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Nr. 001: Abermals passable Lehrstellenbilanz

02.01.2020 | 2.236 Lehrverträge schlossen die Industrie- und Handelsunternehmen in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe im Jahr 2019 mit jungen Menschen ab. „Es war abermals ein sehr passables Lehrstellenjahr, auch wenn die Ausbildungsleistung gegenüber dem Vorjahr um 2 % sank. Leider blieben etliche Stellen unbesetzt. Das verdeutlicht, dass noch mehr drin gewesen wäre. Dennoch sind wir mit dem Gesamtergebnis mehr als zufrieden.“ Mit diesen Worten bilanziert IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus Gräbener das abgeschlossene Lehrstellenjahr. Die Firmen versuchten mittlerweile „auf nahezu allen Kanälen“, die verfügbaren Potenziale auszuschöpfen. Die außerordentlich hohe Beteiligung an den regionalen Berufsmessen in Siegen, Bad Berleburg, im südlichen Siegerland und in Olpe, aber auch das betriebliche Engagement, über die „sozialen Medien“ an die jungen Menschen heranzutreten, sowie die sehr originelle Internetpräsenz zahlreicher Unternehmen verdeutlichten dies. IHK-Geschäftsführer Klaus Fenster: „Qualifizierter Nachwuchs wird auf dem Arbeitsmarkt eben immer rarer. Wer gute Leute benötigt, der ist gut beraten, qualitativ hochwertig auszubilden und dies auch adressatengerecht in der Öffentlichkeit zu platzieren. Mit Hochglanz-Flyern allein ist es heute nicht mehr getan.“

Die leichten Rückgänge verteilen sich nahezu gleichgewichtig auf beide Kreise. In Siegen-Wittgenstein wurden 1457 Verträge abgeschlossen. Dies entspricht einem Minus von exakt 2 %. Die 779 Ausbildungsverträge im Kreis Olpe bedeuten einen Rückgang von 2,1 % gegenüber dem Vorjahr. Hierbei sei allerdings zu berücksichtigen, von welch hohem Niveau aus sich dieser Rückgang in beiden Kreisen vollziehe, betont Klaus Gräbener: „Mitte der 90er Jahre wurden in IHK-zugehörigen Unternehmen rund 1.500 Verträge abgeschlossen. Heute sind es rund 50 % mehr. Und das Jahr für Jahr. Mit 1.113 Ausbildungsverträgen spielt sich bei uns dabei fast die Hälfte der gesamten Ausbildungsleistung in gewerblich-technischen Berufen ab. Nirgendwo in Nordrhein-Westfalen ist das industrielle Gewicht auf dem Lehrstellenmarkt größer als in Siegen, Wittgenstein und Olpe.“ Gehe es der Industrie gut, biete das gerade jungen Menschen optimale Ausbildungschancen. Es sei aus Sicht der IHK bemerkenswert, dass das Ausbildungsvolumen in den industriellen Metall- und Elektroberufen nur ganz knapp das hohe Vorjahresniveau verfehlt habe, während die Anzahl der Lehrverträge in den kaufmännischen Berufen um 3,4 % gesunken sei. Klaus Fenster: „Einen heftigen Rückgang von 27 % verzeichneten wir im Hotel- und Gaststättengewerbe. In Siegen-Wittgenstein halbierte sich das Ausbildungsvolumen in diesen Berufen fast. Genau andersherum verhielt es sich im Handel. Hier blieben die Zahlen in Siegen-Wittgenstein stabil, während wir im Kreis Olpe einen Rückgang von 18 % feststellten.“ Zuwächse gab es bei den Bankkaufleuten (+ 12,2 %), leichte Rückgänge waren bei den Industriekaufleuten zu verzeichnen (- 5,1 %).

Erhebliche Unterschiede gab es naturgemäß zwischen den einzelnen Kommunen im IHK-Bezirk. Im Kreis Olpe verzeichnete die IHK Zuwächse im Lehrstellenvolumen allein in der Stadt Olpe (+ 24 %). Stabil zeigte sich hier die Zahl der geschlossenen Lehrverträge in Drolshagen und Finnentrop. Rückgänge waren in Attendorn (- 9 %), Kirchhundem (- 7 %), Lennestadt und Wenden (jeweils – 9 %) zu beobachten. Im Altkreis Siegen hatten die jungen Leute im vergangenen Jahr in Hilchenbach (+ 9 %), Siegen (+ 4 %) und Wilnsdorf (+ 8 %) besonders gute Chancen, einen Ausbildungsvertrag zu unterschreiben. Weniger Lehrverträge als im Vorjahr registrierte die IHK in Burbach (- 9 %), Neunkirchen (- 4 %), Netphen (- 3 %), Kreuztal (- 7 %) und Freudenberg (- 11 %). In Wittgenstein wurden 185 Ausbildungsverträge registriert. Dies entspricht einem Rückgang von 11 %. Während das Volumen in Erndtebrück um 27 % stieg, sank es in Bad Laasphe um 4 % und in Bad Berleburg sogar um 22 %.

Die IHK ist zuversichtlich, dass die Unternehmen auch im kommenden Jahr alles daran setzen, dass am Ende möglichst wenige Stellen unbesetzt bleiben. „Fehlendes Personal ist aus Sicht etlicher Firmen ein wesentlicher Flaschenhals ihrer weiteren wirtschaftlichen Entwicklung. Gerade deshalb sind sie sehr gut beraten, im Wettbewerb um geeignete junge Nachwuchskräfte ihre Alleinstellungsmerkmale auszuprägen“, hoben Klaus Gräbener und Klaus Fenster abschließend hervor. Je besser ihnen dies gelinge, desto größer seien ihre Chancen, junge Menschen davon zu überzeugen, gerade in ihrem Unternehmen ihre berufliche Karriere mit einer Lehre zu beginnen.

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