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Großraum- und Schwertransporte

Die vielen Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus im Bezirk der Industrie und Handelskammer Siegen (IHK) haben immer größere Schwierigkeiten, ihre schweren Maschinen und Anlagen von den Produktionsstätten im Sieger- und Sauerland zu ihren Kunden in aller Welt zu transportieren. Hohe Gewichte und überdimensionale Abmessungen stellen die Unternehmen vor fast unlösbare Probleme. Schuld daran sind marode Brücken und enge Straßen, aber auch eine Genehmigungsprozedur für diese Schwertransporte, die immer umfangreicher und teurer wird. Das geht soweit, dass einzelne Unternehmen den Gedanken, wesentliche Teile der Produktion an verkehrsgünstigere Standorte zu verlagern, nicht mehr ganz von sich weisen. Die dramatische Situation der Unternehmen war Anlass für die Industrie- und Handelskammer Siegen, Prof. Steinbrecher von der Universität Siegen zu beauftragen, dieses Problem genauer zu untersuchen und Vorschläge zu erarbeiten, wie diesen Unternehmen geholfen werden kann. Die IHK Siegen stellte die Ergebnisse des Gutachtens im Oktober 2012 vor. 

Auf Grundlage dieser Studie wurde zur Lösung der Schwerlastproblematik im März 2013 eine Projektgruppe „Großraum- und Schwertransporte“ im Verkehrsministerium NRW in Düsseldorf eingesetzt. In insgesamt fünf Sitzungen wurden Lösungsansätze diskutiert und in Teilbereichen durch die aktive Beteiligung von Vertretern aus der Wirtschaft und der Verwaltung einige Fortschritte erzielt. So wurde beispielsweise das Pilotprojekt „Schwertransporte mit privater Sicherheitsbegleitung“ statt mit Polizeibegleitung, welches im Kreis Siegen-Wittgenstein bereits erfolgreich durchgeführt wurde, auf die Städte Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Köln und Wuppertal ausgeweitet.

Insgesamt sind aus Sicht der Wirtschaft in diesen knapp anderthalb Jahren zu wenige Fort-schritte erzielt worden, um u.a. dem weiter voranschreitenden Substanzverlust der Brücken und damit der weiteren Einschränkung der Transportmöglichkeiten für Schwertransporte entgegen zu wirken. Die betroffenen Unternehmen sind auf eine schnelle Problemlösung angewiesen. Die umgehende Festlegung und Freigabe einer Alternativstrecke im Sekundärnetz ist für die Industrieregion Nr.1 in NRW von besonderer Dringlichkeit.

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