­beitrags­pflicht be­antragen.

NRW Soforthilfen - Abrechnung erst in 2021!

Mitteilung des Wirtschaftsministeriums (13.11.2020): "Da sich die wirtschaftliche Lage vieler Soforthilfe-Empfänger erneut eingetrübt hat, wird das Land die Betroffenen entlasten und sie erst im kommenden Jahr zur Abrechnung und eventuell erforderlichen Rückzahlung auffordern. Die Abrechnung soll demnach im Frühjahr 2021 erfolgen, die mögliche Rückzahlung voraussichtlich im Herbst. Zuvor genannte Fristen sind damit hinfällig..." 

Zum Hintergrund: Anträge für die NRW-Soforthilfe 2020 konnten vom 27. März 2020 bis zum 31. Mai 2020 gestellt werden. Wer die Soforthilfe in Anspruch genommen hat, ist verpflichtet, den tatsächlichen Liquiditätsbedarf im Förderzeitraum zu ermitteln und überzählige Fördermittel zurückzuzahlen. Dazu erhalten alle Soforthilfeempfängerinnen und -empfänger eine E-Mail mit weiteren Informationen. 

Insolvenzantragspflicht bei Corona-bedingter Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit

Als erkennbar wurde, wie hart die Corona-Pandemie die Wirtschaft trifft, hat der Gesetzgeber im Frühjahr 2020 reagiert und die Insolvenzantragspflicht zunächst bis Ende September 2020 ausgesetzt, allerdings nur bei einer auf Corona beruhenden Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit. Zwischenzeitlich wurde durch den Gesetzgeber nur für den Antragsgrund Überschuldung die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 31.12.2020 verlängert, jedoch nicht für den Antragsgrund Zahlungsunfähigkeit. Hier finden sich alle Informationen zur juristischen Lage im Überblick.

„Gastgeber fördern“ - Wegweiser durch passende Förderprogramme

In Kooperation mit NRW.BANK und DEHOGA NRW hat IHK NRW mit dem Faltblatt „Gastgeber fördern“ einen Wegweiser durch passende Förderprogramme erstellt. Der Folder ist eine praktische und kompakte Übersicht, die den besonders betroffenen Unternehmen aus Hotellerie und Gastgewerbe erste Hilfestellung geben soll. Um die individuell passende Förderung zu finden, steht die IHK Siegen beratend zur Seite.
Förderprogramme „Gastgeber fördern“ und Folder

Finanzierung und Förderung

Was tun, wenn durch die Corona-Krise Ihr Unternehmen gefährdet ist?

  • Um kurzfristige Liquiditätsengpässe zu vermeiden, kann es helfen, die laufenden Vorauszahlungen der Steuern über das Finanzamt herabzusetzen oder auszusetzen. Auch Stundungen werden ermöglicht. Auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge wird verzichtet. Bitte wenden Sie sich an das für Sie zuständige Finanzamt und stellen Sie dort einen Antrag zur Steuerleichterung
  • Wenn ein Unternehmen unter Quarantäne gestellt wird, gibt es Entschädigungen für Verdienstausfälle. Weitere Informationen dazu hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Werden - so wie derzeit - als Präventivmaßnahme Betriebe geschlossen oder Großveranstaltungen abgesagt, besteht leider kein Anspruch auf Entschädigung. Prüfen Sie, ob Sie eine Betriebsausfallversicherung abgeschlossen haben, die Ihnen in diesem Fall weiterhelfen kann.
  • Auch eine Stundung von Krankenkassenbeiträgen ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich (Musterantrag).
  • Falls Sie weitere Hilfen in Anspruch nehmen möchten, wenden Sie sich zunächst an Ihre Hausbank. Sie hilft Ihnen, die Förderkredite der staatlichen Förderbanken KfW und NRW-Bank in Anspruch zu nehmen. Diese bieten beispielsweise vergünstigte Kredite mit verkürzten Bearbeitungszeiten an, die Ihnen helfen können, liquide zu bleiben. Inzwischen wurden auch die Rahmenbedingungen für Ausfallbürgschaften angepasst, so wurde die Obergrenze auf 2,5 Mio. Euro heraufgesetzt. Das Sonderprogramm der Kapitalbeteiligungsgesellschaft des Landes NRW für mehr Eigenkapital („Mikromezzanin“) kann ebenfalls helfen. Die Bürgschaftsbank NRW übernimmt Ausfallbürgschaften für Kredite an mittelständische Unternehmer und freiberuflich Tätige, wenn diese ihrem Kreditinstitut keine ausreichenden Sicherheiten stellen können (Informationen für Unternehmen). Die Bürgschaftsbank NRW gibt folgende Handlungsempfehlungen für Unternehmen, die Finanzierungshilfen in Anspruch nehmen wollen.
  • Die KfW-Schnellkredite zur Minderung der Mittelstandslücke in der Corona-Unterstützung können bei der Hausbank beantragt werden. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern. 
  • Die Beantragung von Kurzarbeitergeld wurde vereinfacht und es gibt nun mehr Möglichkeiten für Unternehmen, dieses in Anspruch zu nehmen. Zuständig für die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe ist die Agentur für Arbeit Siegen, die regionale Telefon-Hotline lautet 0271 2301 100. Die bundesweite Unternehmerhotline der Bundesagentur für Arbeit erreichen Sie unter 0800 45555 20. Erklärvideo: So beantragen Sie Kurzarbeitergeld.
  • Sollten die Einnahmeausfälle so weit gehen, dass Ihr Lebensunterhalt nicht mehr gewährleistet ist, wenden Sie sich an das Jobcenter des Kreises Siegen-Wittgensteins (Telefon-Hotline lautet 0271 38469100, E-Mail: Siegen.Leistungen671@jobcenter-ge.de) oder an das Jobcenter des Kreises Olpe (Telefon-Hotline lautet 02761 94126400), um die möglichen Unterstützungsleistungen zu prüfen. Mit entsprechenden Benutzerdaten können Sie direkt den Postfachsercvice nutzen: www.jobcenter.digital
  • Für Selbstständige, die akut überschuldet oder von Insolvenz bedroht sind, bieten wir zudem in Zusammenarbeit mit der Schuldnerhilfe Köln e. V. eine Krisenhotline an: Unter 0800 6997998 erreichen Sie kostenfrei erfahrene Berater/-innen, die Ihnen vertraulich zur Seite stehen: Krisenhotline für Mitglieder der IHK Siegen. Über diese Hotline erfolgt jedoch keine allgemeine Corona-Hilfe.
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Ansprechpartner

Sabine Bechheim

Tel: 0271 3302-305
Fax: 0271 3302400
E-Mail

Sibylle Haßler

Tel: 0271 3302-134
Fax: 0271 3302400
E-Mail

Pia Lorsbach

Tel: 0271 3302-135
Fax: 0271 3302400
E-Mail

Sandra Scholtyschik

Tel: 0271 3302-279
Fax: 0271 3302-44279
E-Mail