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Kritische Rohstoffe

Eine Arbeitsgruppe der Kommission hat 54 nicht-energetische Rohstoffe analysiert, von denen sie letztlich zwanzig als kritisch befand. 13 der 14 Stoffe, die schon 2011 als kritisch eingestuft wurden, befinden sich erneut auf der Liste. Lediglich bei Tantal geht die Kommission von einem geringeren Angebotsrisiko als noch 2011 aus.

Neu auf der Liste sind Borate, Chrom, Kokskohle, Magnesit, Phosphatgestein und Siliciummetall. Außerdem sind Antimon, Beryllium, Kobalt, Fluorid, Gallium, Germanium, Indium, Magnesium, Naturgraphit, Niobium, Platingruppen-Metalle, schwere seltene Erden, leichte seltene Erden und Wolfram auf der Liste zu finden.

Benötigt werden diese kritischen Rohstoffe nicht zuletzt in vielen europäischen Schlüsselindustrien wie der Automobil-, Luftfahrt- oder Erneuerbare Energien-Branche.

Kritisch sind die Rohstoffe nach Definition der Kommission, wenn zwei Parameter erfüllt sind: die wirtschaftliche Relevanz und das Angebotsrisiko des Stoffes, das besteht, wenn sich ein großer Anteil der weltweiten Produktion auf wenige Länder konzentriert. 90 Prozent des weltweiten Angebots der kritischen Rohstoffe wird außerhalb der EU produziert. China hat hier den größten Marktanteil.

Die Liste dient der Kommission u. a. dazu, den Handlungsbedarf im Bereich Rohstoffe zu erkennen und zu priorisieren. Sie spielt beispielsweise bei Handelsabkommen sowie der Förderung von Innovationen, Ressourceneffizienz oder Recycling eine Rolle. Außerdem kann sie Unternehmen helfen, die Sicherheit der eigenen Rohstoffversorgung zu bewerten.

Die Liste ist Teil des zweiten Fortschrittberichts der Kommission zur Umsetzung der Rohstoffinitiative, die im Jahr 2008 startete. Die nächste Revision der Liste ist für 2016 geplant.

Das ausführliche Memo der Kommission (auf Englisch) finden Sie hier.

(Quelle: DIHK, Mirko Fels, 16.06.2014)

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