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Zukunft Europa - die Europawahl am 9. Juni 2024

Die EU wird häufig mit Bürokratieaufbau und einer teuren Verwaltungsorganisation in Verbindung gebracht. Viele Punkte verdienen es zweifellos, kritisch hinterfragt und angepasst zu werden. Diese Verbesserungsbedarfe stehen jedoch in keinem Verhältnis zu den enormen Vorteilen und Chancen, von denen Unternehmen, Verbraucher und Bürger in den Mitgliedsstaaten der EU profitieren. Wie groß der Nutzen der EU für die heimische Region ist, rückt in der Diskussion oftmals in den Hintergrund. Dabei ist sie viel besser als ihr Ruf. Deshalb werfen wir einen Blick auf ihre Vorzüge.

Es lohnt, sich für Europa stark zu machen, eine gemeinsame Richtung mitzubestimmen und dafür seine Stimme abzugeben – bei der

Europawahl am 9. Juni 2024.

Dafür werben die IHK Siegen, die Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein und Olpe, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die IG Metall Siegen, die IG Metall Olpe sowie ver.di und die Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd gemeinsam. 

 

Wir haben Zugang zur weltweit größten multinationalen Volkswirtschaft

  • Die EU ist einer der größten Binnenmärkte der Welt. Heimische Unternehmen erreichen in der EU 24 Mio. weitere Unternehmen sowie 447 Mio. Bürger.
  • 75 % des Warenhandels aller Gewerbetreibenden in der EU werden in der EU selbst abgewickelt. 15 % des weltweiten Warenhandels entfallen auf die EU. Für 16 EU-Staaten ist Deutschland der wichtigste Absatzmarkt.
  • Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der EU belief sich 2022 auf 16,7 Billionen US $, ca. 16,7 % des globalen BIP (USA: 25,5 Billionen US $; China: 17,9 Billionen US $). Deutschland alleine kommt gerade einmal auf 1 % der Weltbevölkerung und 4,1 % des globalen BIP. Ohne EU wäre die Verhandlungsmacht Deutschlands äußerst gering.

Die EU ist unser größter und bedeutendster Handelspartner

  • Für deutsche Unternehmen ist der gemeinsame Binnenmarkt einer der größten Erfolge des europäischen Projektes. Die wichtigste Handelsregion Deutschlands im Warenhandel ist Europa bzw. die EU (52 % des Handelsvolumens der deutschen Wirtschaft findet in der EU statt). Für die NRW-Wirtschaft ist die Bedeutung Europas bzw. der EU sogar noch größer: 59 % des Handelsvolumens der NRW-Wirtschaft findet in der EU statt.
  • Die meisten Im- und Exporte werden auch in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe mit anderen EU-Staaten abgewickelt.
    • Von den 5 Ländern, aus denen heimische Unternehmen am meisten importieren, gehören 4 der EU an: Italien, Niederlande, Österreich und Polen. Unter den TOP 10 finden sich 7 EU-Länder wieder: zusätzlich Frankreich, Belgien, Tschechische Republik.
    • Von den 5 Ländern, in die heimische Unternehmen am meisten exportieren, gehören ebenfalls 4 der EU an: Österreich, Niederlande, Belgien und Frankreich. Zu den TOP 10 gehören 8 EU-Länder: zusätzlich Polen, Tschechische Republik, Italien und Spanien.

Wir profitieren von Europäischen Freihandelsabkommen

  • Faire und gerechte Freihandelsabkommen befördern den Export und ermöglichen neue Aufträge für heimische Unternehmen.
  • Auch Zollabgaben werden eingespart – alleine 1 Milliarde € jährlich durch das 2019 abgeschlossene Freihandelsabkommen mit Japan. Bislang hat die EU 35 solcher Abkommen mit anderen Staaten getroffen.
  • Mehr als 40 % des Industrieumsatzes in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe entfällt auf Exporte. Exportierende Betriebe in der Region profitieren daher unmittelbar von den Freihandelsabkommen der EU. Dabei müssen Arbeitnehmerrechte nachhaltig geschützt und gefördert werden, um die Attraktivität unserer Region für Fach- und Arbeitskräfte zu erhalten.

Die EU sichert bei uns Beschäftigung

  • Beinahe jeder zweite Arbeitsplatz in der Industrie hängt am Export. Der industriestarke heimische Wirtschaftsraum profitiert daher besonders. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Industrie ist in den Kreisen Siegen- Wittgenstein und Olpe zwischen 2000 und 2022 um 3,4 % gestiegen – gegen den Landestrend (-17,1 %). Beinahe die Hälfte der Beschäftigten (43,6 %) arbeitet im Produzierenden Gewerbe.
  • Gezielte Investitionen der EU in den Regionen (zum Beispiel zur Bewältigung der Transformation) müssen Arbeitsplätze ebenso sichern und schaffen wie nachhaltiges Wachstum, eine moderne Infrastruktur und Perspektiven im Strukturwandel für die Beschäftigten. Investitionen in die Energiewende und die Förderung von Innovationen sind wichtig für eine gerechte Transformation, damit es auch bei uns genügend Arbeits- und Ausbildungsplätze gibt.

Heimische Arbeitnehmer und Arbeitgeber profitieren von der EU-Freizügigkeit

  • Jeder darf im Europäischen Binnenmarkt leben und arbeiten, wo er möchte. Millionen Menschen profitieren hiervon.
  • Heimische Unternehmen, das zeigen Umfragen seit Jahren, sehen im Fach- und Arbeitskräftemangel ein hohes wirtschaftliches Risiko. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit leistet einen Beitrag zur Behebung: Deutschland zieht EU-Bürger an.
  • Waren es vor einem Jahrzehnt vor allem südeuropäische Arbeitskräfte, die den Weg nach Deutschland suchten, wandern seit einigen Jahren verstärkt Fachkräfte aus Osteuropa ein. Von 6,2 Mio. sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in NRW in 2023 hatten 444.000 eine andere EU-Staatsbürgerschaft, ein Anteil von rund 7 % der Beschäftigten.
  • Die Mobilität der Arbeitnehmer wird durch verschiedene Programme und Vereinfachungen deutlich verstärkt. Natürlich muss dabei beachtet werden, dass es zu keiner Ausbeutung von grenzübergreifend arbeitenden Beschäftigten kommt.

Die EU stiftet Frieden und Freiheit

  • Wer miteinander Handel betriebt, führt keine Kriege gegeneinander. Seit ihrer Gründung als Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl 1951 sichert die EU Frieden und vertieft die Freundschaft und Partnerschaft zwischen den beteiligten Ländern. Die EU trägt damit zur politischen Stabilität auch in bewegten Zeiten bei.
  • Sie steht für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und tritt für diese Werte weltweit ein. Mit einer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik wahrt sie den Frieden, stärkt die internationale Sicherheit, fördert die Zusammenarbeit und konsolidiert Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie Menschenrechte und Grundfreiheiten.
  • Eine auch in Zukunft erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung setzt politische Stabilität und Sicherheit voraus. Im internationalen Wettbewerb kann sie nur im EU-Rahmen gemeinsam gewährleistet werden.

Die gemeinsame Währung ist gut für den Wettbewerb

  • Schwankende Wechselkurse innerhalb der EU gehören nach der weltweit größten Währungsreform, der Einführung des Euro, der Vergangenheit an. Der Wettbewerb wird gestärkt: Verbraucher können Preise länderübergreifend einfacher vergleichen.
  • Die Verlässlichkeit der Rahmenbedingungen für den Handel wurde hierdurch gesteigert. Für die heimische Wirtschaft verbessern sich hierdurch geschäftliche Perspektiven.
  • Nicht zuletzt sind Reisen innerhalb der EU einfacher und günstiger geworden.

Die EU schafft praktische Vereinfachungen für Verbraucher

  • Ein einheitlicher Führerschein erspart lästige Anerkennungsprobleme, die Liberalisierung des Luftverkehrs sorgte für mehr Wettbewerb und günstige Preise. Auch bei der Energieversorgung und der Telekommunikation profitieren EU-Bürger von der Marktöffnung (unter anderem durch sinkende Preise), der Wechsel des Anbieters ist gebührenfrei Verbraucher profitieren u.a. vom Widerspruchsrecht beim Online-Handel.
  • Die praktischen Erleichterungen unterstützen die Mobilität von Fachkräften, weil sie standortunabhängig auf keine dieser Vorteile verzichten müssen.
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Ansprechpartner

Jens Brill

Tel: 0271 3302-160
Fax: 02761 944-540
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