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Nr. 054: Gründung, Sicherung und Nachfolge: IHK unterstützt mit Beratung und Veranstaltungen

29. August 2025/ Laut dem aktuellen IHK-Nachfolgereport NRW stehen in den nächsten zehn Jahren landesweit 305.000 Familienbetriebe vor der Herausforderung, die Führung in jüngere Hände zu geben. Die Gestaltung der Unternehmensnachfolge ist eine herausfordernde Situation – für beide Seiten. „Dabei geht es nicht nur um betriebswirtschaftliche, rechtliche und steuerrechtliche Fragen, die zu klären sind. Ein Unternehmen abzugeben, bedeutet oftmals auch, sein Lebenswerk einer anderen Person anzuvertrauen. Das ist in vielen Fällen ein sehr emotionaler Vorgang“, sensibilisiert Gina Schröder, Leiterin des Referats Gründung, Sicherung und Nachfolge in der IHK Siegen.

Ihr Team unterstützt Betriebe bei der Sicherung des Geschäfts und begleitet Nachfolgeprozesse. „Die Praxis zeigt ganz klar, dass eine rechtzeitige und professionelle Planung ein entscheidender Erfolgsfaktor für das Gelingen der Nachfolgeregelung ist.“ Spätestens ab dem Alter von 55 Jahren sei es für den abgebenden Unternehmer ratsam, die Pläne zur Übergabe zu konkretisieren und einen klaren Zeithorizont aufzustellen. „Das schafft Transparenz und eine solide Basis für den Wechsel. Auch für die Belegschaft ist das ein wichtiges Zeichen dafür, dass es langfristig weitergehen wird.“

Die IHK bietet verschiedene Informationsangebote – von fachkundiger Einzelberatung bis hin zur vertraulichen Vermittlung von potenziellen Nachfolgern durch den IHK-Nachfolgepool und die „nexxt-change“-Unternehmensbörse. Eine zusätzliche Hilfe leistet die digitale Plattform Unternehmenswerkstatt NRW (UWD). Sie hält Tools für die strukturierte Nachfolgeplanung bereit. Antworten auf zentrale Fragen und viele hilfreiche Tipps stellt auch die von IHK NRW überarbeitete Publikation „Generationenwechsel im Unternehmen: Praxishandbuch zur Unternehmensnachfolge“ zur Verfügung (mehr dazu unter ihk.nrw.de).

„Wir wollen Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit erleichtern“, ergänzt IHK-Geschäftsführerin Sabine Bechheim. „Auf diesem Weg gibt es natürlich immer Herausforderungen und Hürden, aber mit den richtigen Instrumenten und individueller Beratung können angehende Gründer den Start ins Unternehmertum schaffen – sofern die Gründungsidee gut ist und der Businessplan überzeugt.“

Worauf es dabei konkret ankommt, bringt die IHK der Zielgruppe unter anderem in monatlichen Basisseminaren zur Existenzgründung näher. Hinzu kommt eine Vielzahl weiterer Informationsveranstaltungen, etwa zu Themen wie Buchhaltung, Liquiditätsplanung, Marketing und E-Rechnungen. Mit dem kompakten „Einmaleins der Gründung“ liefert die Kammer zum Beispiel Impulse zur Ideenfindung und Marktforschung, zu behördlichen Vorgaben, zur Wahl der passenden Rechtsform und zur Finanzierungsplanung – auch mit Hinweis auf entsprechende Fördermittel, die potenziell in Frage kommen. Gerade dieser Punkt sei für viele Gründungsinteressierte ganz entscheidend, betont Gina Schröder: „Welche Förderprogramme kann man in Anspruch nehmen? Welche Voraussetzungen muss man dafür erfüllen? Wie läuft die Beantragung konkret ab? Hier klären wir individuell und Schritt für Schritt auf.“

Seiten-ID: 4853

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Ansprechpartner

Sabine Bechheim

Tel: 0271 3302-200
Fax: 0271 3302400
E-Mail

Gina Schröder

Tel: 0271 3302 223
Fax: 0271 3302 400
E-Mail

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