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Im Rahmen der europäischen Ökodesign-Richtlinie wurden in den vergangenen Monaten neue Durchführungsverordnungen erlassen und damit neue Produktgruppen erfasst. Für andere Produktgruppen treten in 2015 verschärfte Anforderungen zum Energieverbrauch und der Energieeffizienz in Kraft. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht zu den betroffenen Produktgruppen.

Kleinleistungs-, Mittelleistungs- und Großleistungstransformatoren

Die Verordnung (EU) Nr. 548/2014 schreibt ab dem 1. Juli 2015 für Transformatoren Nennleistungs-, Energieleistungs- und Energieeffizienzwerte vor. Diese Werte werden noch einmal am 1. Juli 2021 verschärft. Darüber hinaus müssen Hersteller ab dem 1. Juli 2015 diverse Informationsanforderungen in allen zugehörigen Produktunterlagen, einschließlich frei zugänglicher Internetseiten, erfüllen.

Klima- und Lüftungsanlagen

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 1253/2014, die am 15. Dezember 2014 in Kraft getreten ist, müssen ab dem 1. Januar 2016 Klima- und Lüftungsanlagen umweltfreundlich gestaltet werden und Mindestenergieeffizienzwerte einhalten. In einer zweiten Stufe ab 1. Januar 2018 werden diese Werte verschärft. Zusätzlich müssen ab dem Januar 2016 zahlreiche Informationen über den Luftstrom und den Energieverbrauch in den technischen Unterlagen und auf den frei zugänglichen Websites von Herstellern, ihren Bevollmächtigten oder Einführern aufgeführt werden.

Haushaltsbacköfen, Kochplatten und Dunstabzugshauben

Die Verordnung (EU) Nr. 66/2014 schreibt für Haushaltsbacköfen und Kochplatten sowie Dunstabzugshauben Energieverbrauchswerte im Bereitschaftsmodus und Mindestenergieeffizienzwerte vor. Die Energieeffizienz muss dabei seit dem 20. Februar 2015 für alle neuen Produkte eingehalten werden. Eine stufenweise Verschärfung der Vorgaben findet im Februar 2016 und Februar 2019 statt. Der ausgewiesene Höchstverbrauch im Stand-by-Modus gilt ab 20. August 2015 und wird noch einmal am 20. August 2017 gesenkt. Dunstabzugshauben müssen außerdem Werte bei der Beleuchtung und dem Luftstrom einhalten.Alle technischen Dokumentationen der Produkte, Gebrauchsanweisungen und Websites der Hersteller müssen ab dem 20. Februar 2015 für die Nutzer zudem relevante Informationen zur Verringerung der Umweltauswirkungen enthalten.

Fernseher

Gemäß der Änderungsverordnung (EU) Nr. 810/2013 dürfen seit dem 1. Januar 2015 Fernseher, die sich im Bereitschaftsmodus befinden, einen bestimmten Energieverbrauch nicht übersteigen. Hersteller müssen dabei ab dem 1. Januar 2017 und 1. Januar 2019 den Verbrauch noch einmal senken.

Sonstiges

Seit dem 1. Januar 2015 müssen Hersteller für verschiedene Produkte strengere Auflagen erfüllen. So müssen Ventilatoren (VO (EU) Nr. 327/2011), Umwälzpumpen (VO (EU) Nr. 641/2009 und VO (EU) Nr. 622/2012) und Wasserpumpen (VO (EU) Nr. 547/2012) verschärfte Energieeffizienzwerte einhalten.

Elektromotoren (VO (EU) Nr. 640/2009 und VO (EU) Nr. 4/2014) müssen eine höhere Motoreffizienz aufweisen. Des Weiteren gilt für nicht-gewerbliche Kaffeemaschinen (VO (EU) Nr. 801/2013) ein Höchstenergieverbrauch im Bereitschaftsmodus.

Nach Verordnung (EU) Nr. 643/2009 werden seit dem 1. Juli 2014 strengere Energieeffizienzwerte für Kompressorkühlgeräte vorgeschrieben. Absorptionskühlgeräte und Kühlgeräte anderer Art unterliegen ab dem 1. Juli 2015 strengeren Auflagen. Damit wird Stufe 3, die letzte Stufe der Verordnung, wirksam.

Ab dem 1. November 2016 wird außerdem die letzte Stufe der Verordnung (EU) Nr. 932/2012 für Haushaltswäschetrockner umgesetzt. Auch hier gelten von da an strengere Energieeffizienzwerte.

Nächste Schritte

Kurz vor der Verabschiedung stehen Verordnungen für die folgenden Produktgruppen: Kühl- und Eisgeräte (ENTR Lot 1), kleinere Anlagen zur Verbrennung fester Brennstoffe (ENER Lot 15) und Einzelraumheizgeräte (ENER Lot 20).

Für die umstrittene Produktgruppe Fenster liegt seit dem 24. Februar 2015 die finale Abschlussstudie vor. Die Studie besteht aus sieben Berichten zu unterschiedlichen Themenfeldern (u. a. Markt,  Nutzerfreundlichkeit, technologischer Stand, Design und Kosten). Kommentare zur Studie (auf Englisch) können hier bis zum 24. März 2015 eingereicht werden.

Eine Übersicht aller bereits von Ökodesign erfassten Produktgruppen sowie solche, die möglicherweise in Zukunft erfasst werden, bietet z. B. die Internetseite des Umweltbundesamtes.

Quelle: DIHK, Mirko Fels, 10.03.2015

 

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