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Gaspreisbremse und Strompreisbremse - Womit können die Betriebe rechnen?

Am 31.10.22 hat die von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission Gas und Wärme (EKGW) ihren Abschlussbericht vorgelegt. Dieser enthält zahlreiche Empfehlungen, die jedoch nicht endgültig sind, da sie von der Bundesregierung umgesetzt und teilweise auf europäischer Eben genehmigt werden müssen.

Mit der Gas- und Strompreisbremse will die Ampel-Koalition die Bürger und Unternehmen entlasten. Im Dezember sollen die ersten Gelder dafür fließen.

Bei den Gasverbrauchern werden zwei Gruppen unterschieden, für die unterschiedliche Regelungen gelten sollen.

Die Gruppe 1 (Haushalte/SLP Kunden): Hierzu gehören alle privaten Haushalte und Standard-Last-Profil-Kunden (SLP) und damit Gewerbe und industrielle Abnehmer mit einem Gasverbrauch bis zu 1,5 Millionen Kilowattstunden. Diese erste Gruppe bezieht hauptsächlich Gas für Raumwärme und Warmwasser. Auch große Wohneinheiten und Wohnungsunternehmen mit Zentralheizungen werden dieser ersten Gruppe zugeordnet und zwar unabhängig von ihrer Messeinrichtung. Diese Gruppe erhält eine Zahlung im Dezember (Stufe 1). Die Preisbremse greift ab dem 1. März 2023 (Stufe 2). Soll aber aber rückwirkend schon ab Januar 2023 gelten.

Unter die Gruppe 2 (RLM-Kunden) fallen: Industrielle Gasverbraucher mit Registrierender Leistungsmessung (RLM), das heißt ab einem Gasverbrauch von 1,5 Millionen Kilowattstunden. Nach dem ersten Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums werden auch alle gewerblichen RLM-Kunden dieser Gruppe zugeordnet. Die Preisbremse soll ab dem 1. Januar 2023 greifen.

Mehr Details sowie Fragen und Antworten gibt es auf der Homepage des DIHK unter der Überschrift "Gaspreisbremse & Co. – Womit Betriebe jetzt rechnen müssen"

Darüber hinaus soll eine Strompreisbremse ab Januar 2023 dazu beitragen, dass die Stromkosten insgesamt sinken. Der Strompreis für private Verbraucher sowie kleine und mittlere Unternehmen wird daher bei 40 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt. Dies gilt für den Basisbedarf von 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs. Für Industriekunden liegt der Deckel bei 13 Cent für 70 Prozent des historischen Verbrauchs. Dazu muss der Anstieg der Netzentgelte im deutschen Stromnetz gedämpft werden.

Weitere Informationen und eine FAQ-Liste zur geplanten Strompreisdeckelung gibt es auf der Homepage des DIHK unter folgendem Link: "Was bringt die Strompreisbremse?"

Hinweis:

Das Bundeskabinett hat am Freitag, 25.11.2022, die beiden Entwürfe einer Gas- und Strompreisbremse beschlossen. Wenn Bundestag und Bundesrat die Gesetzespakete im Dezember final beschließen, können sie wie geplant Anfang 2023 in Kraft treten. 

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Roger Schmidt

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