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Robotertechnologie im Einsatz

Weltweit wächst branchenübergreifend das Interesse an der flexiblen Automatisierung mit Robotern. Die Corona-Pandemie hat den bestehenden Trend zur Digitalisierung und somit auch den Einsatz von Robotern weiter befördert. Viele Unternehmen wollen laut Branchenexperten Roboter und Automatisierungslösungen schneller einführen.

So wird die Robotik weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Digitaslisierung der Industrie spielen und Prozesse effizienter gestalten. In einigen Wirtschaftszweigen hat sich die Robotik bereits vollständig etablieren können, wie Beispielsweise im Automobilbau. Obwohl die Automobilindustrie traditionell der stärkste Abnehmer ist, fielen die Neuinvestitionen 2024 drastisch um 25 % auf nur noch 6.900 Einheiten (26 % der deutschen Jahresinstallationen), was dem schwächsten Wert seit 15 Jahren entspricht.

Laut dem Branchenverband International Federation of Robotics (IFR) (basierend auf Daten für das Jahr 2024, veröffentlicht im April 2026) liegt Deutschland beim Einsatz von Industrierobotern aktuell weltweit auf Platz drei (gemessen an der Roboterdichte). Deutlich mehr sind dagegen in Südkorea und Singapur im Einsatz. Laut IFR ist Deutschland Spitzenreiter bei Fabrik-Robotern in Europa mit rund 278.900 Einheiten im Jahr 2024. Deutschlands Anteil am europäischen Roboterbestand lag bei einen Anteil von rund 40 % an allen in der Europäischen Union (EU-27) betriebenen Industrierobotern. In dem Jahr erreichte Deutschland mit einer Roboterdichte von 449 Einheiten pro 10.000 Mitarbeitende einen neuen Rekordwert.

Greifen und Heben, Schweißen und Lackieren sind klassiche Pflichtaufgaben der Industrieroboter.

Leicht programmierbare Serviceroboter, sogenannte Cobots - kollaborative Roboter im Bereich Mensch-Roboter-Zusammenarbeit sind auf dem Vormarsch. Cobots bleiben im Trend: 2024 wurden 64.542 Cobots installiert, was einem Plus von 12 % entspricht. Der Marktanteil von Cobots ist damit von 10,6 % in 2023 auf 11,9 % in 2024 gestiegen. 

Ein zweiter Trend in der Branche sind autonome, mobile Roboter (AMR). Diese können zum Beispiel in der Produktion für Transportaufgaben oder für die Überwachung von Maschinen und Anlagen eingesetzt werden. So ist die Logistik in der Fabrik ein immer wichtigeres Einsatzfeld, wo Roboter die Produktzufuhr und -abfuhr deutlich fexibler gestalten können. Schon in 2024 war der Absatz mobiler autonomer Roboter für die Logistik in der Industrie und im Versandhandel um 14 Prozent auf 102.900 verkaufte Einheiten gestiegen, wie aus dem Jahresreport „World Robotics 2025  der IFR hervorgeht, der im Oktober 2025 veröffentlicht wurde. Damit sind sie bei der Digitalisierung der Produktion bereits heute ein Teil der Fabrik der Zukunft. Der globale Markt für diese AMR überstieg 2025 die Marke von 3,1 Mrd. US-Dollar.

Weiterentwicklungen in der Sensorik und Bildverarbeitung sowie künstliche Intelligenz (KI) lassen in der Zukunft große Fortschritte in der Robotik erwarten. Schon jetzt lernen Roboter durch Vormachen z.B. mit sensorbestückten Handschuhen. Auch mobile Roboter werden zuverlässiger und intelligenter navigieren können. Auch das "Fingerspitzengefühl" der Greifer für das richtige Greifen von Kleinteilen wird zusehens verbessert.

Im Jahr 2025 wurden weltweit etwa 14.500 bis 16.000 humanoide Roboter ausgeliefert bzw. installiert, wobei China mit einem Anteil von bis zu 90 % den Markt dominiert. 

Während in vielen Unternehmen noch diskutiert wird, ob Roboter wirklich alltagstauglich sind, liefert eine neue Analyse von Morgan Stanley eine klare Botschaft: Im Jahr 2050 könnten weltweit über 1 Milliarde humanoide Roboter im Einsatz sein.

Eine 360-Grad-Tour durch das Robotik und Mechanik Zentrum des DLR bietet Einblicke in die dortige Robotikforschung.

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