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Hilfen: Schneller Überblick

Überbrückungshilfe verlängert und erweitert

Die Überbrückungshilfe des Bundes richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen, die besonders von der Corona-Pandemie betroffen waren. 

  • Die Überbrückungshilfe für die 1. Phase (für die Monate Juni bis August) konnte bis zum 9. Oktober 2020 beantragt werden. Es ist nicht möglich, nach dem 9. Oktober 2020 rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen.
  • Die 2. Phase der Überbrückungshilfe umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für die 2. Phase können noch bis zum 31. März 2021 gestellt werden. Die Beantragung erfolgt ausschließlich mit Hilfe eines  Steuerberaters, steuerberatenden Rechtsanwalts, Wirtschaftsprüfers oder vereidigten Buchprüfers. 
  • Die Überbrückungshilfe III umfasst die Fördermonate November 2020 bis Juni 2021 und kann ab sofort bis 31.08.2021 beantragt werden. Die Antragstellung erfolgt durch einen Steuerberater, Steuerbevollmächtigten, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt im Namen des Antragstellenden. Weitere Informationen finden Sie hier. Die Bundesregierung hat den Höchstbetrag für die monatlichen Abschlagszahlungen von 100.000 € auf 200.000 € erhöht.
  • Änderungsanträge bei der Überbrückungshilfe II sind jetzt möglich. Hier finden Sie die Kurzanleitung zur Erstellung eines Änderungsantrages. 
  • Die Betriebskostenpauschale („Neustarthilfe“) für Soloselbstständige in Höhe von bis zu 7.500 Euro kann nur direkt beantragt werden (gesonderte FAQ „Neustarthilfe“ werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht).
  • GbRs müssen sich nicht für die Beantragung der Überbrückungshilfe II oder III in das Transparenzregister eintragen lassen.

Die Hintergrundinformationen erläutern, wer antragsberechtigt ist, welche Kosten förderfähig sind, wie sich die Förderhöhe im Einzelnen berechnet und welche Nachweise zu erbringen sind. Vorab-Check zur Überbrückungshilfe II, Beantragung der ÜberbrückungshilfenFAQs und Berechnung der möglichen Förderung.

November- und Dezemberhilfe

Die Anträge zur November- und Dezemberhilfe können noch bis zum noch bis 30. April 2021 gestellt werden. Die reguläre Auszahlung der Dezemberhilfe ist gestartet. 

Die Wirtschaftsministerkonferenz hat sich Anfang Februar 2021 darauf verständigt, die November- und Dezember-Hilfeprogramme zusammenzulegen und ein Wahlrecht bezüglich der jeweils anzuwendenden beihilferechtlichen Regelung zu schaffen. Detaillierte Informationen dazu finden sich hier

  • Soloselbständige erhalten eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro; andere Unternehmen erhalten bis zu 10.000 Euro. (Aktuelle Information: Bundeswirtschaftsminister Altmaier und Bundesfinanzminister Scholz haben sich auf eine Erhöhung der Abschlagszahlungen bei der November- und der Dezemberhilfe auf 50.000 Euro verständigt. Details erfolgen nach weiteren Gesprächen mit den Ländern, 09.12.2020)
  • Unternehmen können jetzt auch Corona-Hilfen von mehr als 2 Mio. € beantragen. Änderungsanträge bei der Überbrückungshilfe II sowie bei der November- und Dezemberhilfe sind jetzt möglich. Hier finden Sie die Kurzanleitung zur Erstellung eines Änderungsantrages. 
  • Die Antragstellung und Auszahlung erfolgt voll elektronisch über die IT-Pattform 
  • Hilfe zur Erstellung eines Elsterskonto
  • Erste Auszahlungen der Abschlagszahlungen erfolgen ab Ende November 2020.
  • Die Antragstellung erfolgt einfach und unbürokratisch. Um Missbrauch vorzubeugen werden Maßnahmen zur Sicherstellung der Identität des Antragstellers vorgesehen.

Beihilferechtliche Fragen zu Überbrückungshilfen und Förderdarlehen

Die Europäische Kommission hat den befristeten Rahmen für staatliche Beihilfen verlängert und erweitert. Die Obergrenze für Kleinbeihilfen wurde auf 1,8 Mio. Euro (bisher 800.000 Euro) und für Fixkostenhilfe auf 10 Mio. Euro (bisher 3 Mio. Euro) erhöht. Der befristete Rahmen wurde einheitlich bis 31.12.2021 (bislang Befristung bis 30.06.2021) verlängert.

In der Corona-Krise haben Bund und Länder sowie staatliche Förderbanken (KfW, NRW.Bank, Bürgschaftsbank NRW) zahlreiche Hilfsprogramme für Unternehmen aufgelegt. Innerhalb der EU sind staatliche Beihilfen für die Wirtschaft allerdings nur unter ganz bestimmten Ausnahmen zulässig, um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern. Unternehmen, die die staatlichen Hilfen nutzen, müssen daher darauf achten, dass die jeweils zulässigen Höchstbeträge nicht überschritten werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Hilfen zurückgefordert werden. Einen Überblick über die Beihilfethematik bieten das Allgemeine KfW-Merkblatt zu Beihilfen sowie dieser Link.  
  
Die staatlichen Corona-Hilfen werden zumeist auf der Grundlage der so genannten „Zweiten Geänderten Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ gewährt. Auch die NRW-Soforthilfe 2020 wurde unter der Kleinbeihilfen-Regelung des Bundes gewährt und ist daher bei Ermittlung der Höchstgrenzen mit zu berücksichtigen. Ein weiteres KfW-Merkblatt informiert darüber, was zu beachten ist, wenn unterschiedliche Kleinbeihilfen und niedrigverzinslicher Darlehen vereinigt werden. Wichtig: Beim "KfW-Schnellkredit 2020" ist bei der Berechnung, ob der Höchstbetrag eingehalten wird, der Kreditbetrag zugrunde zu legen. Dasselbe gilt, wenn beim "KfW-Unternehmerkredit" oder beim "ERP-Gründerkredit – Universell" eine Laufzeit von mehr als sechs Jahren gewählt wird. Bei einer Kreditlaufzeit unter sechs gelten die Höchstgrenzen der „Bundesregelung Beihilfen für niedrigverzinsliche Darlehen 2020“. 

Rückmeldeverfahren zur NRW-Soforthilfe 2020

Ansprechpartner zum Rückmeldeverfahren Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie: Telefon: 0211-7956 4995 und E-Mail: soforthilfe-rueckmeldung@mwide.nrw.de

Zum Hintergrund: Anträge für die NRW-Soforthilfe 2020 konnten vom 27. März 2020 bis zum 31. Mai 2020 gestellt werden. Wer die Soforthilfe in Anspruch genommen hat, ist verpflichtet, den tatsächlichen Liquiditätsbedarf im Förderzeitraum zu ermitteln und überzählige Fördermittel zurückzuzahlen. Dazu erhalten alle Soforthilfeempfängerinnen und -empfänger eine E-Mail mit weiteren Informationen. 

Änderungen Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Die Änderungen der Ersten Förderrichtlinie zum Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" treten am 11.12.2020 in Kraft.

„Gastgeber fördern“ - Wegweiser durch passende Förderprogramme

In Kooperation mit NRW.BANK und DEHOGA NRW hat IHK NRW mit dem Faltblatt „Gastgeber fördern“ einen Wegweiser durch passende Förderprogramme erstellt. Der Folder ist eine praktische und kompakte Übersicht, die den besonders betroffenen Unternehmen aus Hotellerie und Gastgewerbe erste Hilfestellung geben soll. Um die individuell passende Förderung zu finden, steht die IHK Siegen beratend zur Seite.
Förderprogramme „Gastgeber fördern“ und Folder

Finanzierung und Förderung

Was tun, wenn durch die Corona-Krise Ihr Unternehmen gefährdet ist?

  • Um kurzfristige Liquiditätsengpässe zu vermeiden, kann es helfen, die laufenden Vorauszahlungen der Steuern über das Finanzamt herabzusetzen oder auszusetzen. Auch Stundungen werden ermöglicht. Auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge wird verzichtet. Bitte wenden Sie sich an das für Sie zuständige Finanzamt und stellen Sie dort einen Antrag zur Steuerleichterung
  • Wenn ein Unternehmen unter Quarantäne gestellt wird, gibt es Entschädigungen für Verdienstausfälle. Weitere Informationen dazu hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Werden - so wie derzeit - als Präventivmaßnahme Betriebe geschlossen oder Großveranstaltungen abgesagt, besteht leider kein Anspruch auf Entschädigung. Prüfen Sie, ob Sie eine Betriebsausfallversicherung abgeschlossen haben, die Ihnen in diesem Fall weiterhelfen kann.
  • Auch eine Stundung von Krankenkassenbeiträgen ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich (Musterantrag).
  • Falls Sie weitere Hilfen in Anspruch nehmen möchten, wenden Sie sich zunächst an Ihre Hausbank. Sie hilft Ihnen, die Förderkredite der staatlichen Förderbanken KfW und NRW-Bank in Anspruch zu nehmen. Diese bieten beispielsweise vergünstigte Kredite mit verkürzten Bearbeitungszeiten an, die Ihnen helfen können, liquide zu bleiben. Inzwischen wurden auch die Rahmenbedingungen für Ausfallbürgschaften angepasst, so wurde die Obergrenze auf 2,5 Mio. Euro heraufgesetzt. Das Sonderprogramm der Kapitalbeteiligungsgesellschaft des Landes NRW für mehr Eigenkapital („Mikromezzanin“) kann ebenfalls helfen. Die Bürgschaftsbank NRW übernimmt Ausfallbürgschaften für Kredite an mittelständische Unternehmer und freiberuflich Tätige, wenn diese ihrem Kreditinstitut keine ausreichenden Sicherheiten stellen können (Informationen für Unternehmen). Die Bürgschaftsbank NRW gibt folgende Handlungsempfehlungen für Unternehmen, die Finanzierungshilfen in Anspruch nehmen wollen.
  • Die KfW-Schnellkredite zur Minderung der Mittelstandslücke in der Corona-Unterstützung können bei der Hausbank beantragt werden. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern. 
  • Die Beantragung von Kurzarbeitergeld wurde vereinfacht und es gibt nun mehr Möglichkeiten für Unternehmen, dieses in Anspruch zu nehmen. Zuständig für die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe ist die Agentur für Arbeit Siegen, die regionale Telefon-Hotline lautet 0271 2301 100. Die bundesweite Unternehmerhotline der Bundesagentur für Arbeit erreichen Sie unter 0800 45555 20. Erklärvideo: So beantragen Sie Kurzarbeitergeld.
  • Sollten die Einnahmeausfälle so weit gehen, dass Ihr Lebensunterhalt nicht mehr gewährleistet ist, wenden Sie sich an das Jobcenter des Kreises Siegen-Wittgensteins (Telefon-Hotline lautet 0271 38469100, E-Mail: Siegen.Leistungen671@jobcenter-ge.de) oder an das Jobcenter des Kreises Olpe (Telefon-Hotline lautet 02761 94126400), um die möglichen Unterstützungsleistungen zu prüfen. Mit entsprechenden Benutzerdaten können Sie direkt den Postfachsercvice nutzen: www.jobcenter.digital
  • Für Selbstständige, die akut überschuldet oder von Insolvenz bedroht sind, bieten wir zudem in Zusammenarbeit mit der Schuldnerhilfe Köln e. V. eine Krisenhotline an: Unter 0800 6997998 erreichen Sie kostenfrei erfahrene Berater/-innen, die Ihnen vertraulich zur Seite stehen: Krisenhotline für Mitglieder der IHK Siegen. Über diese Hotline erfolgt jedoch keine allgemeine Corona-Hilfe.

Frei­stellung der GEZ-Gebühren möglich

Unter­nehmen, Institutionen und Ein­richtungen des Gemein­wohls können auf­grund der Corona-Pan­demie unter be­stimmten Voraus­setzungen eine rück­wir­kende Frei­stellung von der Rund­funk­beitrags­pflicht be­antragen.

Weitere Informationen und Links

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Ansprechpartner

Sibylle Haßler

Tel: 0271 3302-134
Fax: 0271 3302400
E-Mail

Pia Lorsbach

Tel: 0271 3302-135
Fax: 0271 3302400
E-Mail

Julia Remmel

Tel: 0271 3302-133
Fax: 0271 3302400
E-Mail

Sandra Scholtyschik

Tel: 0271 3302-279
Fax: 0271 3302-44279
E-Mail

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