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Stand: September 2019

Freihandel lohnt sich. Das wissen gerade international tätige Unternehmen, die auf freien Waren- und Dienstleistungsverkehr angewiesen sind. Weltweit wird so Wirtschaftswachstum und Wohlstand gesichert. In letzter Zeit machen sich jedoch wieder verstärkt protektionistische Tendenzen bemerkbar. Daher sollte es das Kernanliegen der EU sein, freien Handel zu stärken sowie Handelshemmnisse und bürokratische Hürden abzubauen.

Bedauerlicherweise erfährt die multilaterale Wirtschaftsordnung derzeit einen Dämpfer durch das unilaterale Vorgehen einiger ihrer Mitglieder. Die EU schließt daher bilaterale Freihandelsabkommen (FHA) mit geneigten Handelspartnern. Diese bieten Unternehmen im globalen Wettbewerb große Vorteile, vorausgesetzt, die Abkommen werden richtig genutzt und die Möglichkeiten, die sich dadurch bieten, sind bekannt.

Die Nutzungsrate von FHA im europäischen Schnitt betrug im Jahr 2017 77,2 Prozent. Drei von vier Warenausfuhren in Länder mit denen die EU ein FHA hat, liefen demnach präferenzbegünstigt, also zollfrei, ab. Für Warenexporte aus Deutschland betrug diese Zahl 2017 76,1 Prozent. Diese Zahl variiert nach Produktkategorien. Nicht jede Ware ist in einem FHA als präferenzbegünstigt erfasst. Was die Nutzungsrate angeht, besteht noch Spielraum. Offensichtlich wissen einige Unternehmen nicht um die Möglichkeiten (nicht nur mit Blick auf Waren), die sich durch FHA bieten. Unsere im Februar 2019 durchgeführte Umfrage zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und Japan hat dies erneut bestätigt: 65 Prozent der Teilnehmer gaben an, die nicht-tarifären Vorteile des Abkommens im Bereich Dienstleistungen, öffentliche Ausschreibungen und Zertifizierungen nicht zu kennen oder deren Aufwand als zu groß zu empfinden. Zudem wünschen sich Unternehmen eine Vereinfachung der Ursprungsregeln und –nachweise sowie mehr Transparenz und einfach(er)e Informationen zu FHA.

Informationen zu FHA und deren Nutzung finden sich im digitalen Zeitalter an vielen Stellen. Jedoch ist es insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) schwierig, diesem Thema nachzukommen. Ihnen ist es aufgrund personeller Engpässe oft nicht möglich, sich damit zu befassen. Dieser Leitfaden soll Abhilfe schaffen und die folgenden Fragen klären:

? Macht es Sinn, mich als Unternehmen damit zu beschäftigen?
? Wie kann ich als Unternehmen FHA nutzen?
? Wo bekomme ich welche Informationen?

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Ansprechpartner

Tanja Giese

Tel: 0271 3302-158
Fax: 0271 3302-44158
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Andrea Hoppe

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