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Leitfaden Pressemitteilung

Wie schreibe ich eine Pressemitteilung? Wer sich diese Frage stellt, ist schon einen Schritt weiter als viele andere. Immer noch behandeln Vereine, Unternehmen und Verbände den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit mitunter stiefmütterlich. Dabei ist die Außendarstellung immens wichtig. Sie sollten sich stets vor Augen führen, dass Journalisten täglich eine wahre Flut an Veranstaltungshinweisen und Pressemeldungen auf den Schreibtisch bekommen. Es ist also bedeutsam, sich von der Masse abzusetzen, um wahrgenommen zu werden. Wir möchten Ihnen mit diesem Leitfaden einige Hinweise geben, wie Sie die Chance auf eine Veröffentlichung erhöhen.

1. Das Thema

Der wichtigste Tipp vorweg: Überlegen Sie genau, zu welchen Thema Sie eine Pressemitteilung versenden möchten. Das Sommerfest, der Betriebsausflug oder Arbeitsjubiläen sind zwar firmenintern wichtige Ereignisse. Extern jedoch wird sich kaum jemand dafür begeistern lassen, da dies in sämtlichen Betrieben regelmäßig vorkommt. Ein nachrichtlicher Mehrwert ist also nicht wirklich gegeben! Auch allzu werbliche Themen oder Stellenangebote haben keine große Chance auf eine Veröffentlichung – es sei denn via kostenpflichtiger Anzeigenschaltung. Die Aufgabe von Medienschaffenden ist, die Leser oder Hörer zu informieren und interessante Geschichten zu liefern. Daher warten Sie lieber ab, bis Sie wirklich etwas zu sagen haben! Anlässe zur Berichterstattung können etwa Um- und Anbaumaßnahmen, ein Neubau, eine Übernahme, Geschäftsführerwechsel, eine Auszeichnung, ein Firmenjubiläum oder besonders aufwendige Präsentationen bei einer großen Fachmesse sein.

2. Knackige Überschrift

Überlegen Sie sich eine knackige Überschrift, die Interesse erzeugt. Hierbei dürfen Sie ruhig kreativ sein – wenngleich Sie den Bogen nicht überspannen sollten.

3. Direkt zur Sache

Oftmals fehlt Journalisten die Zeit, jeden eingehenden Text komplett zu studieren. Daher sollten Sie auf eine lange Einleitung verzichten und die Kernaussage der Pressemitteilung an den Beginn stellen. Wecken Sie gleich zu Anfang das Interesse des Lesers. Hierfür können Sie verschiedene stilistische Mittel einsetzen: Treffen Sie eine überraschende Aussage, stellen Sie eine Frage oder beginnen Sie den Text mit einem Halbsatz und folgendem Doppelpunkt, um in das Thema einzuführen. Halten Sie die Mitteilung außerdem unbedingt kurz und prägnant! Es gilt, Wiederholungen zu vermeiden, Dinge auf den Punkt zu bringen und nicht um den heißen Brei herumzureden. Beschränken Sie sich auf maximal eine Seite im Standardformat Ihres Textverarbeitungsprogramms.

4. Die W-Fragen beantworten

Der Text sollte alle relevanten W-Fragen beantworten: Wer? Was? Wann? Wo? Warum? Wie? Wozu? Diese können Sie auf jede Textform anwenden – auch wenn natürlich die konkrete Fragestellung je nach Inhalt anzupassen ist.

5. Keine ausufernden Zitate

Zitate sollten unter keinen Umständen länger als zwei bis drei Zeilen sein! Falls Sie darin nicht alle Aussagen unterbringen können, fahren Sie mit indirekter Rede im Konjunktiv fort. Dies erhöht die Lesbarkeit des Textes. Überhaupt sollten Zitate stets einen Mehrwert bieten – etwa eine Meinung, Bewertung oder tiefere Information. Plattitüden gehören ohnehin in keinen seriösen Text – und schon gar nicht in die wörtliche Rede.

6. Fachchinesisch vermeiden

Versuchen Sie, so wenig technische Fachbegriffe zu verwenden wie möglich. Denken Sie immer daran, dass der durchschnittliche Zeitungsleser nicht über fundiertes Fachwissen bezüglich Ihrer Branche verfügt. Erklären Sie komplexe Zusammenhänge daher stets so, dass auch Laien diese verstehen können.

7. Facettenreich formulieren

Abschließend geben wir Ihnen einige Hinweise, die helfen, den Lesefluss zu maximieren:

  • Vermeiden Sie Wortwiederholungen! Für die allermeisten Begriffe gibt es Synonyme. Falls Ihnen keine einfallen, konsultieren Sie den Duden oder ein Synonym-Lexikon.
  • Vom Gebrauch allzu vieler Anglizismen sollten Sie absehen. Wenn möglich, finden Sie deutsche Alternativen.
  • Bleiben Sie aktiv! Mit ein wenig Übung lassen sich Passivkonstruktionen auf ein Minimum reduzieren.
  • Gestalten Sie Satzanfänge abwechslungsreich!
  • Bilden Sie kurze Satzkonstruktionen statt endlos verschachtelter Kettensätze.
  • Prüfen Sie den Text abschließend sorgfältig auf Rechtschreib- und Grammatikfehler.
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