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Algerien – Importverbotsliste überarbeitet

Algerien hatte zum 7. Januar 2018 die Einfuhr von 851 Waren vorübergehend ausgesetzt. Die Warenliste wurde nunmehr aktualisiert. Das algerische Handelsministerium hat angekündigt, dass die vorübergehende Aussetzung der Einfuhr in Kürze wegfallen wird. Stattdessen sollen provisorische Schutzzölle erhoben werden.

Am Anfang des Jahres hatten wir Sie informiert, dass Algerien die Einfuhr von 851 Waren vorübergehend ausgesetzt hat. Mit dem Exekutivdekret Nr. 18-139 vom 21. Mai 2018wurde die Warenliste aktualisiert. Die Anzahl der betroffenen Waren wurde hiermit von 851 auf 877 angehoben. Die Liste soll alle 3-6 Monate auf Basis der nationalen Bedürfnisse revidiert werden: jedes Mal, wenn für ein Produkt Autarkie erreicht wird, solle der Import verboten werden. Im Vergleich zur Liste vom Januar 2018 sind folgende Änderungen festzustellen (Einzelpositionen siehe Anhänge):

-              Gestrichen wurden hauptsächlich Aromastoffe

-              Hinzugefügt wurden Gouda- und Parmesankäse, sowie eine Vielzahl von trockenen Broten/Keksen/Backwaren.

Außerdem hat der algerische Bankenverband kürzlich die algerischen Banken angewiesen, Bankgeschäfte für Hygiene-und Kosmetikartikel nicht mehr zu "domizilieren", also nicht mehr zu tätigen. Damit ist der Import dieser Produkte faktisch auch nicht mehr möglich.

Die alten Bestimmung bleiben wie folgt bestehen:

Zum einen gilt seit Beginn des Jahres eine neue Einfuhrsteuer in Höhe von einem Prozent. Rechtsgrundlage ist Art. 109 des algerischen Finanzgesetzes für 2018 No. 17-11 vom 27. Dezember 2017. Inwieweit diese Regelung nur für Konsumgüter gilt, die in unverändertem Zustand in Algerien vertrieben werden, oder ob auch Investitionsgüter wie Anlagen und Maschinen betroffen sind, wird derzeit durch die AHK Algerien geprüft.

Zum anderen beinhalten die neuen Regelungen u.a.:

- eine Ausweitung der Verbrauchsteuerpflicht auf neue Produktgruppen

- Einfuhrverbote für bestimmte Warengruppen

- Einfuhrkontingente für bestimmte Warengruppen

- die Vorlage von Freiverkäuflichkeitserklärungen zum Zwecke der Bank-Domizilierung von Einfuhren

 Bei der Einfuhr von Waren nach Algerien, die mittels Dokumenteninkasso oder Akkreditivbezahlt werden, ist die Vorlage von folgenden Dokumenten erforderlich:

  • Ursprungszeugnis (certificat d'origine)
  • ggfs. Pflanzengesundheitszeugnis (certificatePhytosanitaire)
  • Freiverkäuflichkeitserklärungen (seit 1. Januar 2018)

Für die Ausstellung von Freiverkäuflichkeitserklärungen gilt: Es können keine algerischen Mustervorlagen verwendet werden; es besteht jedoch die Möglichkeit der Eigenerklärung des Verkäufers auf Firmenbriefbogen. Die Erklärung kann ausschließlich von der zuständigen IHK bescheinigt werden.

Zusätzlich wird die Vorlage eines Qualitätszertifikates verlangt. Die AHK Algerien informierte über den Wegfall der Vorlagepflicht von Qualitätszertifikaten für Warenimporte bei Eröffnung eines Akkreditivs. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Vorlagepflicht nur bei Eröffnung eines Akkreditivs in Algerien aufgehoben ist. Für bestimmte Waren gilt weiterhin die Verpflichtung zur Erstellung eines Konformitätszertifikates durch den Hersteller.

Für weitere Informationen steht die AHK Algerien zur Verfügung.

Seiten-ID: 2302

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Ansprechpartner

Tanja Giese

Tel: 0271 3302-158
Fax: 0271 3302-44158
E-Mail

Andrea Hoppe

Tel: 0271 3302-159
Fax: 0271 3302-44159
E-Mail

Kirsten Kämpf

Tel: 0271 3302-154
Fax: 0271 3302-44154
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