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Nr. 038: Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hagen und Siegen veröffentlichen „Südwestfalen in Zahlen“

15.04.2021 | „Die Zahlen belegen eindrucksvoll: Südwestfalen ist nach wie vor eine der stärksten Industrieregionen. Während bundes- und landesweit nur etwa jeder vierte Beschäftigte im produzierenden Gewerbe tätig ist, kann in Südwestfalen nahezu jeder zweite Arbeitsplatz der Industrie zugeordnet werden. Der Industrieumsatz legte in den letzten zehn Jahren stärker zu als im Landesdurchschnitt. Er stieg in Südwestfalen um 9,3 %, in NRW hingegen ,nur‘ um 2,0 %.“ Mit diesen Worten kommentiert Stephan Häger, Leiter des Referats Konjunktur, Arbeitsmarkt und Statistik der IHK Siegen, die dritte Auflage von „Südwestfalen in Zahlen“. Ein weiteres Kennzeichen der Industriestärke der Region: Fast die Hälfte der Bruttowertschöpfung ist dem produzierenden Gewerbe zuzuordnen. Im Vergleich hierzu fällt sie in NRW mit weniger als einem Drittel deutlich geringer aus. Zudem ist die Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Südwestfalen positiv. Die Anzahl stieg von 2009 bis 2019 um 86.478 oder 18,1 %.

Stephan Häger: „Die guten Wirtschaftszahlen der vergangenen Jahre und die geringere Arbeitslosenquote im Vergleich zum Landesdurchschnitt wirken sich jedoch nicht positiv auf die demografische Entwicklung aus. Das ist insbesondere im Hinblick auf den Fachkräftemangel problematisch.“ Die Bevölkerungsentwicklung ist entgegen dem Landes- und Bundestrend negativ. Während in Südwestfalen die Bevölkerungsanzahl in den letzten zehn Jahren um mehr als 50.000 bzw. 3,5 % zurückging, stieg sie in NRW um mehr als 74.000 bzw. 0,4 %. Bundesweit ist die Bevölkerungsentwicklung mit einem Plus von 1,7 % sogar noch deutlicher im positiven Bereich. Auch der Anteil der jüngeren Erwachsenen (20 bis 49 Jahre) ist in der Region geringer. „Es ist paradox: Obwohl wir über beste Voraussetzungen verfügen, gelingt es uns nicht in ausreichendem Maße, junge Menschen in der Region zu binden.“ Gleichzeitig ist der Anteil der über 50-Jährigen um fast zwei Prozentpunkte höher als im Bundes- und Landesdurchschnitt. „Das Arbeitskräfteangebot wird schrumpfen und den Fachkräftemangel in Zukunft noch verstärken. Um diesen ein Stück weit zu begegnen, sind konsequente standortpolitische Entscheidungen notwendig“, so Stephan Häger weiter.

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Fax: 0271 3302400
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