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Glühlampenverbot

Hintergrund

Die schrittweise Abschaffung von Glühlampen und bestimmten Halogenlampen ist die bisher wohl spektakulärste Durchführungsmaßnahme der Ökodesign-Richtlinie. Neben der stark mediatisierten politischen Debatte über das Für und Wider des sogenannten „Glühlampenverbots“ oder „Glühlampenausstiegs“ wirft die Maßnahme auch konkrete Fragen seitens der Verbraucher und des Handels auf. Anders als die Hersteller von Lampen sind Konsumenten und Händler zwar nicht verantwortlich für die Einhaltung der Vorschriften, wohl aber betroffen vom veränderten Warenangebot. Das "Glühlampenverbot" wird in mehreren Stufen bis 2014 vollzogen.

Glühlampenverbot - Umsetzungsstufen

Im Rahmen der Ökodesign-Richtlinie wurde das sogenannte „Glühlampenverbot“ verabschiedet, dessen erste Stufe am 1. September 2009 greift.

Bei den Anforderungen wird zwischen klaren und nicht klaren Leuchtmitteln differenziert. Als nicht klare Leuchtmittel gelten mattierte, opalisierte, satinierte und anders beschichtete Lampen, deren Wendel nicht von außen sichtbar ist. Diese nicht klaren Leuchtmittel müssen ab dem 1. September 2009 die Energieeffizienzklasse A erfüllen. Das bedeutet, dass ab diesem Stichtag keine nicht klaren Glühlampen mehr erstmals in Verkehr gebracht werden dürfen. Dieses gilt sowohl für konventionelle Glühlampen als auch für Halogenlampen in 230 V und 12 V.

Mit dem Stichtag 1. September 2010 greift die zweite Stufe. Aufgrund von Mindeststandards für Energieeffizienz gemäß der Ökodesign-Richtlinie dürfen ab diesem Datum Standard-Glühlampen sowie konventionelle Halogenlampen mit 75 Watt oder mehr nicht mehr in Verkehr gebracht werden.

Mit dem Stichtag 1. September 2011 greift die dritte Stufe des sogenannten Glühlampenverbots. Aufgrund von Mindeststandards für Energieeffizienz gemäß der Ökodesign-Richtlinie dürfen ab diesem Datum Standard-Glühlampen sowie konventionelle Halogenlampen mit 60 Watt oder mehr in der EU nicht mehr in Verkehr gebracht werden.

Ab 2016 wird dann in der Regel nur noch die Klasse B zugelassen, ausnahmsweise gilt für die Fassungen R7s und G9 die Energieeffizienzklasse C.

Der Abverkauf vorhandener Lagerbestände aller Standard-Glühlampen im Handel ist aber weiterhin möglich.

Entsorgung

Ausgediente Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll: Wegen der in einer Energiesparlampe enthaltenen Schadstoffen, etwa Quecksilber, dürfen Energiesparlampen weder in den Hausmüll noch in den Glascontainer. Sie müssen, ähnlich wie alte Batterien, gesondert entsorgt werden. Weitere Informationen zur Entsorgung gibt es bei der Abfallberatung vor Ort oder auf der Seite www.lightcycle.de. Dort können Verbraucherinnen und Verbraucher schnell erfragen, wo der nächstgelegene öffentlich-rechtliche Wertstoffhof oder eine andere Sammelstelle zu finden ist. In der Regel nehmen auch Händler und Baumärkte alte Energiesparlampen zurück. Ein Jahr nach Eintreten der ersten Verbotsstufe für Glühlampen wird aktuell die Entsorgung von quecksilberhaltigen Energiesparlampen diskutiert.

Damit die IHK-Organisation dem Handel die nötigen Fachinformationen zur Verfügung stellen kann, hat sich der DIHK an einer gemeinsamen Broschüre der betroffenen Fachverbände von Industrie und Handel (ZVEI, HDE, VEG u.a.) sowie der Bundesbehörden (BAM, UBA) beteiligt. Die Broschüre können Sie kostenfrei downloaden (s. rechter Infokasten)

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