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EnEV 2014: Neue Regeln für Energieausweise

Seit 1. Mai 2014 ist die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft. Der neu eingefügte § 16a EnEV verpflichtet in Immobilienanzeigen zu besonderen Angaben von Energiemerkmalen. Unter "Downloads" finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Fragen.

Sie können dort auch die Veröffentlichung „Pflichtangaben in Immobilienanzeigen und ‚alte‘ Energieausweise“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie herunterladen. Die Arbeitshilfe soll als Lesehilfe bei „alten“, noch gültigen Energieausweisen das Auffinden der erforderlichen Informationen für die Pflichtangaben in Immobilienanzeigen erleichtern.

Die Novelle der EnEV dient der Umsetzung der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden aus dem Jahr 2010 und soll einen Beitrag zur Erreichung der im Energiekonzept der Bundesregierung von 2011 gefassten Beschlüsse zur Energiewende leisten.

Kernpunkte der Novelle sind:

  • Ab 2016 erhöhen sich die Effizienzstandards für Neubauten einmalig um 25 Prozent. Bestandsgebäude sind von dieser Verschärfung ausgenommen. Alle Gebäude sollen zudem in Zukunft entsprechend ihrer Energieeffizienz in Klassen von A+ bis H eingeteilt werden. Damit soll die Bedeutung des Energieausweises gestärkt werden. Verkäufer und Vermieter werden verpflichtet, den Energieausweis an den Käufer beziehungsweise neuen Mieter zu übergeben. Der Energieausweis muss bereits bei Besichtigung vorgelegt werden.
  • Entsprechend der Forderung des Bundesrates müssen gemäß EnEV 2014 seit dem 01.01.2015 Konstanttemperatur-Heizkessel nach 30 Betriebsjahren stillgelegt werden (§ 10 (1) EnEV). Ausgenommen davon sind Heizkessel in selbst genutzten Ein – und Zweifamilienhäusern, wenn die Besitzer bereits vor dem 1.02.2002 in diesen wohnen.
  • Eingeführt werden soll ferner ein unabhängiges Stichprobenkontrollsystem für Energieausweise und Berichte über die Inspektion von Klimaanlagen. Ein Betretungsrecht für Wohnungen wird es nicht geben.

Seit 1. Mai 2015 kann bei fehlenden Energiekennwerten in Immobilienanzeigen ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro verhängt werden.

Quelle: DIHK

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