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Der deutsche Einzelhandel 2017 – erste IHK-ibi-Handelsstudie

Wie geht der Einzelhandel mit der Digitalisierung um? Um Antworten auf diese Frage zu finden, hat sich die IHK Siegen an einer deutschlandweiten Handelsstudie beteiligt. In Kooperation mit ibi research an der Universität Regensburg haben der DIHK und zahlreiche Industrie- und Handelskammern gemeinsam diese Studie durchgeführt. Über den Link auf der rechten Seite können Sie die Ergebnisse der deutschlandweiten Gesamtstudie downloaden.

In eine Sonderauswertung für den Kammerbezirk Siegen sind Antworten von 139 heimischen Händlern eingeflossen. Nicht alle Umfrageteilnehmer haben den Fragebogen vollständig beantwortet. Die Mehrheit der Befragten gehört zum inhabergeführten Einzelhandel, das Hauptabsatzgebiet ist ländlich geprägt und es handelt sich vorwiegend um Unternehmen mit einem bis neun Mitarbeitern.
 
Insgesamt ist zurzeit das stationäre Ladengeschäft bei den Umfrageteilnehmern der Vertriebskanal, der am meisten genutzt wird. Bei den Online-Vertriebskanälen zeigt sich, dass die meisten der befragten Händler einen eigenen Online-Shop nutzen, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Die Nutzung lokaler Online-Marktplätze zeigt im Kammerbezirk (9%) einen höheren Wert auf als bei der gesamtdeutschen Befragung (3%).
 
Facebook liegt bei den Instrumenten zur Kundenkommunikation auf dem ersten Platz. Danach kommt erst die eigene Webseite. Andere Social-Media-Kanäle wie zum Beispiel Instagram werden derzeit noch nicht so häufig genutzt. Als Fazit ist erkennbar: Die meisten Händler sind im Internet auffindbar.
 
Bei der Frage nach digitalen Serviceangeboten im Ladengeschäft, beispielsweise virtuelle Regale oder Click&Collect, fällt Folgendes auf: Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer hat von den verschiedenen Möglichkeiten bereits gehört, aber die wenigsten setzen diese ein oder kennen sich in dem jeweiligen Bereich aus.
 
Mehr Umsatz, Erschließung neuer Kundengruppen, Stärkung der Kundenbindung sowie Imageverbesserung sind die erstgenannten Gründe von Händlern, die auf die Frage geantwortet haben, warum Sie online Produkte und Dienstleistungen verkaufen. Von der anderen Seite betrachtet: Die Gründe, dass sich die Produkte nicht online verkaufen lassen, die Kosten zu hoch sind und die gewünschte Zielgruppe über diesen Vertriebskanal nicht erreicht werden kann, spielen eine entscheidende Rolle dabei, nicht online zu verkaufen. Fehlendes Know-how ist übrigens kein relevanter Grund für Händler, ihre Produkte und Dienstleistungen nicht online zu verkaufen.
 
Im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung des Einzelhandels ist für die Mehrheit der heimischen Händler klar, dass das Einkaufserlebnis und die individuelle Lösung der Kundenprobleme in Zukunft wesentliche Erfolgsfaktoren des stationären Einzelhandels sein werden.

Weitere interessante Erkenntnisse finden Sie in der Sonderauswertung für den Kammerbezirk Siegen, die auf der rechten Seite zum Download zur Verfügung steht. 

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