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Nr. 041: Cyber-Risiko-Kostenrechner und IT-Sicherheits-Audit: Gefahren von Angriffen besser einschätzen

11. Juni 2026/ Die Bedrohungslage im digitalen Raum wird stetig größer. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schätzt, dass sich der wirtschaftliche Schaden durch Cyberkriminalität in Deutschland schon heute auf mehr als 200 Mrd. € pro Jahr beläuft. Täglich werden neue Sicherheitslücken bekannt, während gleichzeitig die Anzahl der Attacken auf kritische Infrastrukturen und Unternehmen zunimmt. „Betroffen sind Betriebe jeder Größe und Branche“, unterstreicht Dr. Thilo Pahl, Hauptgeschäftsführer der IHK Siegen. Um die abstrakte Gefahr greifbarer zu machen, bietet die Kammer ihren Mitgliedsbetrieben nun zwei kostenlose Tools an: den Cyber-Risiko-Kostenrechner sowie das IT-Sicherheits-Audit BSI & NIS2. Sie dienen dazu, die finanziellen Folgen eines möglichen Cyberangriffs für Unternehmen besser einschätzen zu können sowie die betriebliche IT-Sicherheit nach BSI und NIS2 zu überprüfen. Im Anschluss an diese Checks erhält der Anwender einen detaillierten Report mit Schwachstellen und konkreten Handlungsempfehlungen. Ein Export der Berichte als PDF-Datei ist ebenfalls möglich.

„Bei den durch den Cyber-Risiko-Kostenrechner abgeschätzten Jahresverlusten geht es weniger um eine exakt berechenbare Summe, sondern vielmehr um eine realistische Orientierung und ein besseres Verständnis von Cyberrisiken“, verdeutlicht Joschka Knipp, Leiter des IHK-Referats Technologie, Energie, Umwelt: „Viele Unternehmen unterschätzen die Auswirkungen von Cyberangriffen, weil diese zunächst theoretisch wirken. Unser Kostenrechner übersetzt diese Unsicherheit in konkrete wirtschaftliche Größen, indem er beispielsweise mögliche Kosten durch Datenverluste, Systemausfälle, Produktionsstillstände oder Wiederherstellungsmaßnahmen aufzeigt. Auch indirekte Schäden wie Reputationsverluste können dabei berücksichtigt werden.“ Dadurch werde aus einer allgemeinen Bedrohung eine nachvollziehbare finanzielle Belastung.

Die beiden Tools lassen sich unkompliziert nutzen. Unternehmen nennen zunächst wesentliche Parameter, etwa Branchenzugehörigkeit, Jahresumsatz und Betriebsgröße. Darüber hinaus geben sie an, ob sie sicherheitsrelevante präventive Instrumente wie Zwei-Faktor-Authentifizierung, regelmäßige Backups und Security-Trainings nutzen. Der Kostenrechner ermittelt daraufhin das entsprechende Risiko. Das Ergebnis hilft, Investitionen in IT-Sicherheit zu priorisieren. „Damit wird das Thema nicht nur technisch betrachtet, sondern als betriebswirtschaftliche Entscheidung, bei der Kosten und Nutzen gegeneinander abgewogen werden“, ordnet Joschka Knipp ein. Um Risiken und potenzielle Schäden gezielt zu minimieren, können Betriebe nach dem Kostenrechner das vertiefende Audit ihrer Sicherheitslage durchführen.

Sinnvoll sind beide Tools nicht nur mit Blick auf die Zahlen. Es geht auch darum, das Risikobewusstsein zu erhöhen, vor allem auf Führungsebene. „Gerade in kleinen und mittleren Betrieben ist Cybersecurity immer noch häufig ein Thema der IT-Abteilung, obwohl die wirtschaftlichen Auswirkungen strategische Bedeutung haben. Durch die übersetzte Darstellung in Euro-Werte wird das Ganze für die jeweilige Unternehmensleitung deutlich verständlicher“, fasst Dr. Thilo Pahl zusammen.

Zum Kostenrechner: Cyber Risiko Kostenrechner

Zum weiterführenden Audit: Security Audit Tool

Seiten-ID: 5070

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Ansprechpartner

Joschka Knipp

Tel: 0271 3302 264
Fax: 0271 3302 400
E-Mail

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