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Energielabel für Reifen

Die EU-Verordnung über die Kennzeichnung von Reifen ist seit dem 1. November 2012 in Kraft. Die Piktogramme auf dem Label geben Aufschluss über Kraftstoffeffizienz, Nasshaftung und Abrollgeräusch des Reifens.

Mit den Einstufungen von “A” (beste Kategorie) bis “G” (schlechteste Kategorie) sollen sie dem Verbraucher beim Reifenkauf helfen. Seit dem 1. November 2012 sind also Hersteller und Importeure von Reifen verpflichtet, allen nach dem 1. Juli 2012 produzierten Reifen Aufkleber, Anhänger und technisches Werbematerial mitzugeben. Händler (z. B. Reifenhändler, Reparaturwerkstätten, Kfz-Händler) sind verpflichtet, diese Informationen am Verkaufsort an einer deutlich sichtbaren Stelle verfügbar zu machen. Für Reifen, die vor dem 1. Juli 2012 produziert wurden, besteht keine derartige Kennzeichnungsverpflichtung.

Hintergrund

Am 25. November 2009 wurde die Verordnung Nr. 1222/2009 über Energielabel für Reifen erlassen (geändert durch die Verordnung Nr. 228/2011). Ziel ist, den Verbrauchern klare und sachdienliche Information über die Reifenqualität an die Hand zu geben und ihnen dabei zu helfen, sich für ein kraftstoffeffizienteres und geräuschärmeres Produkt mit besserer Nasshaftung zu entscheiden. Das Etikett stellt jedoch kein Qualitätssiegel für alle Aspekte bezüglich der Leistung eines Reifens im Allgemeinen dar. Es ersetzt nicht die Qualitätskontrolle spezialisierter Labors oder Informationen, die von den Herstellern und anderen (z. B. Automobilclubs), herausgegeben werden. In dieser Hinsicht ähnelt es anderen Energieverbrauchskennzeichnungen, z. B. für Waschmaschinen, die angeben, wie viel Strom eine Waschmaschine typischerweise im Jahr verbraucht, aber keine Angaben zu spezifischen zusätzlichen Funktionen macht, die die Waschmaschine eventuell aufweist. Beispielsweise ist die Angabe M+S (Matsch und Schnee) nicht Teil des Verbrauchsetiketts, da sie in Übereinstimmung mit internationalen Vorschriften bereits auf der Seite des Reifens angebracht sein sollte. Andere Parameter wie das Verhalten bei Aquaplaning oder die Handhabung in Kurven konnten bei der Kennzeichnungsregelung nicht berücksichtigt werden, weil es dafür keine anerkannten standardisierten Prüfmethoden gibt.

Die Mitgliedstaaten haben die Bestimmungen zur Marktüberwachung in den einschlägigen nationalen Rechtsvorschriften anzuwenden. Sie sind zur Marktkontrolle verpflichtet, wozu auch die Kontrolle der Einhaltung der Verordnung über die Kennzeichnung von Reifen gehört. Die nationalen Behörden müssen auch die Übereinstimmung der für Kraftstoffeffizienz, Nasshaftung und Rollgeräusch angegebenen Klassen auf dem Reifenetikett mit den gemessenen Werten überprüfen. Ähnlich wie bei anderen Erzeugnissen werden die Kontrollen ausschließlich von den nationalen Behörden und nicht von unabhängigen Einrichtungen vorgenommen.

Quelle: EU

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