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CONZE Informatik GmbH - Systemrelevant und zukunftsorientiert

Text: Patrick Kohlberger, Fotos: Carsten Schmale

„Von der Arbeit in unserer Branche können Menschenleben abhängen. Da ist zu jeder Zeit größte Akribie gefragt“, betont Magnus Theile, Prokurist der CONZE Informatik GmbH. Das in Lennestadt und Siegen ansässige Unternehmen entwickelt Benutzeroberflächen anspruchsvoller Geräte und Software-Systeme für Kunden aus Medizintechnik, Healthcare und Industrie. Seit der Gründung vor nunmehr zwölf Jahren hat sich der Betrieb stetig weiterentwickelt. Inzwischen ist die Belegschaft auf knapp 40 Personen angewachsen. 

Für den geschäftsführenden Gesellschafter Dennis Conze steht fest, dass die große gesellschaftliche Verantwortung, die mit den Aufgabenfeldern einhergeht, den besonderen Reiz der Arbeit seines Unternehmens ausmacht. Die hier generierten Lösungen müssten nicht nur funktionalen Ansprüchen genügen, sondern in erster Linie maximale Sicherheit gewährleisten. Sie kommen zum Beispiel bei Beatmungs- und Anästhesiegeräten zum Einsatz. Die Software dürfe also auf keinen Fall abstürzen. „Wenn etwa die Belastung falsch gesteuert ist, können gravierende Fehler unterlaufen. Da es dies unter allen Umständen zu verhindern gilt, sind die Anforderungen an Technik und Personal sehr hoch.“

Auf Medizintechnik und Healthcare hat sich das Unternehmen insbesondere wegen des hohen Zukunftspotenzials dieser Branchen spezialisiert. Zudem bringt sich CONZE als Kooperationspartner der Universität Siegen aktiv in die Arbeit der Lehrstühle Lebenswissenschaften, Medizinische Informatik und Human Computer Interaction ein, um seinen eigenen Forschungscharakter und Wissensfluss langfristig auszubauen. Über die Jahre hat sich das Unternehmen eine auch überregional anerkannte Expertise im Ansteuern komplexer Hard- durch Software erarbeitet.

Seit dem vergangenen Jahr ist CONZE zudem durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe als „systemrelevantes Unternehmen“ deklariert. Diese Einstufung bringt zahlreiche Pflichten mit sich. Aufgrund der hohen Bedeutung seiner Dienstleistung in sicherheitspolitischer, gesundheitlicher und wirtschaftlicher Hinsicht entwickelt CONZE streng entsprechend normativer Software-Entwicklungsprozesse der Medizintechnik.

Hinzu kommen Bestimmungen des Risikomanagements, der Produktsicherheit sowie der Gebrauchstauglichkeit, die es neben denen der eigentlichen Code-Entwicklung einzuhalten gilt. Diese Prozesse sind in zahlreichen deutschen und internationalen Normen verankert und zu befolgen.

Erst wenn alles validiert ist, ist der Einsatz der Software-Lösungen etwa in Krankenhausgeräten zugelassen. Damit gehen hohe Auflagen in puncto Dokumentation und Testung einher. „Letztlich müssen wir umfassend beweisen, dass die Software so funktioniert, wie es sich Produktmanager, Techniker und Designer überlegt haben. Wir setzen visuelle Konzepte um und verheiraten diese quasi mit der Hardware“, erläutert Dennis Conze. Aber die Arbeit kommt längst nicht nur in Krankenhäusern zum Einsatz: Mit dem Weltmarktführer aus dem Bereich Dentaltechnik kooperiert CONZE hinsichtlich des Themas Zahnrekonstruktion. Gemeinsam mit dem Premium-Hersteller haben die Informatiker eine hochmoderne Software-Lösung entwickelt. Auch in verschiedenen Industriesegmenten ist das Unternehmen präsent.

Die hohen Anforderungen spiegeln sich auch in der Qualifikation der Mitarbeiter wider. Der Betrieb zeichnet sich durch einen Akademisierungsgrad von 85 % aus. Um die Vorstellungen der Kunden zu erfüllen, hat die Geschäftsführung bewusst zahlreiche spezialisierte Medizininformatiker angestellt. „In diesem Kontext ist es für uns eine tolle Ausgangssituation, dass die Universität Siegen in ihrem Lehrangebot einen entsprechenden Schwerpunkt setzt“, ordnet Magnus Theile ein. So gelinge es immer wieder, geeignete Nachwuchskräfte aus der Region zu rekrutieren und sie konsequent an die Arbeit heranzuführen. In den interdisziplinär besetzten Reihen des Unternehmens finden sich aber auch Wirtschaftsinformatiker, Physiker, Mathematiker und weitere Naturwissenschaftler. Sie alle zeichne die Bereitschaft aus, herausfordernde Problemstellungen anzugehen und wegweisende Projekte zum Erfolg zu bringen, berichtet Dennis Conze.

Das klare Profil, das man mit den Jahren immer mehr geschärft habe, helfe dabei, auf dem Markt wahrgenommen zu werden und sich langfristig zu behaupten. Auch logistisch hat sich zuletzt einiges verändert. Während die Verwaltung und das Management weiterhin am gewohnten Standort in Lennestadt beheimatet sind, zogen die Siegener Mitarbeiter 2018 von der St.-Johann-Straße in die wenige Kilometer entfernte Friedrichstraße um. Auf rund 600 m² finden die Beschäftigten hier optimale Arbeitsbedingungen vor – modern eingerichtete Büroräume inklusive.

2020 und auch in diesem Jahr erfuhren die Verantwortlichen zudem eine besondere Auszeichnung, die sie darin bekräftigt, den eingeschlagenen Weg auch in Zukunft zu verfolgen. Das Wirtschaftsmagazin FOCUS-Business und die Bewertungsplattform www.kununu.com wiesen die CONZE Informatik GmbH – basierend auf einer gemeinsamen Studie – als einen der besten Arbeitgeber in der Kategorie „EDV und IT“ aus. Analysiert wurden mehr als 950.000 Betriebe mit einer Mitarbeiterzahl zwischen elf und 500. Hinzu kamen etwa vier Mio. Bewerber- und Arbeitnehmerrezensionen über das Bewertungsportal.

Für Dennis Conze ist das exzellente Ergebnis seines Unternehmens Ansporn, auch weiterhin viel für eine hohe Mitarbeitermotivation zu tun. Magnus Theile sieht in dem Erfolg die Bestätigung dafür, dass die Stimmung im und rund um das Unternehmen positiv ist. „Die Auszeichnung wird uns sicher auch für potenzielle Bewerber wieder eine Spur interessanter machen.“ Aufgrund der Unternehmensstruktur und des hohen Akademisierungsgrades setzen die Informatik-Experten in puncto Ausbildung vor allem auf das duale Studium.

Die vielfältigen Herausforderungen im Zuge der Corona-Pandemie hat das Unternehmen im Übrigen bisher gut gemeistert, wenngleich die wirtschaftlichen Auswirkungen auch hier absolut spürbar waren. Nachdem man in den Jahren 2018 und 2019 noch jeweils ein Umsatzplus von rund 20 % generieren konnte, sah es 2020 – vor allem im zweiten Quartal – anders aus. Inzwischen aber ist wieder eine ähnliche Wirtschaftlichkeit wie vor der Krise erreicht. Glücklicherweise sei der Aufwärtstrend der Branche spürbar, erklärt Magnus Theile.  

Insgesamt sei der Medizinsektor deutlich von der Covid-19-Krise gebeutelt. Im Fall der Beatmungsgeräte stelle sich die Situation natürlich zurzeit grundlegend anders dar. Solche Geräte seien seit Beginn der Pandemie sehr stark nachgefragt. Das Versorgen von Patienten sei in den letzten Monaten zu einem wahren Nadelöhr geworden. „Unsere Kunden sind einem großen Druck ausgesetzt“, erläutert Dennis Conze. „Entsprechend schnell, präzise und sicher müssen auch wir arbeiten. Unsere langjährige Erfahrung und unsere Zertifizierung nach der Qualitätsmanagementnorm DIN EN ISO 9001:2015 helfen uns dabei.“

Das Team blickt optimistisch in die Zukunft. Die Perspektiven für 2021 seien gut – nicht zuletzt aufgrund der im vergangenen Jahr optimierten betriebsinternen Abläufe. Als im Frühjahr der erste Shutdown erfolgte, ermöglichte es die Geschäftsführung den Mitarbeitern, umgehend ins Homeoffice zu wechseln und dort zu bleiben. Diese Option steht auch heute – mitten im zweiten flächendeckenden Shutdown – noch jedem offen. „In unserer gesamten Belegschaft herrschten von Anfang an Ruhe, Stabilität und ein gutes Krisenmanagement in allen Belangen“, ordnet Magnus Theile ein. Von diesen Erfahrungen profitiere der Betrieb momentan und auch in Zukunft.

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