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ACTIWARE Infosystems - Daten sind Gold

Text: Andrea Schumacher-Vogel, Fotos: Carsten Schmale

Daten sind Gold – das Gold der Zukunft. Doch sie sind nur dann wertvoll, wenn sie nachhaltig und ohne Medienbruch genutzt werden können. In der Realität ist dies immer wieder eine Herausforderung. Unternehmen setzen in der Regel ein komplexes Set an Software ein, um ihre Wertschöpfung abzubilden. Das macht es schwer, in der Digitalisierung die richtigen Antworten zu finden: Oft folgt die Implementierung zahlreicher Teillösungen, die einzeln mit bestehenden Systemen verknüpft werden. So entstehen weitere Inselanwendungen, die den Fortschritt der Digitalisierung maßgeblich erschweren. Erforderlich ist eine konsequent ausgerichtete Vernetzung von Systemen. Ein junges Siegener Unternehmen hat sich dieser Problematik angenommen: die ACTIWARE Infosystems GmbH.

Die Verantwortlichen wollen mit ihrer digitalen Plattform ACTIWARE.IO unterschiedlichste Daten verbinden, veredeln und 360-Grad-Einsichten ermöglichen. Dazu werden Daten – aus ERP und Fachanwendungen sowie dem Produktionsumfeld mit IoT („Internet of Things“) – oder Dokumente verarbeitet, themenübergreifend verknüpft und per Integration nutzbar gemacht. Die Basis dieser Plattform bilden eine Standardsoftware und paketierte Templates, die auf langjährigen Best-Practice-Erfahrungen basieren.

„Der Grundgedanke einer einzigen Plattform, die alle vorhandenen Unternehmensdaten in einen übergreifenden Prozess einbindet, hat uns fasziniert. Die Idee war so einfach wie logisch – und gerade deshalb so zündend“, erklärt Sascha Lindenborn, einer der drei Geschäftsführer der ACTIWARE Infosystems GmbH mit Sitz im Siegener Technologiezentrum. ACTIWARE.IO schafft durch die Zusammenführung verschiedenster Daten maschineller und kaufmännischer Art für unterschiedlichste Abteilungen einen Zugriff auf einen gemeinsamen Wissensspeicher. Die Nutzung aller Informationen ist dadurch spielend einfach möglich.

Das Unternehmen ist Teil der international tätigen ACTIWARE-Gruppe mit Sitz im hessischen Angelburg, die sich seit vielen Jahren mit der Implementierung von Informations- und Handlungsmanagementsystemen beschäftigt. „Dank des Erfolgs, der Erfahrung und des guten Rufs von ACTIWARE war der Schritt für uns gut machbar“, blickt Lindenborn zurück auf die Gründung im August 2019, als er das Unternehmen zusammen mit Jens Feuring und Sebastian Krumm aus der Taufe hob.

Die Mission: gemeinsam mit ausgewählten Partnern, etwa Systemhäusern, Softwareherstellern und IoT-Integratoren, die Zukunft ihrer Kunden durch ganzheitliche Digitalisierung gestalten. Zum Gründungskonzept gehören die individuelle Betreuung von Kunden, um schnelle Lösungen sicherzustellen, und der Ausbau eines engmaschigen Experten-Netzwerks. Das Team sucht dazu spezialisierte Implementierungspartner, die Projekte branchen- oder lösungsspezifisch umsetzen. Jedes Unternehmen wird dort abgeholt, wo es steht. „Projekte fangen nie bei null an – Digitalisierung findet bereits bei jedem unserer meist mittelständischen Kunden statt“, zeigt Sascha Lindenborn den Ist-Zustand auf. Mit ACTIWARE.IO könnten die Partner Unternehmen individuell unterstützen und schrittweise in eine Gesamtlösung begleiten. Der Ausbau zum ganzheitlichen Informationsmanagement werde durch den Einsatz einer einzigen Software begünstigt.

„Anfangs werden bei vielen Unternehmen das sogenannte digitale Rückgrat mit der Einbindung vorhandener Daten- und Dokumentenquellen geschaffen und ein durchgängiges Dokumentenmanagement für Einkauf, Verkauf und Produkt geschaffen“, ordnet der Geschäftsführer ein. Auf dieser Basis würden zum Beispiel im kaufmännischen Bereich spezielle Lösungsausprägungen wie das Eingangsrechnungsmanagement realisiert. Wichtige Entlastungen könne man so kurzfristig und gleichzeitig nachhaltig umsetzen. Die kaufmännischen Prozesse werden im Fertigungsbereich verlängert. Die ACTIWARE.IO-Plattform verknüpft schnelle IoT-Daten und früher alleinstehende Informationen damit zu kausalen Ketten. Wichtig für die Produktion: Die lückenlose Nachvollziehbarkeit und der Nachweis der Echtheit von Daten sind die entscheidendsten Anforderungen der Industrie 4.0. ACTIWARE.IO kann – wo erforderlich – mit Blockchain-Funktionen Prozessinformationen und Daten manipulationssicher speichern.

Neben Software kommen Standards zum Einsatz, die das Team mittlerweile für zahlreiche Abnehmer entwickelt hat. Jede Branche hat ihre ganz spezifischen Anforderungen. Jedoch sind viele Bedürfnisse in der Verwaltung, Fertigung oder Logistik gleich, unabhängig von der Größe des Unternehmens. Daher lassen sich vergleichbare Aufgabenstellungen zu Standards zusammenfassen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Standards liefern Best-Practices, senken das Einführungsrisiko und sparen Zeit und Geld. Auf Basis einer optimalen ersten digitalen Erfahrung bleibt so Luft für weiterführende, spezielle Problemlösungen.

„Warum kompliziert, wenn es auch einfach und damit kostengünstiger geht“, bringt es Sascha Lindenborn auf den Punkt. „Ich liebe Standards – denn damit lassen sich Bedürfnisse stillen, die der Kunde oft noch gar nicht erkannt hat, die aber prozessentscheidend sind! Dieses Versprechen hört sich überzeugend an, kann aber nur dann eingelöst werden, wenn Standards nicht nur Wissen darstellen, sondern technisch anwendbar zur Verfügung stehen.“ Die entwickelten Templates – zum Beispiel mit IoT für die Fenster- und Glasfertigung sowie für das Dokumentenmanagement im Ein- und Verkauf – sind vorkonfigurierte Erfahrungspakete, die einfach an die unternehmensspezifischen Bedürfnisse angepasst werden können.

Spannende Einblicke in erste Erfolgsprojekte gibt ACTIWARE Infosystems im Videoformat „Innovation Journey“. Einer der Protagonisten ist hier die A+W Software GmbH aus dem mittelhessischen Pohlheim. Der ACTIWARE-Partner ist selbst Softwarehersteller und im Bereich der flachglasverarbeitenden Industrie tätig. Unter der Führung von Dr. Klaus Mühlhans wird die ACTIWARE.IO-Plattform bei ersten Pilotkunden als branchenspezifische IoT-Plattform im Bereich der Fensterfertigung eingesetzt. Dabei werden Produkt- und Fertigungsinformationen durchgängig erfasst und mit allen kaufmännischen Informationen verknüpft. Der Nutzen: ein vollständiges Gesamtbild zu Aufträgen, Kunden, Produkten und Produktionsanlagen.

In einem zweiten Fall wurde ACTIWARE.IO in einem Forschungsprojekt der ACTIWARE Schweiz GmbH bei einem Kosmetikhersteller eingeführt. Die Integration von Sensorik in der Produktion ermöglicht es, wichtige Daten zur Kontrolle und Verifizierung der Qualität zu erfassen. Durch die Anbindung der Blockchain – einer dezentralen, chronologisch aktualisierten Datenbank – werden die erhobenen Qualitätsdaten fälschungssicher aufbewahrt und die sichere Kommunikation der Daten über mehrere Akteure hinweg ermöglicht. Dies gewährt auch Endkunden einen unkomplizierten, manipulationssicheren Einblick in die Güte der Produktion. Verbraucher können somit jederzeit Qualität, Zusammenstellung und Lieferkette jedes einzelnen Produktes nachvollziehen – ganz einfach durch das Scannen eines QR-Codes.

„Wir lieben solche Leuchtturmprojekte und sind immer offen für Ideen, die Partner und deren Kunden an uns herantragen. Fragestellungen sehen wir als Herausforderungen, anhand derer wir uns nachhaltig weiterentwickeln“, betont Technikexperte Sebastian Krumm. „Im ACTIWARE-Infosystems-Boot sitzt eine Mannschaft, deren Herzen für das Thema der ganzheitlichen Digitalisierung brennen“, ergänzt Geschäftsführer Jens Feuring. Gerade in der Zeit des digitalen Wandels und der damit veränderten, oft unpersönlichen Kommunikation sind für das Trio drei Dinge besonders wichtig: persönliche Ansprache, intensiver Dialog und Vertrauen. Das Credo: „Vertrauen ist eine wichtige Basis jeder Tätigkeit, denn wir arbeiten an der Seele eines Unternehmens – und damit an dessen Daten-Gold!“

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