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Allgemeine und einzelhandelsrelevante Kaufkraft

Die Kaufkraftzahlen sind ein wichtiger Indikator für das Konsumverhalten der in einer Region oder Kommune lebenden Bevölkerung.Die Berechnungen für die Kaufkraft (allgemein) stützen sich auf eine Vielzahl von Datenquellen. Ziel der Berechnung ist zu ermitteln, wie viel Geld den Konsumenten für ihre Konsumausgaben zur Verfügung steht. Als Basis dienen die Ergebnisse der amtlichen Lohn- und Einkommensteuerstatistiken. Die so ermittelte allgemeine Kaufkraft spiegelt das verfügbare Einkommen wieder. Diese Einkommen werden von den privaten Haushalten zum Teil für Konsumzwecke (Reisen, Ausgaben im Einzelhandel), zum Teil für die Miete, das Sparen und die Altersvorsorge verwendet. Vereinfacht kann die Kaufkraft somit als die Summe aller Netto-Einkünfte bezeichnet werden, die in einem Jahr und Region (Kommune) der Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Die Kaufkraft für den Einzelhandel (einzelhandelsrelevante Kaufkraft) ist der Anteil der allgemeinen Kaufkraft, der für Ausgaben im Einzelhandel zur Verfügung steht. Die Kaufkraftzahlen werden als Prognosewerte für das Jahr ihrer Ermittlung erstellt.

 

Kaufkraftzahlen im südlichen Westfalen 2019

Die Industrie- und Handelskammer Siegen veröffentlicht erstmals eine Kaufkraftanalyse für den IHK-Bezirk, die detaillierte Informationen zu allen 18 Städten und Gemeinden enthält. Die Kaufkraftzahlen geben Aufschluss über das Konsumpotenzial sowie die Attraktivität des Einzelhandelsstandortes. In den kommunalen Steckbriefe werden alle relevanten Kaufkraftzahlen sowie wichtige Strukturdaten dargestellt (Pressemitteilung Nr. 23/2020).

Einzelhandelsumsatz, Zentralität und Kaufkraftbindung

Die Einzelhandelsumsatzzahlen geben die Einzelhandelseinnahmen am Einkaufsort (POS) wieder. Für die Ermittlung wird als Definition der im stationären Einzelhandel erzielte Umsatz zu Endverbrauchspreisen zugrunde gelegt. Internet- und Versandhandel und Einzelhandel mit Kfz, Krafträdern sowie Tankstellen sind nicht enthalten. Die Ermittlung der Umsatzkennziffern erfolgt auf Grundlage von Auswertungen der Einzelhandelsgutachten der BBE/CIMA Gruppe und zahlreichen einschlägigen aktuellen amtlichen Statistiken und Handelsdatenbanken.

Die Einzelhandelszentralität (Zentralitätskennziffer) ist ein Indikator für die Attraktivität eines Einzelhandelsstandortes. Sie zeigt die Fähigkeit eines Gebietes auf, die einzelhandelsrelevante Kaufkraft der Bevölkerung vor Ort zu binden, Kaufkraftzuflüsse zu erzielen und Kaufkraftabflüsse in andere Gebiete und in den Online-Handel zu minimieren. Eine Kennziffer von mehr als "100" sagt aus, dass es sich um einen überdurchschnittlich attraktiven Einzelhandelsstandort handelt.

Die Kaufkraftbindungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis von einzelhandelsrelevanter Kaufkraft und dem vor Ort erzielten Einzelhandelsumsatz. Sie gibt Aufschluss darüber, ob die Kaufkraft vor Ort gebunden werden kann, bzw. ob Kaufkraftzufluss bzw. -abfluss stattfindet. Ein Wert von über 100 bedeutet, dass in dieser Kommune oder Region mehr Umsatz im Einzelhandel getätigt wird als die dort lebende Bevölkerung im Einzelhandel ausgeben kann. Es findet somit ein Kaufkraftzufluss aus anderen Kommunen, bzw. Regionen statt. Die Kaufkraftzahlen werden als Prognosewerte für das Jahr ihrer Ermittlung erstellt.

Kaufkraftzeitreihe

Die Kaufkraftzahlen sind ein wichtiger Indikator für das Konsumverhalten der in einer Region oder Kommune lebenden Bevölkerung. Die Berechnungen für die Kaufkraft (allgemein) stützen sich auf eine Vielzahl von Datenquellen. Ziel der Berechnung ist zu ermitteln, wie viel Geld den Konsumenten für ihre Konsumausgaben zur Verfügung steht. Als Basis dienen die Ergebnisse der amtlichen Lohn- und Einkommensteuerstatistiken. Die Kaufkraftzahlen werden als Prognosewerte für das Jahr ihrer Ermittlung erstellt. Neben den aktuellen Kaufkraftzahlen erstellt die Michael Bauer Research GmbH auch eine Aktualisierung der Vorjahreswerte. Kaufkraftzeitreihe 2015 bis 2020.

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