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Nr. 002: Überblick in Zahlen 2025: IHK-Region bleibt leistungsfähiger Wirtschaftsstandort trotz schwieriger Rahmenbedingungen

19. Januar 2026/ Die Industrie- und Handelskammer Siegen hat ihre Standortbroschüre „Überblick in Zahlen 2025“ veröffentlicht. Diese liefert einen umfassenden Einblick in die wirtschaftlichen Eckdaten der Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe – und zeigt: Trotz einer historisch langen Strukturkrise, globaler Unsicherheiten sowie anhaltenden Kosten- und Wettbewerbsdrucks bleibt die IHK-Region ein leistungsfähiger Wirtschaftsstandort in Nordrhein-Westfalen. „Die vergangenen Jahre waren geprägt von multiplen Krisen – von der Corona-Pandemie über die Energiekrise bis hin zu geopolitischen Spannungen. Dennoch beweist unsere Region ihre Widerstands- und Innovationskraft“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Thilo Pahl. „Gerade die Industrie ist und bleibt das Rückgrat der heimischen Wirtschaft.“

Industrie als Kern der Wirtschaftskraft

Die Zahlen unterstreichen die besondere Bedeutung des verarbeitenden Gewerbes: Während in NRW lediglich rund 25 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Industrie tätig sind, liegt der Anteil im IHK-Bezirk bei 43 %. Auch bei der Bruttowertschöpfung zeigt sich die starke industrielle Prägung: Landesweit entfallen 27 % auf das produzierende Gewerbe, in der Region sind es 45 %. Deutlich hervor sticht hierbei der Kreis Olpe mit einem Anteil von 59 %. Damit zählt die IHK-Region weiterhin zu den industriellen Kernräumen des Landes. Während in NRW seit dem Jahr 2000 mehr als 260.000 Industriearbeitsplätze verloren gingen, konnte die Industriebeschäftigung in der IHK-Region im gleichen Zeitraum um fast 1.000 Stellen zulegen.

Herausforderungen spürbar

Gleichwohl ist die aktuelle wirtschaftliche Lage spürbar angespannt. Die Umsätze der Industrie im IHK-Bezirk gingen 2024 gegenüber dem Vorjahr um 3,7 % zurück, die Industriebeschäftigtenzahl sank um 1,3 % und die Arbeitslosenquote stieg. Stephan Häger, Leiter des Referats Konjunktur, Arbeitsmarkt und Statistik: „Diese Entwicklung verdeutlicht den enormen Druck, unter dem die Unternehmen stehen – sei es durch hohe Energiepreise, Fachkräftemangel oder eine schwache Nachfrage.“ Der langfristige Vergleich zeigt jedoch die strukturelle Stärke der Region: Seit dem Jahr 2000 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt um knapp 19 %, im Kreis Olpe sogar um mehr als 31 %.

Starke Mittelstandsstruktur als Erfolgsfaktor

Die Wirtschaft der Region ist weiterhin von einer robusten Klein- und Mittelstandsstruktur geprägt. Schlüsselbranchen wie die Metallerzeugung und -verarbeitung, der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Elektrotechnik bilden das Fundament für Beschäftigung und Wertschöpfung. „Diese Struktur macht die Region besonders widerstandsfähig – auch wenn die Herausforderungen groß bleiben“, betont Häger.

Die Broschüre „Überblick in Zahlen 2025“ bietet darüber hinaus detaillierte Informationen zu Arbeitsmarkt, Fachkräftenachwuchs, demografischer Entwicklung, Tourismus und steuerlichen Rahmenbedingungen. 

Seiten-ID: 4941

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Ansprechpartner

Stephan Häger

Tel: 0271 3302-315
Fax: 0271 3302400
E-Mail

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