PDF wird generiert
Bitte warten!

Gefahrstoffe

Ein Gefahrstoff kann durch direkten Kontakt mit der Haut oder den Augen, durch Verschlucken oder aber auch durch Einatmen zu Verletzungen, Vergiftungen oder dauerhaften Gesundheitsschäden führen. Oft gelten Stoffe auch wegen ihrer leichten Entzündlichkeit oder Explosionsfähigkeit als Gefahrstoff. Es ist aber auch möglich, dass der Stoff die Umwelt gefährdet oder langfristige Schädigungen des Erbgutes, der Fruchtbarkeit oder zur Bildung von Krebs führt. In vielen Fällen ist auch eine Kombination der vorgenannten Eigenschaften gegeben.

Schutz vor Wirkung der Gefahrstoffe durch die Gefahrstoffverordnung

Die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) gehört zum Arbeitsschutzrecht. Arbeitnehmer und Umwelt sollen vor den schadhaften Einwirkungen durch die Verordnung geschützt werden. Als rechtliche Grundlage wurden die europäischen Vorgaben in deutsches Recht umgesetzt. Basis der komplett überarbeiteten Verordnung ist derzeit ein vierstufiges Schutzstufenkonzept, in das alle Gefahrstoffe – je nach Gefährdung – eingestuft werden.

Weitere Inhaltspunkte der Gefahrstoffverordnung sind:

  • Begriffsbestimmungen
  • Anforderungen an die Gefahrstoffinformationen
  • Allgemeine Schutzmaßnahmen (Schutzstufen 1 und 2)
  • Spezielle Schutzmaßnahmen (Schutzstufen 3 und 4)
  • Regelungen zu Verboten und Beschränkungen sowie
  • Ordnungswidrigkeiten und Straftaten

Die Verordnung zur Neufassung der Gefahrstoffverordnung und zur Änderung sprengstoffrechtlicher Verordnungen vom 26. November 2010 wurde am 30. November 2010 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht (BGBl. I S 1643) und trat am 01.12.2010 in Kraft. Danach folgte zum 28. Juli 2011 die Anpassung an die europäischen Vorgaben zur Klassifizierung und Kennzeichnung (CLP-Anpassung).

Konkretisiert werden die Vorgaben im Gefahrstoffrecht durch die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS). Diese sind stets aktuell beim Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) abrufbar.

Seiten-ID: 944