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Gas­ver­sor­gung in Deutsch­land - Versorgungssicherheit?

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat am 23. Juni 2022 nach Abstimmung innerhalb der Bundesregierung die zweite Stufe, die Alarmstufe des Notfallplans Gas in Deutschland, ausgerufen. Aktuell ist die Versorgungssicherheit gewährleistet, aber die Lage ist angespannt.

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht täglich einen aktuellen Lagebericht.

Zum Krisenteam Gas gehören neben dem BMWK auch die Bundesnetzagentur, der Marktgebietsverantwortliche Gas, die Fernleitungsnetzbetreiber, mit Unterstützung der Bundesländer. Das Krisenteam Gas tagt regelmäßig, um auf Basis der täglichen Meldungen der Fernleitungsnetzbetreiber und des Marktgebietsverantwortlichen die Entwicklung der weiteren Situation am Gasmarkt zu beobachten und die Leitung des BMWK zu beraten. Die Netzbetreiber ergreifen im Rahmen ihrer Verantwortung netz- und marktbezogene Maßnahmen gemäß § 16 und § 16a EnWG, sofern notwendig.

Grund für die Ausrufung der Alarmstufe ist die seit dem 14. Juni 2022 bestehende Kürzung der Gaslieferungen aus Russland und das weiterhin hohe Preiseniveau am Gasmarkt. In der Alarmstufe können Netzbetreiber Gaskunden darum bitten, freiwillig ihre Gasflüsse zu erhöhen oder ihren Gasverbrauch zu verringern. Von dem sogenannten Preisanpassungsmechanismus, den § 24 des Energiesicherungsgesetzes (EnSiG),  macht die Bundesregierung vorerst noch keinen Gebrauch. 

Bei einer Gasmangellage (Notfallstufe) würde die Bundesnetzagentur (BNetzA) als Bundeslastverteiler die Entscheidung über Anordnungen an Endverbraucher und Großverbraucher treffen, den Gasverbrauch zu reduzieren oder Industriekunden sogar ganz abzuschalten. Als Grundlage für eine spätere Entscheidung erstellt die Bundesbehörde derzeit eine Datenbank über die Gas-Liefer- und Abnahmestrukturen in Form einer Sicherheitsplattform Gas

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