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IT-Sicherheit

Gerade Mittelständler und kleinere Unternehmen sind die bevorzugten Ziele von Wirt­schaftsspionage und Cyber-Attacken. Informationssicherheit sollte eines der wichtigs­ten Themen der Unternehmensführung sein. Denn die Bedeutung der Online-Kriminalität wächst seit Jahren stetig an. Hinzu kommt, dass „Daten“ immer wertvoller werden und ins Visier von Angreifern rücken. Dabei ist es ganz gleich, ob es sich um interne Prozess- , Entwicklungs- oder Vertragsdaten oder gar um Kundendaten handelt.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland (53 Prozent) sind in den Jahren 2015 und 2016 Opfer von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl geworden. Dadurch ist ein Schaden von rund 55 Milliarden Euro pro Jahr entstanden. Das war das Ergebnis einer Studie des Digitalverbands Bitkom.

Die Cyberbedrohungen nehmen weiter zu. Im Jahr 2016 registrierte die Polizei mit 82.649 Fällen einen deutlichen Anstieg der Cyberkriminalität mit Blick auf 2015 (ca. 46.000 Fälle). In 2017 waren für die Unternehmen und Privatpersonen Ransomware-Angriffe wie Wannacry oder NotPetya und unvorhersehbare Datenlecks wie bei Equifax die größten Gefahren. Und eine Trendumkehr ist nicht in Sicht - im Gegenteil. So registrierte das Bundeskriminalamt (BKA) in 2019 wieder eine deutliche Zunahme der Fälle von Cyberkriminalität. Die Polizei zählte demnach 100.514 entsprechende Taten - rund 15 Prozent mehr als noch 2018. Ermittelt wurden in 2019  insgesamt 22.574 mutmaßliche Cyberkriminelle.

Befördert wird das Ganze durch die zunehmende Professionalisierung der Täter und neue Tatgelegenheiten.

97 Prozent der Cyberangriffe erfolgen auf Sicherheitslücken bei weit verbreiteter Standardsoftware. Somit gehören Updates zum unbedingten Muss, wenn es darum geht, die IT-Sicherheit zu steigern.

Laut Bitkom erfolgen elf Prozent der Angriffe durch ausländische Nachrichtendienste.

Das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) veröffentlichte im Lagebericht  2018 (10/2018), dass allein 800 Mio. Schadprogramme registiriert wurden und damit 200 Mio. mehr als in 2017. 

Auch in 2019 war eine hohe Dynamik der Angreifer bei der (Weiter-)Entwicklung von Schadprogrammen und Angriffswegen festzustellen. So hat das BSI rund 114 Millionen neue Schadprogamm-Varianten registriert, DDoS-Angriffe mit bis zu 300 Gbit/s Angriffsbandbreite beobachtet und über 110.000 Bot-Infektionen täglich registriert – meist auf mobilen Endgeräten oder Geräten des Internets der Dinge (IoT). Dies bestätigt auch der von IBM herausgebrachte X-Force-Report, der in 2019 einen Anstieg der Cybercrime-Vorfälle um 2000 Prozent verzeichnete.

Bei Unternehmen, die  weltweit von Verschlüsselungstrojanern betroffen sind, zahlen 74 Prozent kein Lösegeld, 26 Prozent zahlen jedoch (Quelle Sophos).

Laut der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG erlitten in 2019 in Deutschland 25 Prozent der Firmen Betriebsunterbrechungen durch Ransomware.

Die Cyberangriffe haben zuletzt enorme Schadenssummen verursacht. So wird geschätzt, dass bis 2021 die durch Cyberkriminalität verursachten Kosten weltweit auf 6 Billionen Dollar ansteigen werden.

Neben der technischen Infrastruktur muss auch der Faktor Mensch wesentlich stärker in den Fokus genommen werden. Vielfach ist es unbedachtes Handeln, das den Erfolg einer Cyber-Attacke erst ermöglicht. Aber selbstverständlich können auch gezielte Angriffe unzufriedener Mitarbeiter zum Schaden führen. Sinnvoll ist es, sich schon vor Eintritt eines Schadensfalles Strategien zur IT-Sicherheit zu erarbeiten.

Bitkom und Bundesverfassungsschutz geben Unternehmen, die Ihre Sicherheit verbessern wollen, folgende Tipps:

1. Sicherheit zur Chefsache machen

2. Technische IT-Sicherheit steigern

3. Organisatorische Sicherheit erhöhen

4. Personelle Sicherheit verbessern

5. Sicherheitszertifizierungen anstreben.

Da Hacker ständig neue Angriffstechniken einsetzen, werden die Herausforderungen für Unternehmen weiter wachsen.

Und gerade jetzt führt auch noch die Corona-Pandemie zu mehr Attacken. So verzeichneten allein die IT-Sicherheitforscher von McAfee von Januar bis Juli 2020 rund 1,5 Mio. Angriffe mit Covid-19-Bezügen.

 

Auf dieser Seite finden Sie einige Links zu Internetseiten, die Ihnen zum Thema IT-Sicherheit weiterhelfen.

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