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Auslandsinvestition Frühjahr 2018

Der DIHK erwartet 2018 ein Rekordjahr für deutsche Auslandsinvestitionen. Die Industrieunternehmen wollen ihre Ausgaben für Investitionsprojekte im Ausland sogar noch stärker steigern als zuletzt. Mehr als jeder dritte auslandsaktive Betrieb plant mit höheren Budgets als im Vorjahr (36 Prozent, 2017: 33 Prozent).

Das Handelsblatt berichtet über die Sonderumfrage zu den Auslandsinvestitionen in der Industrie im Frühjahr 2018. Anbei erhalten Sie das Pressestatement von Dr. Volker Treier.

Die wesentlichen Ergebnisse

  • Mit der guten Entwicklung der Konjunktur in den meisten Weltregionen nimmt auch die globale Investitionstätigkeit deutscher Unternehmen weiter zu. Über ein Drittel der Industrieunternehmen will seine Investitionsbudgets für das Ausland steigern nur neun Prozent planen eine Reduktion (Saldo aus "höher" und "geringer": 27 Punkte). Der Aufwuchs fällt damit noch stärker aus als im Vorjahr (2017: 20 Punkte).
  • Erstmalig sind die Investitionsabsichten der Industrieunternehmen für das In- und Ausland gleich hoch. In den letzten Jahren hatten die Industrieunternehmen im Ausland stets deutlich expansiver geplant als an heimischen Standorten. Grund sind vor allem die hohe Kapazitätsauslastung und der große Nachholbedarf bei den Ausrüstungen hierzulande.
  • Die größten Risiken für ihre Geschäftsentwicklung sehen die Unternehmen mit Auslandsinvestitionen im Fachkräfteangebot (67 Prozent) sowie bei den hiesigen Personal- und Energiekosten (46 bzw. 45 Prozent).

Zielregionen der Auslandsinvestitionen

  • Die Eurozone ist Investitionsstandort Nr. 1 für die deutschen Unternehmen. 63 Prozent der Industriebetriebe, die im Ausland investieren, planen hier Investitionen. Seit dem Vorjahr hat die Region auf Grund der fortgesetzten wirtschaftlichen Erholung sogar nochmal an Attraktivität gewonnen (damals: 60 Prozent).
  • Auch Asien - insbesondere China - ist wieder im Aufwind (China: 39 nach 37 Prozent, Asien/Pazifik ohne China: 26 nach 25 Prozent). Hierzu dürfte insbesondere die Stabilisierung der chinesischen Finanzmärkte und das in ganz Asien dynamische Wachstum beitragen.
  • In Nordamerika planen hingegen weniger Unternehmen als 2017 ein Engagement (35 nach 37 Prozent). Vor allem der handelspolitische Kurs der US-Regierung birgt große Unsicherheiten für Investitionsvorhaben in globalen Wertschöpfungsketten. Nach Ankündigung der US-Steuerreform war zu Jahresbeginn hingegen wieder ein zusätzlicher Investitionsimpuls spürbar.

Motive/Gründe für Auslandsinvestitionen

  • Das mit Abstand wichtigste Motiv für Auslandsinvestitionen ist nach wie vor der Aufbau von Vertriebsstrukturen vor Ort. Die hohe globale Nachfrage nach Gütern "Made in Germany" gibt derzeit sogar nochmals Auftrieb (46 nach 45 Prozent, Einfachnennung). Der Aufbau von Produktion zur Markterschließung verliert hingegen leicht an Bedeutung (30 nach 31 Prozent). Grund dürfte nicht zuletzt der erneute Bedeutungsgewinn des Binnenmarktes sein, der häufiger durch Exporte von heimischen Produktionsstätten bedient wird. Weiterhin investiert immerhin rund jedes vierte Unternehmen aus Kostengründen im Ausland (24 Prozent).
  • Das Fachkräfteangebot ist zunehmend Grund für Auslandsinvestitionen (14 nach 10 Prozent 2014). Die Schwierigkeiten bei der Gewinnung und Bindung von geeignetem Personal hierzulande sind besonders groß. Unternehmen schauen sich daher zunehmend auf Auslandsmärkten um.
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