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Nr. 045: Neue Schiedsverfahren sparen Zeit und Kosten – besonders für Industrie und Handel

26. Juni 2026/ In der Wirtschaft kommt es auf Tempo an – gerade dann, wenn Konflikte entstehen. Doch klassische Gerichtsverfahren ziehen sich oft über lange Zeit hin. Der Schiedsgerichtshof der Deutschen Industrie- und Handelskammer (SGH) setzt deshalb auf neue, beschleunigte Verfahren und eröffnet Betrieben zügigere und zugleich rechtssichere Wege zur Konfliktlösung. Damit reagiert der SGH auf die wachsenden Anforderungen in der Wirtschaft. Gerade bei Streitigkeiten mit geringerem Streitwert oder überschaubarer Komplexität ermöglichen verkürzte Fristen und schlankere Abläufe deutlich schnellere Entscheidungen, als es vor staatlichen Gerichten der Fall ist. „Für Unternehmen bedeutet das vor allem mehr Planungssicherheit und geringere Kosten“, erklärt Jens Brill, Geschäftsführer der IHK Siegen.

Besonders profitieren Branchen, in denen komplexe Liefer- und Vertragsbeziehungen an der Tagesordnung sind. Dazu zählen vor allem Industrieunternehmen, der Maschinen- und Anlagenbau, die metallverarbeitende Industrie, der Groß- und Außenhandel sowie Logistik- und Zulieferbetriebe. Gerade hier können Konflikte entlang von Lieferketten oder in internationalen Geschäftsbeziehungen schnell hohe wirtschaftliche Risiken verursachen. „Unternehmen können es sich heute kaum leisten, Konflikte über Monate oder Jahre hinweg auszutragen“, unterstreicht Jens Brill. „Schnelle, verlässliche Entscheidungen sind ein zentraler Wettbewerbsfaktor – insbesondere für die stark exportorientierten Betriebe in unserer Region.“

Ein besonderer Vorteil bleibt dabei erhalten: Schiedsverfahren laufen vertraulich ab, und die Beteiligten können Experten als Schiedsrichter auswählen. „Betriebe profitieren davon, dass sie ihre Konflikte diskret klären und zugleich auf spezialisiertes Branchenwissen zurückgreifen können“, verdeutlicht der IHK-Geschäftsführer. Zusätzlich stärke der Schiedsgerichtshof die Verbindung von Mediation und Schiedsverfahren. Streitparteien erhielten so die Möglichkeit, zunächst eine einvernehmliche Lösung zu finden, bevor ein verbindlicher Schiedsspruch erfolge. Gerade bei langjährigen Geschäftsbeziehungen könne dies helfen, Partnerschaften zu erhalten. „Nicht wenige Konflikte entstehen in gewachsenen Liefer- und Kooperationsbeziehungen. Hier ist es wichtig, Lösungen zu finden, die wirtschaftlich sinnvoll sind und die Zusammenarbeit nicht dauerhaft beschädigen.“

Weitere Informationen zum Thema: www.schiedsgerichtshof.de 

 

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Ansprechpartner

Jens Brill

Tel: 0271 3302-160
Fax: 0271 3302-400
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