PDF wird generiert
Bitte warten!

eks Engel FOS GmbH & Co. KG - Innovativ und nachhaltig

Text: Patrick Kohlberger, Fotos: Sascha Müller-Harmsen

„Wir wollen das Konzept der Smart City und der Smart Mobility mit Leben füllen“, unterstreicht Ralph Engel, Geschäftsführer der eks Engel FOS GmbH & Co. KG in Wenden, mit Blick auf eine der aktuellen Zielsetzungen des Unternehmens. Seit seiner Gründung vor nunmehr 90 Jahren ist der familiengeführte Betrieb von einem kleinen, lokal agierenden Akteur zu einem Global Player mit beachtlichem Renommee geworden. Antriebsfeder für die Sauerländer war dabei von Beginn an das Streben nach innovativen Lösungen, die das Leben der Menschen sicherer und besser machen.

Das Produktportfolio hat sich über die vielen Dekaden hinweg sukzessive fortentwickelt – stets mit Blick auf einen sich verändernden Markt. Geblieben sei der Fokus auf Elektrotechnik, erinnert der heutige Geschäftsführer an die Anfänge unter der Leitung seines Großvaters Albert Engel. Dieser hatte sich 1931 selbstständig gemacht – seinerzeit zunächst mit dem Schwerpunkt Motor- und Ankerwickelei. In den frühen 60er Jahren übernahm Günter Engel, Sohn des Gründers, das Zepter. Er etablierte den Markennamen „eks“ und baute das Vertriebsprogramm „Türsprechanlagen und Kommunikationssysteme“ auf. Zu dieser Zeit schritt die Diversifizierung erstmals spürbar voran. Neben Elektroinstallation und Haustechnik nahm das Unternehmen auch den Schaltschrankbau und die Entwicklung von Elektronikbaugruppen auf die Agenda.

Im Jahr 1987, blickt Ralph Engel zurück, sei dann die erste Kundennachfrage nach einem Lichtwellenleiter-System bei der Firma eingegangen. Diese Technologie, bei der das Licht in Fasern aus Quarzglas oder Kunststoff geführt wird, sollte fortan den zentralen Eckpfeiler in der eks-Strategie markieren, ordnet der Unternehmer ein. Er selbst übernahm das Ruder im Jahr 1994: „Damals verbuchten wir einen jährlichen Umsatz von rund 450.000 Mark. Bis zur Jahrtausendwende haben wir diesen Wert vervierfacht. Solch eine Entwicklung ist für ein mittelständisches Unternehmen nur möglich, wenn es hochqualifizierte und loyale Mitarbeiter in seinen Reihen weiß. Ich kann mich darauf seit dem ersten Tag meines Wirkens verlassen.“

Im Bereich der industriellen Netzwerktechnik ist die Firma längst zum Vollsortimenter avanciert. Die Produkte der Sauerländer finden in zahlreichen Bereichen Anwendung, denn die Verfügbarkeit und die kontinuierliche Funktion schneller Netzwerke sind entscheidende Faktoren bei der Erstellung von Datenverbindungen und ganzen Infrastrukturen, auf die viele Menschen gleichzeitig zugreifen. So reicht die Bandbreite der eks-Einsatzgebiete von Informationstechnik, Energie und Explosionsschutz über die Sicherheits- und die smarte Gebäudetechnik bis hin zum vielfältigen Schwerpunkt Automatisierung. Einen echten Meilenstein markierte beispielsweise die 2018 realisierte Einführung eines ultrakompakten, modularen und multifunktionalen Smart-City-Systems für den Einbau in Licht- oder Kameramasten. Generell ist die innovative Entwicklungsarbeit in den eigenen Reihen ein ganz zentraler Baustein im eks-Konzept.

Die stetige Weiterentwicklung des Unternehmens spiegelt sich indes nicht nur in der Erweiterung des Leistungsportfolios, sondern auch in der Anpassung der Logistik wider. Anfang des Jahrtausends stießen die Verantwortlichen mit den zum damaligen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten in Wenden an die Kapazitätsgrenzen. Sie realisierten daher 2006 den ersten Anbau. Das Produktionsgebäude in der Schützenstraße wurde um eine Etage aufgestockt. Zudem schaffte man neue, modern eingerichtete Büroräume. Wenige Jahre später weihte das Unternehmen eine neue, 800 m² große Produktionshalle ein. Beide Investitionen lagen bei rund 1,6 Mio. €.

Die Entwicklung verlief in der Folge weiterhin sehr positiv, ehe sich die Firma im vergangenen Jahr angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie gezwungen sah, einige Anpassungen vorzunehmen: „Wir mussten Personalmaßahmen ergreifen, da wir vor Beginn des Jahres 2020 mit deutlich größerem Wachstum gerechnet hatten“, schildert Ralph Engel. „Mich persönlich hat dies sehr betroffen gemacht. Es waren ganz schwierige und emotionale Gespräche mit den Mitarbeitern, zu denen ich natürlich auch ein sehr vertrauensvolles und gutes Verhältnis habe. So etwas tut einfach beiden Seiten weh.“ Dennoch sei der Schritt alternativlos gewesen. Inzwischen konnte man die personellen Verluste wieder kompensieren und neue Mitarbeiter einstellen. „Wir haben einen stabilen und guten Auftragsbestand. Unsere Bücher sind zurzeit gut gefüllt“, freut sich der Unternehmer.

Um auf Dauer wettbewerbsfähig bleiben und sich gegen die nationale und internationale Konkurrenz behaupten zu können, sei es vor dem Hintergrund des voranschreitenden demografischen Wandels eminent wichtig, qualifizierte Fachkräfte aus den eigenen Reihen zu rekrutieren, erklärt Susanne Engel, die die Geschäftsführung gemeinsam mit ihrem Ehemann innehat. Zurzeit bilde die Firma zwei junge Menschen aus. Auch im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte sei darauf ein wesentlicher Fokus gerichtet gewesen. Die Übernahmequote sei exzellent.

Ein Problem jedoch skizziert die Unternehmerin deutlich: „Die Qualität der Bewerbungen ist sehr unterschiedlich. Während wir im kaufmännischen Segment keine Schwierigkeiten haben, gute Azubis zu finden, müssen wir im gewerblich-technischen Bereich inzwischen bisweilen länger suchen, bis wir geeignete Anwärter finden.“ Abseits der Corona-Pandemie seien regionale Messen ein wertvolles Instrument, um die Firma zu präsentieren und mit möglichen Bewerbern ins Gespräch zu kommen. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass solche Plattformen eine ganze Menge bringen können. Insofern hoffen wir natürlich, dass es möglichst bald aus gesundheitstechnischer Sicht wieder möglich sein wird, an diesen Veranstaltungen mitzuwirken.“

Bei der Betrachtung der Gesamtgemengelage sei aber auch zu konstatieren, dass sich die individuellen Vorstellungen der Auszubildenden im Verlauf der jüngeren Vergangenheit spürbar verändert hätten. „Sie sind heute viel selektiver und wissen genau, welche Forderungen sie an Unternehmen stellen möchten. Das fängt bei der technischen Ausstattung am Arbeitsplatz an, geht mit dem Wunsch nach flexiblen Arbeitszeitmodellen weiter und betrifft darüber hinaus beispielsweise Themen wie das betriebliche Mobilitäts- oder Gesundheitsmanagement.“

Für eks stehe das Wohl der Azubis und aller anderen Mitarbeiter aber ohnehin an erster Stelle. Ein fundierter Ausbildungsrahmenplan gibt den angehenden Fachkräften Struktur und Perspektive. „Außerdem“, ergänzt Ralph Engel, „führen wir regelmäßig Gespräche mit den Auszubildenden, um herauszufinden, ob sie sich wohlfühlen und wo vielleicht auch mal der Schuh drückt.“ Wichtig sei in diesem Kontext, dass es sich dabei um Dialoge auf Augenhöhe handle: „Es geht nicht um Gefälligkeiten und darum, dass wir gelobt werden wollen. Die jungen Menschen sollen konstruktive Kritik üben und ihre ehrliche Meinung äußern. Nur so können sich beide Seiten weiterentwickeln.“ Letztlich diene der Austausch auch dazu, dass die Auszubildenden herausfinden, welcher weitere Weg im Unternehmen für sie richtig sei. „Jeder hat andere Stärken und Interessensgebiete. Es ist wichtig, diese herauszufinden und dann das Optimale daraus zu machen.“

Zukunftsorientiert zu agieren und Potenziale bestmöglich auszuschöpfen, sei für das gesamte Unternehmen eine entscheidende Maxime, unterstreicht Julia Gieseler, die bei eks für das Marketing verantwortlich zeichnet. So gelte beispielsweise die Zielsetzung, den ökologischen Fußabdruck der Firma so positiv wie möglich werden zu lassen: „Das Unternehmen ist CO2-neutral. Wir erzeugen mehr Strom, als wir verbrauchen. Unsere bereits vor knapp zehn Jahren installierte Photovoltaik-Anlage war eine goldrichtige Investition. Wir widmen uns zudem intensiv dem Thema E-Mobilität – etwa durch unsere hybriden Fahrzeuge.“ In den kommenden Jahren gelte es, weitere Anpassungen vorzunehmen, um immer wieder auf dem neuesten Stand zu sein: „Nachhaltigkeit ist ein stetiger Prozess. Auch in Zukunft wird es auf kluge Ideen ankommen.“

Seiten-ID: 3919

Seiten-ID3919

Ansprechpartner

Patrick Kohlberger

Tel: 02713302-317
Fax: 0271 3302400
E-Mail

Hans-Peter Langer

Tel: 0271 3302-313
Fax: 0271 3302400
E-Mail

Zum Seitenanfang springen
schließen
×

Wichtiger Hinweis

Zur Zeit sind wir per E-Mail nicht erreichbar.

Bitte nehmen Sie stattdessen telefonisch, persönlich oder über die Social Media-Kanäle Kontakt mit uns auf.