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Die 79 Industrie- und Handelskammern (IHKs) bieten gemeinsam mit dem internationalen Netzwerk der Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) an 150 Standorten in 93 Ländern schnelle und effiziente Lösungen für Konflikte zwischen Unternehmen an.
Der Schiedsgerichtshof bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (SGH) vereint die langjährige Erfahrung der IHKs auf dem Gebiet der alternativen Konfliktlösung und unterstützt mit innovativen, digitalen Anwendungen.
Auf dem Gebiet der Schiedsgerichtsbarkeit hält der SGH ein eigenes Angebot vor und ist Ihr zuverlässiger Partner. Zusätzlich können Sie die Angebote für weitere maßgeschneiderte Streitbeilegungsverfahren der IHKs und AHKs nutzen.
Was ist das Schiedsgerichtsverfahren?
Bei einem Schiedsgerichtsverfahren trifft ein vorher durch die Parteien festgelegtes Schiedsgericht als einzige Instanz eine endgültige und vollstreckbare Entscheidung.
Schiedsverfahren bieten im unternehmerischen Geschäftsverkehr ein Höchstmaß an Flexibilität, da sie individuell an die Bedürfnisse der Parteien angepasst werden können. Von der Wahl des anwendbaren Rechts, der Auswahl der Schiedsrichter über den Verhandlungsort bis hin zum Ablauf des Verfahrens – die Rahmenbedingungen lassen sich individuell gestalten. Dies ermöglicht eine effiziente, zeitsparende und praxisnahe Streitbeilegung, die sich an den spezifischen Anforderungen der Beteiligten orientiert.
Das Verfahren ist von Schiedsrichtern, Parteien und weiteren Beteiligten streng vertraulich zu behandeln. Verhandlungen werden in einem nicht öffentlichen Rahmen geführt. Dadurch werden Ihre Betriebsgeheimnisse und sensible Geschäftsbeziehungen geschützt. Viele Unternehmen sehen dies als wesentlichen Vorteil.
Schiedsrichter können von den Parteien nach spezifischen Rechtskenntnissen und Branchenerfahrung ausgewählt werden. Sie sind zur Unabhängigkeit und Unparteilichkeit verpflichtet, um faire Entscheidungen sicherzustellen. National und international vollstreckbar Besonders für die exportorientierte Wirtschaft ist von Vorteil, dass Schiedssprüche nicht nur in Deutschland, sondern in über 170 weiteren Ländern durchsetzbar sind.
Was sind Vorteile des Schiedsgerichtsverfahrens?
In Schiedsverfahren profitieren Sie von Vertraulichkeit, Schnelligkeit, Flexibilität und Vollstreckbarkeit.
Mit der Verwendung der SGH-Schiedsklausel kommen die SGH-Schiedsregeln
zur Anwendung, die eine Verfahrensführung auf Deutsch oder Englisch ermöglichen.
Ebenso sorgen sie für einen strukturierten Ablauf und ein klar definiertes, praxisnahes
Verfahren. Das Team des SGH unterstützt bei der Auswahl von Schiedsrichtern, die über
Expertise und Branchenerfahrung für Ihren spezifischen Streitfall verfügen.
Digitalisierung
Die Antragstellung und Administration des Schiedsverfahrens
erfolgt online. Unsere Verfahrensmanagementplattform
(VMP) ermöglicht eine ortsunabhängige Teilnahme
der Parteien am Verfahren. Dies ist insbesondere
für internationale Streitfälle eine Erleichterung. Verfahrensrelevante
Dokumente sind jederzeit und von überall
einsehbar.
Schnelligkeit
Unser straffes Fristen- und Verfahrensmanagement macht
Entscheidungen innerhalb von 12 Monaten möglich, bei
Fast-Track-Verfahren sogar innerhalb von sechs Monaten.
Videoverhandlungen
Zur Beschleunigung des Verfahrens können die Parteien
Videoverhandlungen durchführen und den Aufwand für
Reisen und logistische Hürden reduzieren.
Kostenkontrolle
Die Honorare der Schiedsrichter und das Bearbeitungsentgelt
des SGH sind verbindlich festgesetzt. Kostenerstattungsansprüche
der anderen Partei sind begrenzt.
Es können keine Kosten durch eine zweite Instanz
entstehen. Auf der Website des SGH finden Sie unseren
Kostenrechner zur Kalkulation der voraussichtlichen
Verfahrenskosten.
Qualitätssicherung
Justiziare der IHKs und AHKs können das Verfahren
begleiten. Der SGH kann zur Qualitätssicherung und
zur Sicherung der Vollstreckbarkeit unter Wahrung der
Entscheidungsfreiheit des Schiedsgerichts Änderungen
beim Schiedsspruch anregen.
Mediation
Zu jeder Zeit können die Parteien einen außergerichtlichen
Einigungsversuch mittels Mediation unternehmen.
Ein neutraler Mediator unterstützt die Parteien bei der
Erarbeitung einer gemeinsamen Lösung.
Regionale Betreuung
Sofern eine IHK oder AHK vom SGH anerkannt wurde,
können die Parteien vereinbaren, dass das Verfahrensmanagement
auf diese übergeht. Die entsprechende
Musterklausel finden Sie auf der Website des SGH.
Für wen eignet sich ein SGH-Schiedsverfahren besonders?
- Unternehmen mit Streitigkeiten aus Kauf-, Liefer- und Werkverträgen (national und international)
- Mittelständische und große Industrieunternehmen
- International tätige Unternehmen und Joint Ventures
- Projektbezogene Großverträge (z. B. Anlagenbau, Infrastruktur, IT)
- Unternehmen mit technisch oder wirtschaftlich komplexen Sachverhalten
- Technologie- und innovationsgetriebene Unternehmen mit hohem Vertraulichkeits- und Know-how-Schutzbedarf
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Ansprechpartner
Jens Brill

Tel: 0271 3302-160
Fax: 0271 3302-400
E-Mail
Downloads
Externe Links
Fragen und Antworten zum Schiedsgerichtsverfahren:
FAQs SGH-Schiedsverfahren
Zusätzliche Informationen zum SGH-Schiedsverfahren, einen Kostenrechner und den Konfliktnavigator gibt es hier:
Der Schiedsgerichtshof – faire Lösungen für Wirtschaftskonflikte

