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Gründung aus der Arbeitslosigkeit

Gründungszuschuss

Der Gründungszuschuss der Arbeitsagentur ist ein Förderinstrument für Empfänger des Arbeitslosengeldes I (ALG I). Dabei handelt es sich um eine Ermessensleistung der jeweiligen Agentur für Arbeit.

Die Förderdauer und die Förderhöhe des Gründungszuschusses teilen sich in zwei Abschnitte:

  • für die ersten sechs Monate kann ein Zuschuss in Höhe des persönlichen ALG I, zuzüglich 300 Euro monatlich gewährt werden,
  • für die anschließenden neun Monate kann ein Zuschuss in Höhe von 300 Euro monatlich gewährt werden.

Voraussetzung für die Beantragung des Gründungszuschusses ist, dass der Gründer zum Zeitpunkt der Antragstellung noch einen Restanspruch von mindestens 150 Tagen auf Arbeitslosengeld I hat. Zusätzlich muss der Antragsteller der Agentur für Arbeit die Tragfähigkeit seines Geschäftskonzeptes nachweisen. Nach einer gewissen Anlaufzeit muss ein Einkommen aus der selbstständigen Tätigkeit erzielt werden, das ausreichend hoch ist, um den Lebensunterhalt des Antragstellers vollständig zu decken. Der Nachweis der Tragfähigkeit erfolgt durch eine Stellungnahme einer fachkundigen Stelle wie die Industrie- und Handelskammer Siegen.

Für die fachkundige Stellungnahme benötigen wir folgende Unterlagen:

  • Das Formular „Anforderung der Stellungnahme einer fachkundigen Stelle zur Tragfähigkeit der Existenzgründung (§ 93 SGB III)“, welches Sie von Ihrem jeweiligen Sachbearbeiter in der Agentur für Arbeit ausgehändigt bekommen.
  • Ausführliche Beschreibung des Existenzgründungsvorhabens. Einen Leitfaden und ein Beispiel für ein Unternehmenskonzept finden Sie unter „Downloads“ auf der rechten Seite.
  • Den Zahlenteil des Businessplanes, bestehend aus Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan sowie eines Liquiditätsplanes und einer Rentabilitätsvorschau über drei Jahre. Eine nähere Beschreibung finden Sie im Leitfaden eines Unternehmenskonzeptes auf der rechten Seite unter Downloads sowie im Internet unter www.gruendungswerkstatt-nrw.de und unter www.existenzgruender.de.
  • Einen tabellarischen Lebenslauf mit allen schulischen und beruflichen Ausbildungen sowie aller praktischer beruflicher Erfahrungen.

Außerdem muss der Gründer gegenüber der Agentur für Arbeit darlegen, dass er über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, die zur Ausübung der selbstständigen Tätigkeit erforderlich sind.

Die strengeren Vergaberegelungen für den Gründungszuschuss beinhalten einen strikten Vermittlungsvorrang. Das bedeutete, dass ein Gründer keinen Antrag auf Gründungszuschuss stellen kann, falls ihm aufgrund seiner Ausbildung und seines beruflichen Werdegangs gute Chancen für die Vermittlung in ein Angestelltenverhältnis eingeräumt werden. Ebenso ist die Förderung ausgeschlossen, wenn nach Beendigung einer Förderung zur Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit nach SGB III noch keine 24 Monate vergangen sind. Mit Erreichen des 65. Lebensjahres erlischt die Förderfähigkeit.

Es bleibt dabei, dass der noch verbleibende Anspruch auf das ALG I eins zu eins aufgebraucht wird. Damit wird ein Wiederaufleben des ALG I- Anspruchs ausgeschlossen. Um weiterhin die Möglichkeit eines Arbeitslosengeldanspruchs bei einem evtl. Scheitern des Gründungsvorhabens zu haben, können Existenzgründer freiwillig in die gesetzliche Arbeitslosenversicherung einzahlen. 

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