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Nr. 083: IHK-Vollversammlung fördert Strukturprojekte für die Region

29. Dezember 2025/ „Die Durststrecke für die heimische Wirtschaft hält nach wir vor an. Seit nunmehr zwei Jahren bewertet die Industrie ihre aktuelle Lage als schlecht. Es ist wichtig, dass der wirtschaftspolitische Kurswechsel einsetzt, nicht irgendwann, sondern jetzt!“ betonte Walter Viegener in der jüngsten Sitzung der Vollversammlung der IHK Siegen. Der IHK-Präsident machte klar, dass die Industrie investieren und gestalten wollte, aber: „Dafür müssen die richtigen und vor allem verlässliche Bedingungen herbei.“ Man sei nach wie vor eine starke Industrie- und Wirtschaftsregion. Die Unternehmen sähen die Bundesregierung dann auf dem richtigen Weg, wenn mehr Umsetzung und weniger Ankündigungen, vor allem mehr Entlastung und weniger Blockade erkennbar seien.

Dort, wo sich die konjunkturelle Lage etwas aufhelle, zeichne sich mit dem Fachkräftemangel ein weiteres massives Risiko ab. Auch hier wünsche man sich wegweisende Neuerungen. „Ohne gut ausgebildete Menschen in den Betrieben wird der Aufschwung an uns vorbeiziehen. Das können wir uns nicht erlauben!“ Hieran muss aus Sicht Walter Viegeners auf allen Ebenen abgestimmt gearbeitet werden.

Die IHK wird hierzu eigene Beiträge leisten. Mit Verabschiedung ihres Wirtschaftsplans hat die Vollversammlung erneut erhebliche Finanzmittel für eigene Projekte und Initiativen freigegeben, um die wirtschaftliche Entwicklung in der Region auch im kommenden Jahr voranzutreiben. IHK-Vizepräsident Jost Schneider (Walter Schneider GmbH & Co. KG) hatte den Haushalt als Vorsitzender des Finanzprüfungsausschusses in die Beratungen eingebracht und die wesentlichen Eckdaten erläutert. Für das Wirtschaftsjahr 2026 plant die IHK mit Erträgen von 8,9 Mio. €, die größtenteils auf Mitgliedsbeiträge zurückgehen. Der Umlagesatz auf die Gewerbeerträge wird im kommenden Jahr von 0,15 % auf 0,20 % moderat angehoben, nachdem dieser in den Jahren 2024 und 2025 (0,15 %) unter den tatsächlichen Bedarf gesenkt worden war, um bestehende Rücklagen aufzulösen. Jost Schneider: „Insbesondere erforderliche IT-Maßnahmen und inflationsbedingte Kostensteigerungen lassen auf der Ausgabenseite die Betriebsaufwendungen ansteigen. Die nun vorgesehene, maßvolle Anpassung ermöglicht, den Haushaltsausgleich zu sichern, ohne den Mitgliedsunternehmen in wirtschaftlich herausfordernder Zeit Planungssicherheit zu nehmen.“

Die Vollversammlung stellte erneut erhebliche Finanzmittel für die Fachkräftesicherung sowie für verkehrspolitische und dienstleistungsbezogene Vorhaben bereit, mit denen die IHK 2026 Impulse setzen will. Alleine für Projekte im Bereich Arbeitsmarkt, Ausbildung und Fachkräfte investiert die IHK abermals sechsstellige Beträge. Beispiele sind die Schulung von „Ausbildungsbotschaftern“, die Schülern Ausbildungsberufe auf Augenhöhe nahebringen, die psychosoziale Unterstützung von Auszubildenden oder Maßnahmen im Bereich des Ausbildungsmarketings.

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