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Nr. 063: Industrie im IHK-Bezirk robust - Umsätze legen leicht zu

1. September 2026/ Die Industrie im IHK-Bezirk Siegen hat im ersten Halbjahr 2026 mehr umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten erzielten von Januar bis Juni einen Gesamtumsatz von rund 8,1 Mrd. €. Das entspricht einem Anstieg von 2,5 %. Die nordrhein-westfälische Industrie verzeichnete hingegen im gleichen Zeitraum einen Rückgang von 0,2 %.

„Die Umsatzentwicklung ist noch stabil. Die Industrie in unserer Region zeigt sich auch im Vergleich zu NRW insgesamt robust", betont Dr. Thilo Pahl, Hauptgeschäftsführer der IHK Siegen. „Zugleich bleibt die konjunkturelle Entwicklung herausfordernd. Die Unternehmen bewegen sich weiterhin in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Umso wichtiger sind verlässliche Rahmenbedingungen, damit die Industrie ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern und ihre Potenziale entfalten kann." Während im Kreis Siegen-Wittgenstein der Gesamtumsatz lediglich um 0,4 % auf rund 4,5 Mrd. € zulegen konnte, verzeichnete die Industrie im Kreis Olpe ein Plus von 5,2 % auf rund 3,6 Mrd. €. Damit ist ein wesentlicher Teil des Anstiegs auf die positive Entwicklung im Kreis Olpe zurückzuführen.

Exportgeschäft bleibt wichtige Stütze - Unsicherheiten bleiben

Der Auslandsumsatz der Industrie im IHK-Bezirk erhöhte sich um 4,9 % auf rund 3,8 Mrd. €. In Siegen-Wittgenstein stieg das Exportgeschäft um 4,4 %, im Kreis Olpe sogar um 5,9 %. Landesweit ging der Auslandsumsatz hingegen um 1,2 % zurück. Dr. Thilo Pahl: „Das Exportgeschäft liefert derzeit einen ganz entscheidenden Beitrag zur Umsatzentwicklung. Dennoch bleibt die Lage fragil. Die Unternehmen bewegen sich in einem Umfeld aus geopolitischen Risiken, Handelskonflikten und Unsicherheiten. Ob sich das Exportplus verstetigen kann, ist deshalb offen." Der Inlandsumsatz im IHK-Bezirk nahm lediglich um 0,5 % zu. Während der Kreis Olpe ein Plus von 4,8 % verbuchte, sank der Inlandsumsatz in Siegen-Wittgenstein um 4,0 %.

Differenziertes Bild innerhalb der Industrie

Auch bei den einzelnen Industriebranchen zeigt sich eine unterschiedliche Entwicklung. Besonders dynamisch entwickelte sich der Maschinenbau. Sein Gesamtumsatz stieg um 12,5 %. Auch die Elektrotechnik legte um 7,4 % zu. Die Gummi- und Kunststoffindustrie verzeichnete ein Plus von 1,8 %. Dagegen sank der Umsatz in der energieintensiven Metallerzeugung und -bearbeitung um 9,9 %.

„Die positiven Zahlen einzelner Branchen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich größere Teile der Industrie weiterhin in schwierigem Fahrwasser befinden", berichtet IHK-Referatsleiter Stephan Häger. „Gerade die Entwicklung der Metallbranchen zeigt, wie groß der Anpassungs- und Kostendruck ist. Für eine nachhaltige Erholung braucht die Industrie bessere Standortbedingungen - insbesondere bei Energiepreisen, Bürokratie und Investitionssicherheit."

Beschäftigung weiterhin zurückhaltend

Die Beschäftigungsentwicklung in der Industrie bleibt ein Belastungsfaktor. Im Juni 2026 waren im IHK-Bezirk 50.658 Personen in Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigten tätig. Das waren 1,2 % weniger als im Vorjahresmonat. In NRW lag der Beschäftigungsrückgang sogar bei 3,6 %. Stephan Häger: „Die Unternehmen bleiben bei Neueinstellungen zurückhaltend und prüfen ihre Kostenstrukturen genau. Gleichzeitig verschärft der demografische Wandel den Fachkräftemangel. Die wirtschaftliche Stabilisierung muss daher auch am Arbeitsmarkt ankommen."

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Ansprechpartner

Stephan Häger

Tel: 0271 3302-315
Fax: 0271 3302400
E-Mail

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