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Telekommunikation und Breitbandversorgung

Im Zuge der Digitalisierung sind Unternehmen auf  funktionierende Internetverbindungen angewiesen. Der Austausch online ist heutzutage standard.

Möglich wird dies u. a. durch die sogenannte Breitbandtechnologien (z. B. DSL, Glasfaser (FTTH), Satelliteninternet, ...), mit deren Hilfe Informationen und große Datenmengen in hoher Geschwindigkeit versendet, hochgeladen und ausgetauscht werden können. Somit ist die Telekommunikationsinfrastruktur und die Verfügbarkeit von schnellen Breitbandtechnologien ein wichtiger Standortfaktor, der den wirtschaftlichen Erfolg maßgeblich beeinflusst.

Auch der Mobilfunkbereich wird in diesem Sinne, Stichwort 5G, immer wichtiger.

 

5G

5G ist die fünfte Generation des Mobilfunkstandards (seit 2019), die bis zu 100-mal schnellere Datenübertragungen als 4G/LTE, extrem niedrige Latenzzeiten (Echtzeitkommunikation) und eine massive Vernetzung von bis zu einer Million Geräten pro Quadratkilometer ermöglicht. Es bildet die Basis für autonomes Fahren, IoT, smarte Städte und industrielle Anwendungen. 5G nutzt höhere Frequenzbänder (u. a. 3,4 - 3,8 GHz) und engmaschigere "Small Cells".

Die 5G-Versorgung in Deutschland ist weit fortgeschritten: Über 90 % der Landesfläche sind laut Bundesnetzagentur mit 5G abgedeckt, insbesondere durch Telekom, Vodafone und O2. Ballungsräume sind nahezu lückenlos versorgt, während der ländliche Raum durch 700-MHz-Frequenzen und Dynamic Spectrum Sharing (DSS) zunehmend erschlossen wird. Ziel ist eine flächendeckende Versorgung. DSS erlaubt die gleichzeitige Nutzung von 4G und 5G im gleichen Frequenzbereich. Durch die Mitnutzung der bestehenden 4G-Infrastruktur kann verhältnismäßig schnell eine 5G-Versorgung in der Fläche erreicht werden. Die zur Verfügung stehende Bandbreite eines bestimmten Frequenzbands wird dabei bedarfsgerecht auf die in einer Funkzelle aktiven 4G- und 5G-Nutzer aufgeteilt. 

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) hält dazu noch weitere Infos bereit.

5G kann auch von Unternehmen autark als 5G-Campusnetz betrieben werden. Hierbei handelt es sich um private, lokal betriebene 5G-Mobilfunknetze, die auf besondere Anforderungen des Einsatzgebiets angepasst werden und die Vorteile und Eigenschaften von 5G vollumfänglich nutzen.

 

Breitbandatlas

Die aktuelle Breitbandversorgung in Deutschland und Nordrhein-Westfalen ist in einem Breitbandatlas bzw. GigabitAtlas abzulesen.

Der Breitbandatlas wird von der zentralen Informationsstelle des Bundes (ZIS) der Bundesnetzagentur betrieben und ist das zentrale Informationsmedium zur aktuellen Breitbandversorgung in Deutschland für das Festnetz und den Mobilfunk. Der Breitbandatlas wird regelmäßig aktualisiert und steht allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung.

Über die nebenstehenden Links stehen die entsprechenden Informationen z.B. zur Bandbreite, Techniken und gewerblichen Breitbandverfügbarkeit bereit.

 

Gigabit-Grundbuch

Das Gigabit-Grundbuch ist das zentrale Zugangsportal für die Bereitstellung relevanter Informationen zur Planung des Infrastrukturausbaus sowie zum aktuellen und künftigen Grad der Versorgung im Bereich der Telekommunikation. Das Gigabit-Grundbuch bündelt die bestehenden Geoinformationssysteme in einem Portalauftritt. Damit liegen Daten, Karten und weiterführendes Informationsmaterial zu digitalen Infrastrukturen für alle Nutzerinnen und Nutzer zentral an einem Ort vor.

 

Internetausfall - Plan B?

Ohne Anschluss an das Internet geht heutzutage nichts mehr. Katatrophal ist es insbesondere für Unternehmen, wenn es ausfällt. Ganze Geschäftsprozesse sind dann von null auf gleich gestört. Besonders schlecht ist ein Ausfall immer dann, wenn Unternehmen nur über einen Internetanschluß verfügen.

Laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage könnten derzeit nur 3 % der Unternehmen im Störungsfall dauerhaft weiterarbeiten.

Die Anschlüsse sollten daher redundant (über mindestens zwei Wege) über z.B. verschiedene Anbieter angelegt sein und über physisch getrennte und unterschiedliche Zugangswege verfügen. Alternativen können z.B. auch Satelitteninternetverbindungen sein. Hier gibt es heutzutage vielfälltige Möglichkeiten.

An Bedeutung gewonnen hat das Thema auch durch die NIS-2-Richtlinie, wo zur Aufrechterhaltung des Betriebs und zur Minimierung von Ausfallrisiken eine Resilienz gefordert ist.

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