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IHK Energiewende-Barometer 2020

Klimaschutz und Energiewende sind für die Wirtschaft auch in wirtschaftlich schweren Zeiten hoch aktuelle Themen. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Umfrage, an der knapp 2.600 Unternehmen aus allen Regionen teilgenommen haben. Trotz der negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft steigt der Anteil der Unternehmen, die im eigenen Betrieb beispielsweise Maßnahmen für Energieeffizienz und den Einsatz CO2-armer Energieträger umsetzen und die verstärkt auf Elektromobilität setzen. Über alle Branchen hinweg betrachtet die Mehrheit der Unternehmen die Energiewende aber eher als Herausforderung und weniger als Chance.

Mehr zu den Detais des Energiewende-Barometers gibt es hier.

Die Bewertung liegt über alle Branchen hinweg bei minus 2,5. Im letzten Jahr war der Wert mit minus 3,1 etwas schlechter. Im Energiewende-Barometer bewerten die Unternehmen die Auswirkungen der Energiewende auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit auf einer Skala von minus 100 ("sehr negativ") bis plus 100 ("sehr positiv"). Dabei fällt die Bewertung in den einzelnen Branchen unterschiedlich aus. Positive Einschätzungen kommen aus der Bauwirtschaft und von den Dienstleistern. Im Handel und vor allem in der Industrie ist die Beurteilung dagegen kritisch.

Anfang 2021 startet die Bepreisung für CO2-Emissionen von Brennstoffen. Die Befragten sehen darin überwiegend ein für den Klimaschutz geeignetes Instrument, das auch Investitionsanreize für das eigene Unternehmen setzt. Doch auch hier gibt es branchenspezifisch große Unterschiede. Insbesondere viele Industriebetriebe befürchten Nachteile im Wettbewerb.

Die Umfrage zeigt auch, dass die Betriebe trotz der negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie weiter an der Umsetzung von Energiewende-Maßnahmen arbeiten. So sehen 56 Prozent der Befragten ihre entsprechenden Vorhaben durch Covid-19 nicht beeinträchtigt, weitere 36 Prozent wollen ihre Aktivitäten wegen der Krise nur zeitlich verschieben. Im Ergebnis steigt der Anteil der für die Energiewende engagierten Unternehmen an – also derjenigen, die bereits eine oder mehrere Optionen umgesetzt haben, sich in der Realisierung befinden oder konkrete Pläne haben. Konkret kletterte etwa die Quote der Betriebe, die Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt haben, gegenüber 2019 um 8 Prozentpunkte. Die Unternehmen steigen auch vermehrt auf Elektromobilität um, und fast jedes dritte setzt mittlerweile Ökostrom ein. Außerdem wird das Thema Wasserstoff immer stärker beachtet. Die Ermittlung des eigenen CO2-Fußabdrucks ist für viele Befragte mittlerweile zum Standard geworden.

(Quelle: DIHK, 09.12.2020)

 

 

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